Neuwieder Bären besiegen Dinslaken mit 8:4Dank Powerplaytoren an die Spitze

Ex-Dinslakener prüft Ex-Neuwieder: Kevin Wilson, der das Tor zum 5:2 für den EHC erzielte, versuchtEx-Dinslakener prüft Ex-Neuwieder: Kevin Wilson, der das Tor zum 5:2 für den EHC erzielte, versucht's aus spitzem Winkel gegen Marvin Frensel, verfehlt in dieser Szene allerdings das Ziel. (Foto: Verein)
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Während der Gegner vom Freitag zum Ausklang des Wochenendes die Beine hochlegen konnte, stand die Mannschaft von Daniel Benske im Icehouse gegen die Dinslakener Kobras auf dem Eis und setzte sich mit 8:4 durch. „Es war nach dem sehr, sehr guten Spiel am Freitag nicht einfach, die gleiche Einstellung zu behalten. Das haben wir im ersten Drittel nicht so gut umgesetzt“, merkte Benske an.

Die Bären gewannen, weil sie wie schon gegen Hamm erneut im Powerplay auftrumpften. Fünf von acht EHC-Treffern fielen in Überzahlsituationen. Und von denen gab es viele. Die Kobras versprühten reichlich Gift und verbrachten zur Entgiftungskur viel Zeit in der Kühlbox, wo sie das Spiel schließlich verloren. Als erstes grobes Vergehen sahen die Unparteiischen um Hauptschiedsrichter Daniel Melcher in der elften Minute einen Stockstich von Dinslakens Michal Plichta während einer Auseinandersetzung an der Neuwieder Spielerbank. Der slowakische Torjäger erhielt eine Matchstrafe und Martin Brabec (13.) sowie Maximilian Wasser (14.) erzielten in der fünfminütigen Überzahl zwei Tore. „Das war ein entscheidender Punkt, der in unsere Richtung ging“, machte Benske aus, während sein Dinslakener Kollege Milan Vanek meinte: „Ich habe die Situation nicht gesehen und weiß nicht, ob da was war. Aber ich finde schon, dass es schwierig ist hier mit den Schiedsrichtern. Mehr möchte ich dazu auch nicht sagen.“ Die große Strafe gegen Plichta kam aus Sicht der Bären genau nicht rechten Zeit, denn die Minuten davor waren bei gleichen Kräfteverhältnis an die Kobras gegangen. Der EHC führte zwar durch Dennis Appelhans schnell mit 1:0 (2.), konnte danach die Spannung jedoch nicht aufrechterhalten. Marvin Linse glich im Nachschuss aus (4.) und Dinslaken hätte danach noch mehr verdient gehabt.

Powerplaytor Nummer drei der Gastgeber durch Michael Jamieson (17.) baute die Führung auf 4:1 aus. Aber es blieb dabei: Bei fünf gegen fünf hatte Neuwieds Viertelfinalgegner aus den Play-offs der Vorsaison immer wieder gute Chancen und verkürzte durch Philipp Heffler zum 2:4 (20.). „Du versuchst Wechsel für Wechsel reinzufinden. Dann kommt eine Überzahl, dann eine Unterzahl und du kommst komplett durcheinander“, erklärte der EHC-Coach den sich abzeichnenden offenen Schlagabtausch als Ursache dafür, dass sein Team vor der ersten Pause – das Überzahlspiel ausgeklammert – nicht richtig in Schwung kam. Dafür zeigten die Hausherren unmittelbar vor dem Kasten des früheren Bären-Schlussmanns Marvin Frensel eine gute Konsequenz. Martin Brabec stürmte direkt nach dem Bully im Anschluss an Hefflers 4:2 nach vorne und legte quer zu Kevin Wilson, der gegen seinen Ex-Verein zuschlug. Nur acht Sekunden nach Hefflers Kontertor.

Zwei von drei Powerplays nutzte Neuwied im Mittelabschnitt. Der im Slot abfälschende Daniel Pering (27.) und Maximilian Wasser (31.) erhöhten auf 7:2. Die Vorentscheidung, wenngleich Dinslaken nicht locker ließ. Pascal Behlau traf zum 7:3 (39.), nachdem Sven Schlicht von Schiedsrichter Melcher für einen unkorrekten Körperangriff gegen Robin-Niklas Dambacher zum Duschen geschickt worden war. Hefflers zweiter Einschuss (45.) sprach für die Moral der Gäste vom Niederrhein, änderte aber nichts mehr an der Punkteverteilung. „Wir haben bis zum Ende gekämpft und nie aufgegeben. Weil Neuwied in Überzahl aber alles ausgenutzt hat, was man ausnutzen kann, gab es für uns heute nichts zu holen“, so Vanek. Nicht mehr in Überzahl legte Kapitän Stephan Fröhlich in Minute 55 noch einen nach zum 8:4-Heimsieg, der den Bären den Sprung auf Platz eins einbrachte.

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