NEV bekommt es mit starken Dortmundern zu tunHeimspiel für Neuss nach langer Pause

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Mit den Eisadlern Dortmund gastiert der aktuelle Landesliga-Meister in Neuss. 18 Spiele, 18 Siege, so lautet die makellose Bilanz der Westfalen, die sich auch in der aktuellen Runde an die Tabellenspitze gesetzt haben. Der Erfolg der Gäste ist schnell erklärt: Der seit Jahren bestehende Stamm der Mannschaft wurde in dieser Saison deutlich verstärkt, wobei es auch für einige der Neuzugänge eine Rückkehr an ihre frühere Wirkungsstätte war. Gleich vier Spieler verpflichtete man beispielsweise aus dem Regionalliga-Kader der Soester Bördeindianer, die ihr Team bekanntlich im Sommer zurückzogen. Neben diesen Akteuren verfügen auch zahlreiche weitere Spieler über zum Teil langjährige höherklassige Erfahrung, Kapitän Malte Bergstermann, Topscorer Tim Linke oder das reaktivierte Urgestein Niko Bitter seien hier stellvertretend genannt. Traditionell profitieren die Bierstädter vom großen Nachbarn aus Iserlohn, aus der Talentschmiede des DEL-Nachbarn wechseln immer wieder gut ausgebildete Youngster nach Dortmund. Auch Trainer Waldemar Banaszak war in der Vergangenheit im Nachwuchsbereich der Sauerländer aktiv, nun schickt er sich mit den Eisadlern an, den sportlichen Sprung in die Regionalliga zu schaffen. Im Hintergrund versucht man, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu schaffen, um in der kommenden Saison eine schlagkräftige Mannschaft für die höhere Spielklasse zusammenstellen zu können. Mit Zuschauerzahlen im mittleren dreistelligen Bereich ist die Basis durchaus vorhanden, Erfolg macht bekanntlich sexy. Womit wieder die Brücke zum Valentinstag geschlagen wäre.

Beim NEV weiß man, mit was für einem Kaliber man es am kommenden Freitag um 20 Uhr zu tun bekommt. Erschwerend kommt dazu, dass die Westfalen im Gegensatz zu den Neussern im Rhythmus sind und an den beiden vergangenen Wochenenden Spiele absolvierten. Die Quirinusstädter hingegen blicken auf eine dreiwöchige Spielpause zurück, in der sie sich nur mit Training fithalten konnten. Auch aus Sicht von Daniel Benske alles andere als eine gute Vorbereitung auf einen Gegner, der auf einer Erfolgswelle schwimmt und ganz vergessen hat, wie sich Niederlagen anfühlen. „Es wird darauf ankommen, dass wir schnell und gut ins Spiel finden“, möchte der Neusser Trainer dort anknüpfen, wo sein Team zu Beginn der Relegation aufhörte. „Wir wollen unsere Spiele gewinnen“, zeigt sich Benske entschlossen, der bislang weißen Weste des Gegners den ersten Fleck hinzuzufügen. Immerhin, im Gegensatz zum Neusser Trainer, der zuletzt mit Rückenproblemen ausfiel, ist der Großteil des Kaders fit. Mit Ausnahme des verletzten Torhüters Tjaard Jansen stehen aktuell alle Spieler zur Verfügung, so dass man zumindest drei komplette Blöcke aufstellen kann. Die Vorfreude auf das Top-Spiel gegen den Landesligameister ist groß, und da im Anschluss erneut eine zweiwöchige Pause folgt, müssen die NEV-Cracks mit ihren Kräften nicht haushalten.

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