Neusser EV vor schwerem Duell mit DortmundSpannende Runde

NeussNeuss
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Respekt ja, aber Angst nein, denn schließlich prophezeite der Neusser Übungsleiter damit indirekt auch ein Ende der Siegesserie der Eisadler Dortmund, die ihre Vorrunde ohne Niederlage beendet hatten. Bereits nach sieben absolvierten Spielen ist klar: Benske lag mit seiner Einschätzung richtig. Neuss schlägt Wiehl, Dortmund bezwingt Neuss, Wiehl ringt Dortmund nieder, und das alles in äußerst spannenden Duellen. Nach einem spielfreien Wochenende geht es am heutigen Freitag (20 Uhr) weiter, denn dann steht die Revanche im Ruhrgebiet an.

Das, was die Eisadler aus Dortmund bei ihrem Gastspiel in Neuss ablieferten, war in allen Beziehungen eines Vorrundensiegers würdig. Taktisch äußerst diszipliniert entführten die mit kleinem Kader angetretenen Gäste beim 1:3 die Punkte aus dem Südpark. Die stärkste Defensive aller Landesligisten erwies sich erneut als Bollwerk um den überragenden Torhüter Sven Rotheuler. Vorne richteten es dann die zahlreichen, auch höherklassig erfahrenen Routiniers, die drei ihrer brandgefährlichen Konter kaltschnäuzig abschlossen. Mit Christian Gose hatte man kurzfristig einen weiteren „Ehemaligen“ reaktiviert, der gleich bei seinem Einstand traf, die anderen beiden Treffer besorgte Felix Berger. Nur zwei Tage später erwischte es aber auch die Bierstädter, die beim Vizemeister Wiehl mit 6:5 erstmals in die Schranken gewiesen wurden. Ein Zeichen von Schwäche? Eher nicht, denn obwohl den Westfalen die kraftraubende Partie in Neuss in den Knochen steckte, gelang es ihnen, einen 5:0-Rückstand nach zwei Dritteln innerhalb von innerhalb von zehn Minuten wettzumachen. Auch wenn den Blau-Gelben nach der unglaublichen Aufholjagd letztendlich der Lohn verwehrt blieb, war dies ein weiterer Beleg dafür, dass die perfekte Vorrunde auch für entsprechende mentale Stärke gesorgt hatte. Die Zuschauer in der Fußballstadt honorieren dies zunehmend, mit Besucherzahlen im mittleren dreistelligen Bereich ist man auch diesbezüglich bereits absolut auf Regionalliga-Niveau. 

Volle Kraft voraus – dies wäre nach einem spielfreien Wochenende das gewünschte Motto für die anstehende Revanche. Stattdessen hat NEV-Coach Benske so einige personelle Sorgen. Kapitän Francesco Lahmer muss krankheitsbedingt passen, mit Jason Popek und Maximilian Bleyer drohen weitere Leistungsträger aufgrund von Blessuren auszufallen. Bei Letztgenanntem scheint eine Operation unumgänglich, der Stürmer möchte jedoch versuchen, seinem Team noch bis zum Saisonende weiterzuhelfen. Bei David Bineschpayouh sind es hingegen berufliche Gründe, aufgrund derer ein Einsatz am Freitag sehr fraglich ist. „So oder so, wir werden alles geben“, gibt sich Benske kämpferisch, wohl wissend, dass die Aufgabe im Vergleich zum Hinspiel nicht einfacher wird.

Jetzt die Hockeyweb-App laden!