Neuwied ist auch im Kuchsbau nicht zu stoppenEHC Neuwied

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Die Mannschaft von Trainer Arno Lörsch krönte eine bärenstarke Leistung auf fremdem Eis mit einem 5:2 (3:1, 1:1, 1:0)-Erfolg. „What a lovely day“, sagte der EHC-Trainer in Anspielung an den überragenden Mann der Partie: der Kanadier Andrew Love erzielte vier der fünf Bären-Tore.

Gleich die erste Powerplaysituation nutzten die Deichstädter zur Führung im Luchsbau: Love traf in Überzahl (4.) und belohnte sein Team für einen starken Beginn. Die Luchse waren sichtbar beeindruckt und erspielten sich bis zum Ausgleich keine Torchance. Als Brandon Burge zum 1:1 traf (13.) profitierten die Luchse von einem individuellen Fehler der Neuwieder im eigenen Drittel.

Ein Ausgleich, der den EHC diesmal aber nicht aus der Ruhe brachte - im Gegenteil: Konsequent in der Chancenverwertung gaben die Neuwieder schon in den ersten 20 Minuten ein klares Statement ab. Das Ergebnis: Love (18.) und Stefan Kaltenborn (19.) schossen eine 3:1-Führung nach dem ersten Drittel heraus.

„Wir waren zu Spielbeginn nicht so bereit wie Neuwied“, sagte Lauterbachs Trainer Marc Garthe. „Der EHC hat von Beginn an den Sieg gewollt und den Grundstein dafür in den ersten 20 Minuten gelegt. Danach fand ich das Spiel relativ ausgeglichen.“

Zumindest auf das Ergebnis traf das im zweiten Abschnitt zu: Lauterbach kam mit viel Schwung aus der Kabine und früh zum Anschlusstreffer - Benjamin Schulz (22.) verkürzte auf 2:3. Danach aber hatten die Bären den Gegner schnell wieder im Griff - selbst als Alexander Bill nach einem sauberen Check gegen Luchse-Routinier Holger Selenka mit einer Spieldauerstrafe vorzeitig vom Eis musste (31.). Andrew Love setzte auch dieser wichtigen Spielphase seinen Stempel auf und traf in Unterzahl zum 4:2 für Neuwied (33.).

Im letzten Drittel sorgten eine starke Defensivarbeit des EHC und ein überragender Alexander Neurath im Neuwieder Kasten dafür, dass der Sieg in der Fremde nie in Gefahr geriet. Bei einer Überzahlchance der Gastgeber hatten viele die Scheibe schon im Tor gesehen, doch auch diesmal konnte Neurath einen Schuss aus kurzer Distanz noch parieren. Als die Gäste in der Schlussphase eine weitere Strafe kassierten, nahm Lauterbach den Torhüter vom Eis und sorgte für eine doppelte Überzahlsituation, doch Andrew Love machte mit einem Empty-Net-Goal zum 5:2 alles klar (60.).

Der Rest war Neuwieder Jubel auf und neben dem Eis – rund 100 Fans hatten die Bären unter anderem mit einem Fanbus nach Lauterbach begleitet und sorgten für eine Heimspiel-Atmosphäre in der Ferne. „Wir haben am Ende, trotz der Ausfälle, souverän gespielt“, sagte Lörsch. Mannschaft und Trainer hatten unter anderem den Ausfall von Andre Bruch und Andy Wichterich sowie im Spiel die Strafe von Alexander Bill zu kompensieren. „Die Jungs haben taktisch sehr diszipliniert agiert, auch von der Moral her war das ein tolles Spiel. Die Mannschaft hat auch in den Unterzahlsituationen sehr gut und professionell agiert. Das war heute Abend ein klarer Wink der Spieler an sich selbst. Sie haben gesehen, was möglich ist, wenn man so auftritt wie heute Abend."

Am kommenden Wochenende reist der EHC Neuwied am Freitagabend zunächst als Favorit zur 1b der Ratinger Ice Aliens, die am Sonntagabend überraschend bei den Amateuren der Kölner Haie gewinnen konnten. Die Partie beginnt um 20 Uhr. Am Sonntagabend gibt der bisher ungeschlagene Spitzenreiter Kassel Huskies 1b seine Visitenkarte in der Bärenhöhle ab. Die Neuwieder wollen es den Hessen im heimischen Icehouse möglichst schwer machen – Trainer und Mannschaft erwarten ein packendes Duell.

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