Neuwieder Bären waren zwei Nummern zu großEHC Troisdorf

Neuwieder Bären waren zwei Nummern zu großNeuwieder Bären waren zwei Nummern zu groß
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Bei der Freude aller Mitglieder in der großen EHC-Familie über das Ende eines langen (eislosen) Sommers, rückte das erste Testspiel der erste Mannschaft so ein bisschen in den Hintergrund. Was vielleicht gar nicht so verkehrt war, wenn man direkt im ersten Vergleich der Saison 20 Gegentreffer einstecken muss, das Tor des Gegners über die gesamten 60 Minuten allerdings jungfräulich bleibt. 0:20 hieß es beim Spiel in Diez am Ende aus Sicht der Dynamites gegen den EHC Neuwied.

Aussichten auf ein Wunder waren bereits im Vorfeld undenkbar. Zu groß waren die Unterschiede beider Teams: Auf der einen Seite der EHC Troisdorf, NRW-Ligist mit reinen Amateurspielern, die bislang noch keine einzige Trainingseinheit absolviert hatten. Auf der anderen Seite die zwei Ligen höher spielenden Neuwieder Bären aus der Oberliga.

Lediglich im ersten Dritten ließ Troisdorf so ein bisschen den „David-gegen-Goliath-Effekt“ aufblitzen und machte es dem haushohen Favoriten zumindest nicht einfach. Allen voran EHC-Torhüter Dominik Liesenfeld, der die gesamten 60 Minuten das Gehäuse hütete und trotz 20 Gegentoren eine klasse Partie ablieferte. Elf Minuten hielt das Troisdorfer Bollwerk den Neuwieder Angriffen stand, ehe die schwarze Hartgummischeibe dann doch den Weg ins Tor fand. Die Gäste von der Sieg spielten aber trotzdem diszipliniert weiter und mussten lediglich ein weiteres Gegentor hinnehmen. So ging es mit einem respektabeln 0:2 für den Oberligisten in die erste Pause.

Die permanente Defensivarbeit kostet die Troisdorfer Spieler natürlich sehr viel Kraft. Und da schwindende Kräfte meist Unkonzentriertheit zu Folge haben, erhöhte sich im Mitteldrittel die Fehlerquote gewaltig. Dies wusste Neuwied gekonnt auszunutzen und erhöhte relativ rasch auch 10:0. Zwar fing sich Troisdorf Ende des zweiten Drittels noch mal, allerdings schalteten auch die Gastgeber sichtlich einen Gang zurück.

Im letzten Spielabschnitt schwanden dann bei EHC Troisdorf endgültig sämtliche Kräfte. Neuwied spielte nun befreit auf und setzte die Dynamites unter Dauerdruck. Mit Erfolg: Insgesamt noch zehn Mal mussten die Unparteiischen das Spielgerät aus dem Troisdorfer Gehäuse holen.

Trotz der hohen 20:0-Niederlage bewies der Underdog von der Sieg durchaus Moral und Kampfgeist. Bedauerlich war, dass es trotz einiger Chancen leider nicht zumindest zu einem Ehrentreffer gereicht hat. Jetzt heißt es „Mund abputzen und nach vorne schauen“. Denn natürlich ist eine Begegnung gegen einen Oberligisten ohne auch nur eine Minute Eistraining im Vorfeld kein wirklicher Maßstab. Für den EHC hat die eigentliche Vorbereitung auf die neue Saison erst am Tag nach dem Neuwied-Spiel mit dem ersten Eistraining begonnen. Ob die ersten Trainingseinheiten bereits Früchte tragen, kann der EHC bereits kommenden Freitag, 12. September, unter Beweis stellen: Dann gastiert der Regionalligist aus Wiehl zu einem Testspiel im Troisdorfer Icedome. Spielbeginn ist um 20 Uhr.

Einen Tag später, am Samstag, 13. September, läutet der EHC Troisdorf dann auch offiziell die neue Saison 2014/15 ein: Ab 14 Uhr steigt in und an der Eishalle das EHC-Sommerfest. Dabei stellen sich unter anderem sämtliche Teams des EHC vor. Außerdem können sich die Besucher auf Essen, Trinken und eine Tombola freuen, und wer selbst einmal die Schlittschuhe schnüren möchte, kann dies bei einer kostenlosen Laufzeit tun.

In der heißen Phase der Saisonvorbereitung hat der EHC außerdem noch einen Abgang zu vermelden. Mit Andreas Czaika wechselt ein im letzten Jahr wichtiger Führungsspieler zum Regionalligisten TuS Wiehl.

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