Neuwieder Bären pirschen sich an Rang zwei heranDrei Punkte und ein Wermutstropfen

Stephan Fröhlich (links) war an fünf, Michael Jamieson an sechs der sieben Bären-Tore beteiligt. (Foto: Neuwieder Bären)Stephan Fröhlich (links) war an fünf, Michael Jamieson an sechs der sieben Bären-Tore beteiligt. (Foto: Neuwieder Bären)
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Es war das mit Abstand knappste Ergebnis in den vier Hauptrundenbegegnungen gegen die Hessen, weil die Deichstädter im dritten Abschnitt die Zügel zu sehr schleifen ließen. Lauterbach entschied diesen mit 3:0 für sich, aber der EHC hatte zuvor bereits vorgelegt, sodass die Überraschung ausblieb. „Wir haben die Partie in den ersten beiden Dritteln für uns entschieden, als wir bis auf eins, zwei Aussetzer das Geschehen klar bestimmt haben“, fasste Teammanager Carsten Billigmann zusammen.

Eine ganze Reihe von Spielern fehlte den Bären berufsbedingt: Dennis Schlicht, Dennis Appelhans, Kevin Wilson, Robin Schütz und Sven Asbach standen berufs- beziehungsweise krankheitsbedingt nicht zur Verfügung, sodass mit jeweils 13 Feldspielern hüben wie drüben personell ein Gleichgeweicht auf den Bänken herrschte. Auf Seiten des EHC befanden sich dort vom „anleitendenden Personal“ mit Co-Trainer Andreas Halfmann und Carsten Billigmann nur zwei Verantwortliche, weil Cheftrainer Daniel Benske den ersten Teil seiner Sechs-Spiele-Sperre abbrummte, die er sich für eine Diskussion mit den Unparteiischen nach der Partie am Sonntag gegen den Herforder EV eingehandelt hatte.

Kein Gleichgewicht hingegen beim Ergebnis. Wie schon kürzlich beim Heimspiel legte der EHC vor und klärte die Favoritenrolle mit Toren von Maximilian Wasser (6.), Kapitän Stephan Fröhlich (10.) und Martin Brabec (13.) zum 0:3-Zwischenstand nach 20 Minuten. Markant: Auch in Unterzahl verstecken sich die Bären nicht. Gegen Herford erzielten sie zwei ihrer drei Tore trotz numerischer Unterlegenheit, das gelang auch Fröhlich, während Christian Neumann auf der Strafbank hockte.

Der zweite Durchgang begann für die Gäste mit einem kleinen Dämpfer. Der Tscheche Jakub Zdenek verkürzte zum 1:3 (22.). Nach einer anschließenden Unterzahl nahm die Begegnung wieder den anfänglichen Verlauf an. Vor allem wegen Michael Jamieson und Stephan Fröhlich, die ein Angriffsfeuerwerk abbrannten. Der US-Boy brauchte sechs Minuten für drei weitere, jeweils von Fröhlich vorbereitete Treffer (29., 32., 35.). Der EHC-Dreier selbst zeichnete sich für das zwischenzeitliche 1:5 verantwortlich (29.). Den Treffer, bei dem Neuwieds Eigengewächs Sidney Lehnert seinen ersten Regionalliga-Asssist verbuchte.

Der Begegnung war entschieden, allerdings störte Carsten Billigmann – Ausfälle hin, Ausfälle her – der Schlussabschnitt dann doch. Den entschied der Tabellenvorletzte nämlich mit 3:0 für sich. Alle Tore gingen auf das Konto Jakub Zdenek (50., 53., 59.). „Da haben wir die Sache zu locker genommen. Daran müssen wir arbeiten“, monierte der Teammanager. Als Wermutstropfen schlug das Verletzungspech zu: Tobias Etzel musste mit einer Schulterverletzung ins Krankenhaus gebracht werden.

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