Neusser EV muss sich zweimal in der Fremde beweisenSpiele in Dinslaken und Ratingen

NeussNeuss
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Vor einem Jahr war die Not in Dinslaken groß. Zahlreiche Abgänge während der Sommerpause sorgten für akuten Handlungsbedarf, mit „heißer Nadel“ wurde ein Kader zusammengestellt, der letztendlich aber durchaus erfolgreich die Saison bewältigte. In diesem Sommer wollten die Dinslakener Verantwortlichen jedoch nichts dem Zufall überlassen und sorgten frühzeitig mit namhaften Neuzugängen für Aufsehen. Von der Soester EG angelte man sich den tschechischen Top-Stürmer Martin Beneš, der neben dem verbliebenen Jesse Parker die zweite Kontingentstelle besetzt. Mit Tommy Kuntu-Blankson wurde ein Stürmer vom Meister Herford verpflichtet, während Allrounder Dennis Appelhans von den Neuwieder Bären kam. Letztgenannter dürfte Neusser Fans noch wegen seiner NEV-Vergangenheit in Erinnerung geblieben sein, das Gleiche gilt für Torhüter Lucas Eckhardt, der vom Nachbarn aus Duisburg kam. Ganz frisch wechselten Sven Schiefner und Jerome Baum in die Traberstadt, beide trugen noch in der vergangenen Saison das Neusser Trikot. Da sich die Abgänge diesmal in Grenzen hielten, steht Milan Vanek, der letztes Jahr ein erfolgreiches Trainer-Debüt bei den Kobras gefeiert hatte, ein schlagkräftiger Kader zur Verfügung.

Dies zeigte sich auch bei den ersten beiden Meisterschaftsspielen. Im Duell mit Meister Herford gelang ein überraschender Punktgewinn (5:6 n.P.), während man bei den Neuwieder Bären hauchdünn mit 2:3 unterlag. Gegen Neuss sehen sich die Kobras selbst erstmals (und zu Recht) in der Favoritenrolle, chancenlos sollte das Team von Trainer Daniel Benske am Freitag um 20 Uhr jedoch nicht sein.

Zwei Tage später (18 Uhr) steht für die Quirinusstädter die kürzeste Reise der Saison an. Mit den Ratinger Ice Aliens wartet ein alter Bekannter aus zahlreichen Duellen auf den NEV-Tross. Ähnlich wie unser freitäglicher Gegner aus Dinslaken konnten die Außerirdischen zahlreiche Leistungsträger halten und den Kader sinnvoll verstärken. Stürmer Pascal Rüwald schloss sich nach fünf Jahren in Neuss aus beruflichen Gründen den Ratingern an, auch der talentierte Russe Dimitrii Metelkov (Düsseldorfer EG/DNL) kam aus der direkten Nachbarschaft. Etwas weiter hatten es Ben Busch, Ted Zeitler und Josef Schäfer, die aus der Nachwuchsschmiede des Iserlohner EC stammen und zuletzt für die Soester EG aufliefen. Auch die weiteren Neuzugänge Robin Dambacher (Dinslaken) und Marco Clemens (Duisburg/Oberliga) gehen nicht nur aufgrund ihres Alters als Talente durch, der Letztgenannte nimmt nach einer schweren Verletzung aus dem Vorjahr einen neuen Anlauf. Mit einem 5:4-Sieg beim Meister aus Herford sorgte das Team des in Neuss bestens bekannten Trainers Andrej Fuchs für das erste Ausrufezeichen der noch jungen Saison, es folgte ein 1:9 in Diez-Limburg, wo zuvor bereits der NEV Federn lassen musste. Anlässlich des Pokalspiels trafen die beiden sonntäglichen Kontrahenten schon vor drei Wochen aufeinander, die Ratinger siegten in einer engen Begegnung letztendlich verdient, aber um mindestens zwei Tore zu hoch mit 6:2. Bei der Neuauflage bieten die Gastgeber für Familien vergünstigte Eintrittskarten an, zwei Erwachsene und diese begleitende Kinder zahlen insgesamt nur zwölf Euro. Auch der NEV lädt anlässlich des nächsten Heimspiels gegen die Hammer Eisbären (18. Oktober) zum Family Day ein, Detailinfos folgen in der kommenden Woche.

„Wir haben uns in den letzten beiden Spielen gut präsentiert und möchten uns dafür nun selbst belohnen“, deutet NEV-Coach Daniel Benske an, dass man nur allzu gerne die ersten Punkte auf der Habenseite verbuchen würde. Erfreuliche Nachrichten gibt es aus dem Neusser Krankenlager zu vermelden: Thorben Beeg beginnt mit dem Aufbautraining, auch Holger Schrills wird voraussichtlich in der übernächsten Woche wieder zum Schläger greifen. Sven Rothemund, der zuletzt aus beruflichen Gründen gefehlt hatte, steht wieder zur Verfügung, während Paul Gebels Einsatz nach seiner Verletzung aus dem Heerenveen-Spiel unwahrscheinlich ist.

Jetzt die Hockeyweb-App laden!