Neusser EV will nachlegen Nach Sieg gegen Dinslaken

Nach dem Überraschungserfolg gegen Dinslaken möchte der NEV auch in Dortmund jubeln. (Foto: Neusser EV)Nach dem Überraschungserfolg gegen Dinslaken möchte der NEV auch in Dortmund jubeln. (Foto: Neusser EV)
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Während der NEV zur Jahreswende von einer Krankheitswelle heimgesucht wurde, hat es zuletzt neben den Füchsen aus Duisburg auch die Dortmunder Eisadler erwischt. Die Partien der vergangenen beiden Wochenenden mussten abgesagt werden, nachdem wegen einiger Corona-Erkrankungen und weiteren verletzungsbedingten Ausfällen keine spielfähige Mannschaft mehr zur Verfügung stand. Seit Dienstag befinden sich die Westfalen nun wieder im Eistraining und geben am Wochenende mit Heimspielen gegen Neuss und Dinslaken ihr Comeback. Das Ziel dürfte klar sein, denn mit drei Punkten aus elf Spielen befinden sich die Bierstädter derzeit am Tabellenende. Mit einem Sieg nach regulärer Spielzeit könnte das Team von Trainer Waldemar Banaszak den NEV jedoch in der Tabelle überholen. Ein Blick auf den Kader lässt durchaus die notwendige Qualität erkennen. Nachdem die Verantwortlichen bereits vor der Saison vier Spieler vom Oberliga-Rivalen aus Hamm nach Dortmund lotsten, verstärkte man sich im Januar zusätzlich mit deren Torhüter Marvin Nickel. Zudem haben auch die Rückkehrer Christian Gose und Matthias Potthoff in der Vergangenheit bereits bewiesen, dass sie in der Regionalliga die Rolle der Leistungsträger spielen können. Spielbeginn im Eissportzentrum an der Strobelallee ist am Freitag um 20 Uhr, für den Einlass gilt die „2G“-Regelung.

Am vergangenen Dienstag besprachen Verband und Vereine den weiteren Saisonfahrplan. Zwischenzeitliche Überlegungen, die Hauptrunde in den März zu verlängern, um möglichst alle ausgefallenen Spiele nachzuholen, wurden letztendlich verworfen. Stattdessen wird Ende Februar ein Schnitt gemacht und nur die bis dahin absolvierten Spiele gewertet. Da aufgrund des jetzt schon engen Terminplans nicht alle Partien nachgeholt werden können, und die Tabelle aufgrund der unterschiedlichen Anzahl an absolvierten Spielen ein verzerrtes Bild widerspiegelt, wird auf eine Quotienten-Wertung (Punkte pro Spiel) umgestellt. Der bisherige Spitzenreiter aus Dinslaken und der zweitplatzierte EV Duisburg tauschen in der neuen Tabelle die Plätze, ansonsten gibt es keine Verschiebungen. Für den NEV hat die Regelung zur Folge, dass das ursprünglich für vergangenen Sonntag angesetzte Heimspiel gegen Dortmund ebenso entfällt, wie die Partie am kommenden Sonntag in Duisburg, da die Gastgeber krankheitsbedingt weiterhin mit dem Spielbetrieb pausieren müssen. Nach dem Abschluss der Hauptrunde sollen die besten vier Teams wie ursprünglich geplant im Play-off-Modus den Regionalliga-Meister ausspielen.

Nach dem Sieg gegen Dinslaken war NEV-Trainer Sebastian Geisler mit seiner Truppe vollauf zufrieden. „Wenn wir uns so auch in den kommenden Spielen präsentieren, können wir noch einige Punkte sammeln“, zeigt sich der Löwen-Coach angriffslustig. Dabei kalkuliert der 44-Jährige durchaus mit ein, dass aufgrund von Verletzungen und Krankheiten auch weiterhin nur durch den Einsatz von Nachwuchsspielern maximal drei komplette Reihen aufgeboten werden können. Für das Spiel in Dortmund fallen neben dem langzeitverletzten Maximilian Tillmann (Saisonende nach Knie-OP) auch die erkrankten Marc Sprengnöder, Jonas Herz und Samuel Hasenpusch aus. Unabhängig von der Frage, mit welchem Kader die zuletzt ebenfalls arg gebeutelten Gastgeber antreten werden, hat Geisler ein klares Ziel: „Wir möchten auch in Dortmund punkten und unseren fünften Platz behaupten.“

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