Neuwieder Bären meistern Aufgabe Neuss souverän6:0-Sieg gegen den NEV

Frederic Hellmann (Mitte) machte in Überzahl den Anfang für die Bären. Der Verteidiger erzielte im Nachschuss das 1:0. (Foto: Verein)Frederic Hellmann (Mitte) machte in Überzahl den Anfang für die Bären. Der Verteidiger erzielte im Nachschuss das 1:0. (Foto: Verein)
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Die Gäste gingen in der Regionalliga-Partie am Sonntagabend im Neuwieder Icehouse von Anfang an aggressiv zu Werke, vielleicht sogar etwas mutiger als es die Bären erwartet hatten, und ließen früh erkennen, dass sie sich vor dem EHC nicht verstecken wollten. Warum auch, hatte der NEV bereits am Freitag bei der knappen Niederlage gegen die Ratinger Ice Aliens (2:3) ordentlich ausgesehen und diesmal in der Rolle des Außenseiters nichts zu verlieren. Allerdings auch nichts zu gewinnen. Die Bären brauchten beim 6:0-Sieg eine Viertelstunde, um Fahrt aufzunehmen, hatten die Partie aber spätestens ab dem zweiten Drittel unter Kontrolle und feierten souverän, wenn auch ohne das ganz große Spektakel, den fünften Sieg im sechsten Saisonspiel.

„Das erste Drittel war unsererseits noch etwas durchwachsen, aber mit dem zweiten und dritten bin ich sehr zufrieden. Dass wir noch ein paar Tore nachgelegt haben, war für mich genauso wie wichtig wie dass wir zu null gespielt haben. Ein richtiges Statement, das die Mannschaft wieder abgegeben hat“, fasste Neuwieds Trainer Daniel Benske die Partie gegen seinen Ex-Verein zusammen. Auch Udo Tursas, der Co-Trainer der Gäste, war trotz der Niederlage nicht unzufrieden: „Wir haben zumindest die Hälfte des Spiels gut mitgehalten, aber leider das Tor nicht getroffen. Die Chancen waren da.“

Die erste dicke Gelegenheit ging aufs Konto der Neusser, als Timothy Tanke in der neunten Minute den Puck an die Neuwieder Torlatte setzte, das erste Tor schrieb sich dann jedoch der EHC gut. In Überzahl überwand Frederic Hellmann im Nachschuss den gewohnt starken Ken Passmann im Neusser Kasten. Der Routinier stand ab dem zweiten Abschnitt immer mehr im Mittelpunkt. Während Tim Lehwald – bei seiner Regionalliga-Premiere für die Deichstädter auf Anhieb mit einem Shutout – nur selten geprüft wurde, dann aber hellwach war, wenn er unter Beschuss stand, wie zum Beispiel mit einer fantastischen Parade gegen Jaime Lindt (33.), zog sich die Schlinge um Passmann immer mehr zu. Zwei weitere Tore von Dennis Appelhans (24.) und Martin Brabec (37.) brachten die Gastgeber in die richtige Richtung.

Ausgangs des zweiten Abschnitts kochten die Emotionen ein wenig hoch, auch weil der ohne klare Linie pfeifende Daniel Melcher bei Aktionen der heftigeren Art nicht eingriff. Die Benske-Truppe ließ sich davon nicht anstecken und aus dem Konzept bringen. Daniel Pering und Kevin Wilson befanden sich auf dem Sprung zwei Reibereien handfest zu klären, zeigten aber kurz vor der „Explosion“ bemerkenswerte Disziplin. Auch das ist ein Teil der Handschrift von Daniel Benske.

Die beiden Ziele, die sich die Gastgeber für die letzten 20 Minuten steckten, setzten sie in die Tat um: Die Abwehr unterstützte den starken Keeper Lehwald auf dem Weg zum Shutout und Michael Jamieson mit einem Doppelpack (48., 49.) sowie Max Wasser (59.) machten das halbe Dutzend. „Da konnten wir nicht mehr mithalten. Wir haben momentan viele Verletzte und konnten nur mit vier Verteidigern antreten“, erklärte Udo Tursas im Anschluss an die Begegnung, deren Schlusspunkt Maximilian Wasser setzte. Genau dieser Max Wasser, den man nicht so leicht vor dem gegnerischen Tor wegbekommt.

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