Neuwieder Bären treffen nach Hamm-Sieg auf Herford5:3-Erfolg gegen die Eisbären

Knut Apel begann die Saison als Verteidiger und hat inzwischen seinen festen Platz in der dritten Reihe neben Deion Müller und Tobias Etzel.  (Foto: Neuwieder Bären)Knut Apel begann die Saison als Verteidiger und hat inzwischen seinen festen Platz in der dritten Reihe neben Deion Müller und Tobias Etzel. (Foto: Neuwieder Bären)
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Das war bereits nach der knappen 3:4-Derbyniederlage am Freitag so gut wie beschlossene Sache, sodass der Sonntag die noch offene Frage klärte, ob die Neuwieder es in der am Freitag mit einem Heimspiel beginnenden Vorschlussrunde mit Hamm oder Herford zu tun bekommen. Die Antwort lautet Herford, weil Hamm seine letzte Chance auf Rang drei im Icehouse nicht nutzen konnte. „Wir haben sehr gute Pre-Play-offs gespielt, und mit Platz zwei war nach der Hauptrunde nicht unbedingt zu rechnen. Jetzt werden wir uns gut auf Herford vorbereiten“, blickte Neuwieds Trainer Leos Sulak bereits voraus.

Bei den Bären haben sie erfolgreich daran gearbeitet, die Torgefahr auf mehr Schultern zu verteilen. Jeff Smith, der Torschütze zum 1:0 nach großartiger Vorarbeit von Maik Klingsporn, der zunächst hinten die Scheibe im Zweikampf eroberte, sie dann nach vorne transportierte und zum US-Amerikaner passte (14.), sowie Sam Aulie, der mit einem Schuss mit in den Winkel das 3:2 markierte (38.), bleiben wie gewohnt die Treffsichersten im EHC-Dress, aber die Vielfalt der Torschützen nimmt in den entscheidenden Wochen kontinuierlich zu, was die Mannschaft für ihre Gegner schwieriger ausrechenbar macht. Knut Apel zum Beispiel, der nach langer Handverletzung in der Vorrunde inzwischen aus der Verteidigung in den Sturm gerückt ist, findet sich immer besser zurecht und belohnte sich für seine starke Entwicklung mit seinem ersten Saisontor zum 2:2-Ausgleich (28.). Auch Verteidiger Frederic Hellmann (4:2, 40.) taucht wahrlich nicht an jedem Wochenende auf dem Spielberichtsbogen als Goalgetter auf. Aulie, Apel und Hellmann überwanden Hamms Schlussmann Sebastian May in einer Phase, in der die Bären große Schritte in Richtung des achten Sieges im zehnten Meisterrundenspiel machten.

„Wir haben bis auf die letzten zehn Minuten im zweiten Drittel ein ganz ordentliches Spiel gemacht. Dann schenkten wir das Spiel etwas her, nach dem 4:2 für Neuwied war die Messe gelesen“, sagte Hamms Geschäftsführer Jan Koch. Seine Mannschaft hatte durch Oliver Kraft (18.) und den ehemaligen DEL-Profi Kevin Orendorz die 1:0-Bären-Führung gedreht, aber mit zunehmendem Druck übernahm der EHC die Initiative. Rückkehrer Deion Müller legte per Alleingang das 5:2 nach (48.), die Bären bekamen auch ohne die nach 40 Minuten ausgeschiedenen drei Verteidiger Patrik Morys, Maik Klingsporn und Dominik Scharfenort keine Probleme mehr. Kevin Thau fälschte kurz vor Schluss zwar noch einen Schuss von Frederik Hemeier in die Maschen ab (58.), doch war der Zug in Richtung Platz für die Gäste drei bereits abgefahren.

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