Neuwieder Bären setzen sich mit 6:2 durchSechs Tore, sechs Schützen in Neuss

In Neuss trafen nicht nur die „üblichen Verdächtigen“, sondern mit Frederic Hellmann auch ein EHC-Verteidiger, der sonst eher defensiv seine Arbeit verrichtet. (Foto: Verein)In Neuss trafen nicht nur die „üblichen Verdächtigen“, sondern mit Frederic Hellmann auch ein EHC-Verteidiger, der sonst eher defensiv seine Arbeit verrichtet. (Foto: Verein)
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Lange warten mussten sie damit am Freitagabend nicht, lediglich 112 Sekunden lang. Dann reckte Sven Schiefner jubelnd die Arme in die Höhe und brachte die Gastgeber mit 1:0 in Führung. Fehlstart für Neuwied, aber insgesamt bei weitem nicht so schlimm wie vor einer Woche in Hamm. Die Bären drehten noch vor der ersten Pause das Ergebnis und verließen das Eis schließlich als klarer 6:2-Sieger. Eine Woche außerhalb der Top-Vier der Regionalliga West zu stehen, war offensichtlich lange genug für die Neuwieder. Denn durch den Dreier und die parallele Niederlage der Ratinger Ice Aliens gegen Hamm rutschten sie wieder auf Rang vier nach vorne.

Die Bären haben seit Freitagabend zudem ein Alleinstellungsmerkmal: Sie sind die einzige Mannschaft der Liga, die gegen die Teams aus der unteren Tabellenhälfte noch eine weiße Weste haben. Hier punkten sie wie Schweizer Uhrwerk, was längst keine Selbstverständlichkeit mehr ist. Bislang war auch Tabellenführer Herford gegen die Teams ab Rang fünf ungeschlagen, aber die Ice Dragons mussten sich nun gegen Soest überraschend im Penaltyschießen geschlagen geben.

Die Gäste verteilten in einer fairen, von DEL-Schiedsrichter Markus Krawinkel sehr gut geleiteten Partie, das Toreschießen zahlreiche Schultern. Den Anfang machten mit Tobias Etzel (13.) und Frederich Hellmann (18.) zwei Spieler, die sonst eher zur Arbeiter- und Defensivkategorie zählen. Die etatmäßigen Goalgetter traten dann ab dem zweiten Drittel in Erscheinung: Stephan Fröhlich per Penalty (25.), der an vier Treffern beteiligte Michael Jamieson (37.), Moritz Schug (53.) im einzigen EHC-Powerplay der Begegnung (Interimstrainer Carsten Billigmann: „Wie aus dem Lehrbuch herausgespielt“) sowie Top-Torjäger Martin Brabec (55.) machten bei einem Gegentreffer zum zwischenzeitlichen 2:3 durch Jerome Baum (27.) das halbe Dutzend voll und wiederholten somit exakt das Ergebnis des ersten Neuwieder Saisonspiels in Neuss.

„In Neuss ungefährdet mit 6:2 zu gewinnen, ist keine Selbstverständlichkeit. Das Ergebnis war sehr wichtig für die Mannschaft. Wir haben zwar schnell hinten gelegen, und nach der längeren Unterbrechung fiel es nicht leicht, den Rhythmus zu finden, aber mit zunehmender Spielzeit haben wir immer mehr aufgedreht, als Team funktioniert und keine Probleme gehabt“, fasste Billigmann zusammen.

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