Neuwieder Bären besiegen Neuss mit 4:2Glanzlos, aber souverän gewonnen

Kapitän Stephan Fröhlich erzielte in Neuwied das Tor zum 4:1 für die Bären. (Foto: Neuwieder Bären)Kapitän Stephan Fröhlich erzielte in Neuwied das Tor zum 4:1 für die Bären. (Foto: Neuwieder Bären)
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So holten die Neuwieder im letzten Spiel unter der Regie von Carsten Billigmann als Trainer noch einmal drei Punkte, mit denen die Neuwieder den zweiten Platz vor den Hammer Eisbären verteidigten. „Ein Augenschmaus war das heute wahrhaftig nicht“, fasste Billigmann die 60 Minuten zusammen.

Ein Trainer kann seine Spieler noch so sehr motivieren, und die sich in der Kabine beim Umziehen noch so viel vornehmen, aber richtig auf Betriebstemperatur zu kommen und die letzten Prozent herauszukitzeln, fällt schwer, wenn das Drumherum eher trist daher kommt. Nun ist es in der Neusser Eissporthalle bekanntermaßen beinahe so, dass man nach der Eisaufbereitung dem Wasser beim Frieren zuhören kann. „Da fällt es einem natürlich schwer, richtig in Schwung zu kommen“, so Billigmann.

Das gelang Neuwied nach dem Eröffnungsbully eigentlich direkt. Nach nur 35 Sekunden bezwang Jeff Smith den Neusser Schlussmann Tjaard Jansen. Die erste Reihe des EHC gab auch danach den Takt vor. Smith legte zweimal vor, Sam Aulie vollendete zweimal – nach 26 Minuten hatten die Bären den Vorsprung auf 3:0 ausgebaut. Trotzdem stellte Billigmann fest: „Der Schlendrian ist etwas eingekehrt, wir haben unser Spiel nicht konsequent durchgezogen.“ Schlendrian hin, Schlendrian her, in Gefahr geriet der vierte Neuwieder Sieg im vierten (und letzten) Hauptrundenspiel gegen Neuss nicht. Auch nicht, als Jason Popek zum 1:3 traf (27.), auch nicht nach Marc Sprengnöders 2:4 (46.). Dazwischen lag das Tor von Bären-Kapitän Stephan Fröhlich (34.).

„Wenn es drohte brenzlig zu werden, waren wir direkt wieder hochkonzentriert“, so Billigmann. Sinnbildlich dafür nannte er die Situation fünf Minuten vor Schluss. Maximilian Wasser und Maik Klingsporn mussten in einer sehr fairen Begegnung mit insgesamt nur zehn Strafminuten auf die Strafbank, und Neuss durfte zwei Minuten lang mit zwei Mann mehr angreifen. Chancen, den Spannungsbogen aufzubauen? Fehlanzeige. „Wir haben nichts mehr zugelassen und die drei Punkte souverän nach Hause gebracht“, sagte Billigmann.

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