Neuwieder Bären verlieren in der EndphaseNiederlage im Derby

Jeff Smith brachte die Bären gegen seinen Ex-Verein in Führung. Aber auch das zwischenzeitliche 2:0 reichte dem EHC nicht gegen den souveränen Tabellenführer. (Foto: Neuwieder Bären)Jeff Smith brachte die Bären gegen seinen Ex-Verein in Führung. Aber auch das zwischenzeitliche 2:0 reichte dem EHC nicht gegen den souveränen Tabellenführer. (Foto: Neuwieder Bären)
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Punkte gab es für die Neuwieder an der Lahn zwar nicht, auszusetzen hatte Trainer Leos Sulak nach einer guten, spannenden Begegnung jedoch nur wenig. „Meine Mannschaft hat sich ein Kompliment für eine sehr gute Leistung verdient. Schade, dass wir nicht belohnt wurden. Das Gegentor zum 2:3 kurz vor dem Ende tat weh.“ EGDL-Coach Frank Petrozza sah es genauso: „Es war ein großer Kampf bis zum Ende. Jeder Spieler hat alles gegeben. Mein Team hat nicht aufgegeben – Kompliment dafür.“ Am Ende gewann der Tabellenführer mit 4:2, weil Pierre Wex mit einem Empty-Net-Goal traf, als Lukas Schaffrath bereits das Eis verlassen hatte. Keine Frage: Ein insgesamt verdientes Ergebnis, gelang es doch den Gastgebern ab der 30. Minute die Schlagzahl zu erhöhen, hier zeigten sie, welche Qualität in ihrem Kader steckt.

Torwart Schaffrath, der von Trainer Sulak den Vorzug gegenüber Felix Köllejan erhielt und seine Aufstellung mit starken Paraden absolut rechtfertigte, geriet bei seinem Saisondebüt im Laufe des Abends immer mehr unter Beschuss. „Wir wussten, dass wir hinten eine gute Leistung abrufen müssen, um eine Chance zu haben, und das ist uns gelungen“, sagte Sulak. Der EHC kam besser aus der Kabine, hielt den besten Angriff der Liga in Schach. Komplett ausschalten kann man ihn kaum. Nach dem zumindest defensiv wohl stärksten Neuwieder Drittel in dieser Saison führten die Bären durch Jeff Smiths Direktschuss mit 1:0 (15.). Petrozza: „Wir waren am Anfang nicht richtig da, Neuwied hingegen immer einen Tick schneller.“ Klare Chancen für Diez-Limburg? Bis auf André Bruchs Alleingang Fehlanzeige.

Als Kevin Wilson in Überzahl ebenfalls per Direktabnahme auf 2:0 für die Sulak-Truppe erhöhte (27.), mussten sich die Rockets schütteln. Taten sie, und sie reagierten. Trainer Petrozza wirkte angespannt, trieb sein Team immer wieder an, und das erhöhte die Schlagzahl. Pierre Wex‘ Anschlusstreffer passte ins Bild (31.), wenngleich die ganz großen Gelegenheiten Mangelware blieben. „Diez war uns spielerisch natürlich überlegen“, sagte Sulak. Neuwied kam vorne nur noch wenig zur Geltung, hatte zudem in Überzahl große Probleme in die Aufstellung zu kommen und war nicht kaltschnäuzig genug. Die beste Möglichkeit ging aufs Konto von Maximilian Herz, der mit einem Alleingang an Jan Guryca scheiterte. Keine Frage: Ohne die beiden starken Schlussmänner wäre hüben wie drüben das eine oder andere Tor mehr gefallen. Den Ausgleich in Minute 47 durch Alexander Seifert konnte aber auch Schaffrath nicht verhindern. Der Verteidiger mischte die Karten neu, die Asse hatten danach die Raketen auf der Hand. Kyle Piwowarczyk mag bis dahin nicht sonderlich in Erscheinung getreten sein, aber ein Mann, der dreimal die Auszeichnung des besten Oberliga-Spielers erhielt, sticht dann eben trotzdem gerne einmal, wenn es gilt. Frederic Hellmanns Strafzeit war gerade auf null gesprungen, als der Kanadier halb im Fallen die Scheibe ins Netz beförderte (58.). Das war zu viel für Neuwied, und Wex‘ Befreiungsschlag aus der Rundung hinter dem eigenen Tor, der zum Torschuss mutierte, stellte das Endergebnis her. Es war verdient, aber weit entfernt ist Neuwied von der EGDL nicht.

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