Neuwieder Bären unterliegen in Duisburg und werden personell tätigEHC verliert das letzte Spiel ohne Fröhlich

Sven Schlicht (hier im Spiel gegen Dortmund) erzielte in Duisburg das letzte Neuwieder Tor der Partie und des Jahres 2021. (Foto: Neuwieder Bären)Sven Schlicht (hier im Spiel gegen Dortmund) erzielte in Duisburg das letzte Neuwieder Tor der Partie und des Jahres 2021. (Foto: Neuwieder Bären)
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Spürbar angestachelt, die erste Saisonniederlage gegen Dinslaken auszubügeln gingen die Gastgeber in die Begegnung. Da konnte der EHC nicht dagegenhalten. „Wir waren heute in allen Belangen unterlegen und hatten keine Chance“, gratulierte Neuwieds Trainer Leos Sulak seinem Duisburger Kollegen Alexander Jacobs zu den drei Punkten und der Rückkehr an die Tabellenspitze.

Ausgerechnet die ehemaligen Dinslakener hatten etwas dagegen, dass ihr Ex-Klub den Jahreswechsel auf Platz eins verbringt: Pascal Behlau traf zwei-, Sören Hauptig einmal und Kevin Wilson, den man auch in der Bärenhöhle noch bestens kennt, gab drei Vorlagen. „So dominant wie im ersten Aufeinandertreffen war Duisburg heute nicht. Aber wir waren mit unseren individuellen Fehlern und aufgrund der fehlenden finalen Abschlüsse nicht in der Lage, das auszunutzen", sagte Sulak.

Immer wieder und immer wieder versuchten sich die Bären zu pushen, aber sie konnten den Hebel nicht umlegen. Auch der Anschlusstreffer durch Nolan Redlers Abstauber nach einem brachialen Schlagschuss von Matt Thomson (27.) brachte den Knoten nicht zu Platzen. Stattdessen stand es keine zwei Minuten später 4:1 – die Entscheidung vor 608 Zuschauern. Der zweite und letzte Bären-Treffer der Partie gelang Sven Schlicht, der die Scheibe im Powerplay abfälschte. Wieder hatte Thomson mit seiner Schusskraft den Impuls gegeben (44.).

„Duisburg war entschlossener und hatte mehr Kadertiefe zu bieten“, sagte EHC-Manager Carsten Billigmann zu sechs unterschiedlichen Torschützen seitens der Füchse. Neben den erwähnten Behlau und Hauptig jubelten Marvin Cohut, Derek Mecrones, Tobias Fischer und Brett Mecrones.

Die vergangenen Wochen haben Billigmann vor Augen geführt, dass an der Personalfront noch etwas passieren muss. Und bereits jetzt kann der EHC Vollzug melden: Stephan Fröhlich steht ab sofort nach seinem Auslandssemester in Finnland den Neuwiedern wie vorgesehen wieder zur Verfügung. Darüber hinaus feierte der 22-jährige Kirill Klyuyev in Duisburg sein Debüt. Der Angreifer mit kasachischen Wurzeln, der keine Kontingentspielerstelle beansprucht, überzeugte bei seinem Einstand mit taktischer Cleverness. „Er hat noch etwas Trainingsrückstand, seinen Job aber gut erledigt", sagte Billigmann. Mit Dustin Schneider kommt vom EHC Troisdorf mit sofortiger Wirkung ein weiterer junger Angreifer, der unter die U21-Regelung fällt, und somit die Situation im eigenen Nachwuchs etwas entspannt, weil für jeden Import bekanntermaßen zwei U21-Akteure auf dem Spielberichtsbogen stehen müssen, was an Abenden wie dem Donnerstag besonders problematisch ist, als die U20 gleichzeitig in Grefrath gefordert war und mit nur zwölf Feldspielern antreten konnte. „Dustin ist ein junger, motivierter Spieler, der den Kader nicht nur auffüllt. Er hat in den Qualifikations-Spielen gegen uns gezeigt, dass er es kann“, so der EHC-Manager, der aufgrund des längerfristigen Ausfalls von Maximilian Wasser den Markt sondiert, ob sich noch eine weitere Option auftut, einen gestandenen Mann an Land zu ziehen, der der Mannschaft sofort weiterhilft.


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