Neuwieder Bären treffen auf Ratingen und HerfordAuf Spaziergänge folgen zwei Spitzenspiele

Für das Frankfurter Löwenrudel waren EHC-Kapitän Stephan Fröhlich und Co. zu schnell. Mit Ratingen und Herford stehen nun wieder ganz andere Kaliber auf dem Eis. (Foto: Verein)Für das Frankfurter Löwenrudel waren EHC-Kapitän Stephan Fröhlich und Co. zu schnell. Mit Ratingen und Herford stehen nun wieder ganz andere Kaliber auf dem Eis. (Foto: Verein)
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„In diesen beiden Begegnungen hätte auch eine andere Leistung zum Sieg gereicht. Natürlich bin ich froh, dass wir uns kein Larifari geleistet haben, sondern mit der richtigen Einstellung aufs Eis gegangen sind“, weiß der Neuwieder Trainer Daniel Benske die Resultate ganz genau einzuschätzen. Die angezogene Handbremse kennen die Bären – mit Ausnahme kurzer Phasen gegen Lauterbach im ersten und gegen Frankfurt zu Beginn des zweiten Drittels – nicht. „Vor allem gegen Frankfurt war das so, wie ich es mir vorstelle: fokussiert und konzentriert bis zum Ende“, wirft Benske noch mal den Blick zurück auf den 12:0-Erfolg des EHC über das Perspektivteam des DEL2-Clubs.

Am kommenden Wochenende warten auf die Blau-Weißen aus Neuwied wieder zwei ganz andere Kaliber. Die Zeit der einseitigen Begegnungen ist bis auf weiteres Vergangenheit. Der Tabellenzweite spielt am Freitagabend ab 20 Uhr am Ratinger Sandbach bei den Ice Aliens und empfängt am Sonntagabend in eigener Halle zu bewährter Bullyzeit im Neuwieder Ice House ab 19 Uhr den Vorjahresmeister Herforder EV. „Das sind zwei Topspiele, in denen wir eine optimale Leistung brauchen“, ist sich Benske sicher. Ratingen, Herford, Neuwied – das sind drei der vier Halbfinalisten der Saison 2017/2018.

Bislang knüpfen die Bären aus diesem Trio am besten an die Leistungen der Vorsaison an. Während die Deichstädter lediglich gegen Hamm verloren haben, tun sich die Ice Aliens und die Ice Dragons noch schwer, ihren Rhythmus zu finden und quälten sich in den vergangenen Wochen auch gegen vermeintlich schwächere Gegner zu Siegen. Gerade deshalb rechnen die Bären mit zwei unnachgiebigen Kontrahenten. Benske: „Sowohl Ratingen als auch Herford werden heiß sein, die Kehrtwende zu schaffen. Beide wollen unbedingt punkten. Aber das gilt auch für uns. Wenn wir unsere Basis abrufen, vollen Einsatz zeigen und aus einer stabilen Abwehr heraus spielen, können wir auch in diesen beiden Begegnungen am Ende vorne sein.“

„Kehrtwende schaffen“ – aktuell gilt das für die Neuwieder Gegner. Mit Blick auf die Vergangenheit wollen sich auch die Bären diese Devise zu Herzen nehmen. Denn in Ratingen gab es in den vier Begegnungen der beiden zurückliegenden Saisons gerade mal zwei Pünktchen für den EHC, die gleiche Ausbeute weisen die Heimvergleiche gegen Herford – fünf an der Zahl – aus.

Neun von zehn Saisonspielen entschied der EHC bislang für sich. Es ist der beste Saisonstart seit der Neugründung des Vereins im Sommer 2016. „Wir haben ein Team, in dem jeder für den anderen kämpft. Die Ausgeglichenheit unseres Kaders macht in vielen Spielen den Unterschied aus. Genauso haben wir uns das bei der Teamzusammenstellung vorgestellt“, kann auch Teammanager Carsten Billigmann mit dem ersten Viertel der Hauptrunde völlig zufrieden sein.

Natürlich wird es irgendwann auch Durststrecken in einer langen Saison geben, aber derzeit reiten die Bären auf einer Erfolgswelle und wollen das auch weiterhin tun, indem sie die Siege gegen Ratingen und Herford aus den ersten Vergleichen in dieser Saison wiederholen. „Das waren zwei Partien auf sehr hohem Regionalliganiveau“, erinnert sich Benske. „Daran dürfte sich diesmal auch nichts ändern.“

Zumal Ratingen in eigener Halle bislang lediglich gegen Hamm verloren hat und Herford sich nach den bisherigen Anlaufschwierigkeiten allmählich in der Tabelle nach vorne schieben möchte. „Die Herforder tun sich noch schwer. So wie ich das sehe, lassen die zweite und dritte Reihe mehr zu als in der vergangenen Saison. Aber sie haben natürlich mit Killian Hutt einen Spieler, der zu den besten der Liga zählt“, sagt der Chef auf der EHC-Bank über den Gegner. Der kleine Kanadier hatte bei 30 von 36 Herforder Saisontoren seinen Schläger mit im Spiel. Das bringt ihn auf Platz zwei der Scorerwertung. Nur einer ist noch besser: Neuwieds Michael Jamieson mit bereits 41 Scorerpunkten. Wichtiger als diese Statistik wäre den Bären, dass sie am Freitag und Sonntag ergebnismäßig die Nase vorne haben.

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