Neuwieder Bären fehlt nach 120 Minuten ein TorEGDL gewinnt im Rheinland-Pfalz-Pokal

Kommt der Ausgleich gefolgen: Deion Müller erzielte mit diesem Schuss das zwischenzeitliche 2:2 gegen EGDL-Schlussmann Constantin Schönfelder. Auch Rockets-Verteidiger Kevin Schophuis kann nur zusehen. (Foto: Verein)Kommt der Ausgleich gefolgen: Deion Müller erzielte mit diesem Schuss das zwischenzeitliche 2:2 gegen EGDL-Schlussmann Constantin Schönfelder. Auch Rockets-Verteidiger Kevin Schophuis kann nur zusehen. (Foto: Verein)
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„Es war ein Spiel auf gutem Niveau zwischen zwei Mannschaften, die sich kaum etwas nehmen“, fasste EGDL-Trainer Arno Lörsch zusammen. „Insgesamt“, so Lörsch weiter, „haben wir uns aber nicht unverdient durchgesetzt.“

Vorwerfen konnten sich die Bären nichts. „Wir haben bis zum Schluss alles versucht, gemacht und getan“, versicherte Coach Jens Hergt. Der Ausgleich zum 3:3 durch Martin Brabec (56.) ließ die Gastgeber noch einmal hoffen, aber auch die letzte Maßnahme, das Ziehen des Torhüters für einen sechsten Feldspieler, verpuffte. Lörsch teilte die Meinung seines Trainerkollegen: „Neuwied hat kämpferisch alles gegeben, aber wir haben heute sehr diszipliniert verteidigt. Das geht in die Richtung, wie ich es mir vorstelle. Und wir konnten uns auf einen überragenden Torhüter verlassen. Constantin Schönfelder hat mich wie schon in Neuss positiv überrascht.“

Gut möglich, dass die Bären in Führung gegangen wären, wenn nicht der junge Bayer zwischen den EGDL-Pfosten gestanden hätte. Neuwied suchte und fand nämlich vom Eröffnungsbully an den Weg in die Offensive. Ähnlich wie am Sonntag im Regionalliga-Heimspiel gegen Hamm. Der kleine, aber feine Unterschied: Diesmal wollte der Puck nicht ins Netz huschen. „Das Scheiben- und Schussglück vom Sonntag hatten wir heute nicht“, haderte Hergt ein wenig mit den ausgelassenen Tormöglichkeiten. Die Diezer und Limburger brauchten ein paar Minuten, bis sie ihre Ordnung fanden. Dass die Raketen nicht von ungefähr den torgefährlichsten Angriff der Regionalliga West stellen, blitzte zum ersten Mal in der fünften Minute auf. Konstantin Firsanov lief alleine auf Felix Köllejan zu, ließ diese Großchance jedoch noch liegen. Der Paradeblock der Gäste sorgte für das 0:1 und stellte den Spielverlauf bis dahin auf den Kopf. Matt Fischer traf nach Vorlage von Joey Davies und Konstantin Firsanov (8.). „Wir haben in die Neuwieder Anfangsoffensive hineingekrätscht. Der Führungstreffer gab unserem Spiel mehr Ruhe“, beschrieb Lörsch.

Beide Teams begegneten sich danach mit offenem Visier, versteckten sich nicht, erspielten sich hüben wie drüben gute Einschussgelegenheiten, hatten mit Köllejan und Schönfelder jedoch auch zwei starke Schlussmänner.

Wenn zwischen zwei Mannschaften nur Kleinigkeiten den Unterschied ausmachen, spielt häufig das Powerplay eine entscheidende Rolle. Auch in dieser Partie. Zwei Powerplaytore für den EHC durch Willi Hamann (18.) und Deion Müller (29.) glichen sich mit den Treffern von Konstantin Firsanov (23.) und Joey Davies (35.) in nummerischer Überlegenheit aus. „Es war ein Vorteil für uns, dass wir im zweiten Drittel das Ergebnis zweimal auf unsere Seite gebracht haben“, sagte Lörsch. Limburg legte vor, die Bären zogen nach. Mit der heruntertickenden Uhr im Nacken und gegen defensiv stabile Rockets war es für die Deichstädter schwierig, im Spielaufbau etwas Zielführendes auf die Beine zu stellen. In der 56. Minute gelang es Martin Brabec, die Vorarbeit von Moritz Schug und Stephan Fröhlich zu vergolden, aber um zumindest in ein Penaltyschießen zu einzuziehen, hätte Neuwied eine Führung gebraucht. Und die ließen Constantin Schönfelder und seine Vorderleute an diesem Abend nicht zu.

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