Neuwieder Bären beenden 2017 mit 6:4-HeimsiegErfolg gegen die Soester EG

Drei Tore und zwei Assists: EHC-Kapitän Stephan Fröhlich (links) konnte am Freitagabend übers ganze Gesicht strahlen. (Foto: Verein)Drei Tore und zwei Assists: EHC-Kapitän Stephan Fröhlich (links) konnte am Freitagabend übers ganze Gesicht strahlen. (Foto: Verein)
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Was Fröhlich im letzten Spiel des Jahres für den EHC „Die Bären“ 2016 gegen die Bördeindianer anpackt, gelingt. Der Torjäger erzielt drei Treffer (1:0, 5:4, 6:4) selbst, bereitet zwei weitere vor und ist somit an fünf von sechs EHC-Toren beim 6:4-Heimsieg beteiligt. Für den ersten braucht „Happy" vor 611 Zuschauern nur 22 Sekunden. Schon zum fünften Mal in dieser Saison gehen die Neuwieder in der ersten Spielminute in Führung - genauso war's schon vor zwei Monaten beim letzten Soester Gastspiel in der Bärenhöhle. Und wie Mitte Oktober erweist sich der Tabellensiebte, wenn auch nur mit zwölf Feldspielern auf dem Eis, einmal mehr als lästige Klette.

Dreimal zog die Mannschaft von Hans-Dieter Brüggemann nach und glich zum 1:1, 2:2 und 4:4 aus. Der Slowake Martin Juricek (10., 17.), Igor Furda (24.) und Ernst Reschetnikow (27.) ließen die Gäste auf ihren ersten Saisonsieg über die Bären hoffen. Die zahlreichen Überzahlsituationen in den ersten 25 Minuten spielten den Bördeindianern in die Karten, drei Tore entstanden im Powerplay, eines bei angezeigter Strafe gegen Neuwied. Sicherlich nicht jede Hinausstellung gegen die Bären war gerechtfertigt. Vor dem Soester 3:4-Anschluss und dem 4:4-Ausgleich verstanden Bären-Fans und -Spieler nicht, warum Schiedsrichter Marcus Hahn bei einem Beinstellen von Nickel an Sven Asbach die Täterrolle vertauschte und kurz später Martin Brabec für einen vermeintlichen Stockschlag gegen Nickel (wenn überhaupt, hätte Michael Jamieson auf die Strafbank gemusst) für zwei Minuten „entsorgte“.

In voller Mannschaftsstärke bestimmten die Gastgeber hingegen das Geschehen, gingen jedoch  zu großzügig mit ihren Tormöglichkeiten um. Dass so viele Gelegenheiten entstanden, war das Resultat aus großem Einsatz und bissigem Nachsetzen in der Soester Zone. „Aber im Auslassen von Chancen sind wir Champions League“, monierte EHC-Manager Carsten Billigmann nach seinem letzten Einsatz als Interimstrainer, bevor er den Staffelstab an den neuen Coach Daniel Benske übergab, der sein künftiges Team in der Halle beobachtete und am 1. Januar die sportlichen Zügel in die Hand nehmen wird. Nicht alle hatten das Fortune des Stephan Fröhlich beim Abschluss, aber immerhin netzten in einer unterhaltsamen Begegnung neben dem Kapitän noch Moritz Schug (20.) zum 3:2 und Sven Schlicht (22.) zum 4:2 ein.

Weil die Strafe gegen Martin Brabec in der 25. Minute die letzte gegen den EHC war, büßten die Gäste in der zweiten Spielhälfte den schlagkräftigen Powerplay-Joker ein. Die Bären steckten die beiden Rückschläge zum 4:3 und 4:4 nach einem kurzen Kopfschütteln weg und holten sich durch Fröhlichs eingangs beschriebenes Billardtor die Führung zurück, die er sieben Sekunden vor der Pause auf 6:4 ausbaute. Aber: Zuvor musste Felix Köllejan zweimal seine Reaktionsstärke in die Waagschale werfen. Gegen Juricek (37.) und Filip Sedivy (39.) vereitelte der Neuwieder Schlussmann die bei gleicher Stärke besten Soester Möglichkeiten.

„Im dritten Drittel haben wir uns auf die Defensive konzentriert“, erklärte Billigmann, dass seine Bären fortan nicht mehr das letzte Risiko eingingen und die Führung solide nach Hause bringen wollten. „Das haben souverän und diszipliniert geschafft, auch wenn wir das Ergebnis noch weiter in die Höhe hätten schrauben müssen.“

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