Neusser EV trifft auf GruppenfavoritenSpiele gegen Ratingen und Neuwied

Auf die Defensive des NEV wartet am kommenden Wochenende eine Menge Arbeit. (Foto: Neusser EV)Auf die Defensive des NEV wartet am kommenden Wochenende eine Menge Arbeit. (Foto: Neusser EV)
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Apropos schwer: die Trauben hängen am kommenden Wochenende sehr hoch, denn es stehen Duelle mit dem Spitzenduo der Gruppe B auf dem Programm. Dank des kleinen Punktepolsters auf den Konkurrenten aus Bergisch Gladbach können die Neusser ohne großen Druck aufspielen.

Die meisten Tore geschossen, die wenigsten (gemeinsam mit Neuwied) zugelassen – die Visitenkarte unseres freitäglichen Gegners liest sich durchaus beeindruckend. Nachdem sich die Ratinger Ice Aliens zu Saisonbeginn souverän den NRW-Pokal sicherten, hält der Erfolgskurs auch in der aktuellen Qualifikationsrunde an. Mit 17 Punkten rangieren die „Außerirdischen“ derzeit auf Platz zwei, einen Zähler hinter dem EHC Neuwied, der das direkte Duell am vergangenen Wochenende mit 7:5 für sich entscheiden konnte. Das Team von Trainer Andrej Fuchs erweist sich in dieser Saison als homogene Einheit, aufgrund der großen Leistungsdichte innerhalb des Kaders sind die Ratinger äußerst schwer auszurechnen. Beim Hinspiel (2:6) konnten die NEV-Cracks zwar phasenweise gut mithalten, letztendlich fuhr der Lokalrivale aber dann doch sicher die Punkte ein. Auch am Freitag (20 Uhr) sind die Rollen klar verteilt. „Wir sind am Wochenende klarer Außenseiter, ein Punktgewinn wäre schon ein großer Erfolg“, stellt NEV-Coach Sebastian Geisler nüchtern fest. Wohlwissend, dass Neusser Mannschaften insbesondere in Ratingen in der Vergangenheit immer wieder für positive Überraschungen gut waren. Da erfahrungsgemäß viele Neusser Anhänger zum Derby reisen, empfiehlt sich die die vorherige Kartenbestellung über https://icealiens97.de/eintrittskarten/. Ein Teil der NEV-Fans hat sich bereits darauf verständigt, das Team aus dem Block D heraus zu unterstützen.

Anders als die Ratinger Ice Aliens legten die Neuwieder Bären keinen Frühstart in die Saison hin. Da man erst Anfang Oktober auf eigenem Eis trainieren konnte, musste ein etwas holpriger Beginn durchaus einkalkuliert werden. Dass die Rheinland-Pfälzer nun aber schon die Tabellenführung übernommen haben, spricht für die Qualität der Mannschaft, die nur eine anfängliche Niederlage in Ratingen einstecken musste - eine Partie, die aufgrund des Trainingsrückstands zu früh kam. Inzwischen zeigen sich die Bären auf gewohnten Niveau, was auch daran liegt, dass man den Kader traditionell mit zwei starken Kontingentspielern besetzt hat: Mit Nolan Redler wurde ein Europaerfahrener US-Amerikaner verpflichtet, auch sein nachverpflichteter Landsmann Matthew Thomson erwies sich bereits bei seinen ersten beiden Einsätzen mit sechs Toren als Glücksgriff. Kaum verwunderlich, dass unsere Gäste auf das schielen, was ihnen vor eineinhalb Jahren verwehrt blieb: Das Traumfinale um die Regionalliga-Meisterschaft gegen den übermächtig erscheinenden Lokalrivalen aus Diez-Limburg musste wegen des Beginns der Corona-Pandemie abgesagt werden. Nun nimmt das Team von Trainer Alexej Sulak einen neuen Anlauf in Richtung Meistertitel, über die Leistungsfähigkeit der Neuwieder konnte sich der NEV schon beim Hinspiel ein Bild machen: Ohne Kontingentspieler und einige weitere Leistungsträger angetreten, ließen die Bären dem jungen Neusser Team beim 8:1-Erfolg keine Chance. Am Sonntag (20 Uhr) kommt es nun zur Neuauflage im Neusser Südpark, und so einfach wie vor drei Wochen möchte es Sebastian Geisler dem Spitzenreiter nicht machen: „Wir möchten uns diesmal besser präsentieren, auch wenn wir wissen, dass die Bären mit einem noch einmal deutlich stärkeren Kader anreisen.“

Nach dem intensiven Duell gegen die Troisdorf Dynamite war zunächst einmal „Wunden lecken“ angesagt. Insbesondere Jaime Lindt, Maximilian Tillmann und Marius Hornig haben größere Blessuren davon getragen und mussten zumindest zu Wochenbeginn mit dem Training aussetzen. Gleiches galt für die erkrankten Matthias Hornig und Thorben Beeg. Da sich noch nicht absehen lässt, wer am Wochenende wieder einsatzbereit sein wird, wird die Planung für den Neusser Trainer nicht einfacher. Geisler hofft, dass auch der verletzte Leon Offer im Idealfall bis zum Freitag wieder fit wird. So oder so steht der NEV vor einem herausfordernden Wochenende, die Mannschaft freut sich aber darauf, sich mit den Top-Teams der Gruppe zu messen.

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