Neuwieder Bären erleben ein Waterloo4:7-Niederlage in Neuss nach 3:0-Führung

Au Backe: Maximilian Wasser und die Bären kassierten ließen in Neuss überraschend Federn. (Foto: Neuwieder Bären)Au Backe: Maximilian Wasser und die Bären kassierten ließen in Neuss überraschend Federn. (Foto: Neuwieder Bären)
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Dreimal hatten die Neuwieder den NEV in dieser Saison schon deutlich geschlagen, aber diesmal lief alles ganz anders. Anstatt wieder in die Spur zu finden, erlebte der EHC ein Waterloo und kassierte eine 4:7-Niederlage, die sich so anfühlte wie ein über den blanken Oberschenkel gezogener Schlittschuh.

Das angesichts des Endergebnisses Absurde und unwirklich Anmutende an diesem Abend: Die Gäste führten durch drei Überzahltore von Sven Schlicht (14.), Matt Thomson (18.) und Janeck Sperling (25.) gegen Mitte der Spielzeit mit 3:0. Nicht glanzvoll, aber immerhin ein Polster, das zunächst einmal beruhigend sein und Sicherheit geben sollte. Soweit die Theorie.

Was dann folgte, war ein kompletter Aussetzer der ganzen Mannschaft. Das 1:3 durch Lazar Pejcic (35.) hätte noch ein Schönheitsfehler sein können, doch viel mehr leitete es die Wende ein. Der normalerweise so treffsichere Nolan Redler vergab im Mitteldrittel drei Alleingänge, und so stand es plötzlich nur noch 2:3, weil Dominick Thum nur anderthalb Minuten nach Pejcic den Anschluss herstellte.

Wer davon ausging, der Favorit würde es im Schlussdrittel schon richten, täuschte sich. Im Sport kann alle Theorie mausgrau sein, wenn die eine Mannschaft fest an sich glaubt und die andere nicht ins Rollen kommt. „Neuss war heute schlichtweg die bessere Mannschaft. Fertig. Aus", sagte der enttäuschte EHC-Trainer Leos Sulak. Die Bären erlebten im letzten Drittel einen Albtraum. Dieser ging mit 5:1 an die Neusser. Dimitri Metelkov glich aus (44.), dann sprang die Scheibe abgefälscht und von Jendrik Allendorfs Torhütermaske hinter die Linie (51.). Maximilian Stein legte nach, weil den Bären auf Höhe der blauen Linie ein Scheibenverlust unterlief (52.). Danach machte der EHC auf und fing sich alles oder nichts spielend das 3:6 durch Pejcic (55.) sowie das 3:7 durch Metelkov (57.) ein. Knut Apels Einschuss (58.) blieb ein schwacher Trost für Neuwied. „Nach der 3:0-Führung habe ich appelliert, dass wir weiterhin konsequent nach hinten arbeiten und geduldig spielen müssen. Das haben wir leider nicht beherzigt", erklärte Trainer Sulak.


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