Neuwieder Bären gewinnen mit 12:0Daniel Benske bekommt das perfekte Spiel

Hochbetrieb vor dem Frankfurter Tor: Die Bären ließen dem Hessenmeister keine Chance. (Foto: Verein)Hochbetrieb vor dem Frankfurter Tor: Die Bären ließen dem Hessenmeister keine Chance. (Foto: Verein)
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„Weiter, weiter, weiter.“ Mit diesen drei Worten schärfte der Coach des EHC „Die Bären“ 2016 Neuwied fünf Minuten vor dem Ende der Regionalligapartie der Neuwieder gegen die Löwen Frankfurt noch einmal die Sinne seiner Spieler, die durch Kapitän Stephan Fröhlich gerade das 11:0 erzielt hatten. Benske forderte eine konzentrierte Endphase in erster Linie noch nicht einmal mit der Absicht, noch den zwölften oder 13. Treffer nachzulegen. Er wollte viel mehr, dass die Bären vor 518 Zuschauern zum zweiten Mal in dieser Saison hinten eine weiße Weste behalten. Taten sie, weil Tim Lehwald, in seinem zweiten Punktspiel für den EHC erneut unüberwindbar, quasi mit der Schlusssirene auch den Flachschuss von Tim Ansink entschärfte. Nach Benskes „Weiter, weiter, weiter“-Aufforderung machte Kevin Wilson noch das Dutzend zum 12:0-Endstand voll, sodass der Tabellenzweite das Wochenende gegen die Kellerteams aus Lauterbach und Frankfurt mit 23 Toren und sechs Punkten abschloss.

Die Gastgeber gingen gegenüber Freitag diesmal von Anfang an noch fokussierter zu Werke. „Uns kam auch zu Gute, dass Frankfurt anders als Lauterbach zu Beginn versuchte, selbst etwas mehr mitzuspielen“, erkannte Benske. Und so lagen die Gastgeber bereits mit 3:0 vorne, als ihr Keeper Lehwald nach 9:17 Minuten bei einem Schuss Dustin Bauschers von der blauen Linie die erste Scheibe des Abends abwehren musste. Der EHC drückte und hat mit Michael Jamieson einen Mann in seinen Reihen, der derzeit nach Belieben trifft und Vorlagen gibt. Am Freitag kam der US-Amerikaner auf sechs Scorerpunkte, gegen Frankfurt kamen noch einmal sieben hinzu. Bereits die ersten beiden Schüsse der Neuwieder Nummer 42 zappelten im Netz. Von der rechten Seite in die Mitte ziehend zum 1:0 (2.), per Nachschuss zum 2:0 (16.). Das 3:0 gelang Kevin Wilson unter gütiger Mithilfe von Frankfurts Schlussmann Jascha Strobel, der den unter seinen Schienen bereits blockierten Puck vor dem Pfiff von Schiedsrichter Marc Stromberg wieder freigab. Wilson stand parat und nahm die Einladung mit Kusshand an.

3:0 nach neun Minuten, da drückt man das Gaspedal nicht mehr zwangsläufig bis zum Anschlag durch. „Wir haben es zwischen der 20. und 30. Minute etwas vergessen, weitere Tore zu schießen“, merkte der EHC-Trainer an. Es war nur eine kurze Verschnaufpause. Denn, wenn die Blau-Weißen – die ohne eine einzige Hinausstellung durchkamen - das Tempo anzogen, fuhren sie mit dem Hessenmeister weiterhin Karussell. In der 33. Minute hatte die Reihe mit Stephan Fröhlich, Michael Jamieson und Sven Asbach Appetit auf den nächsten Gang. Jamieson und Fröhlich bereiteten zweimal vor, Asbach per Abstauber und Dennis Schlicht von der blauen Linie erhöhten binnen 13 Sekunden auf 5:0. Weiteres Selbstvertrauen für die bevorstehenden Topspiele in Ratingen am Freitag und zu Hause gegen Meister Herford am Sonntag tankte Neuwied mit sieben weiteren Einschlägen im Frankfurter Tor im Schlussdrittel. Fröhlich und Wilson trafen zweifach, Martin Brabec, Dennis Appelhans sowie Alexander Richter besserten ebenfalls ihre Statistiken weiter auf. Zwischen Jamiesons 10:0, Fröhlichs 11:0 und Wilsons 12:0 lagen gerade einmal 18 Sekunden. Der Trainer freute sich über das zu Null hinten aber noch mehr. Das macht für einen ehemaligen Torhüter eben das perfekte Spiel aus.

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