Neusser EV: Generalprobe gegen DortmundEisadler blicken auf (fast) perfekte Saison zurück

Auf seinen Einsatz hofft NEV-Coach Sebastian Geisler: Neuzugang Jesse Healy musste in Dinslaken noch verletztungsbedingt passen. (Neusser EV)Auf seinen Einsatz hofft NEV-Coach Sebastian Geisler: Neuzugang Jesse Healy musste in Dinslaken noch verletztungsbedingt passen. (Neusser EV)
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Acht Testspiele absolvierte das neu formierte Team von Trainer Sebastian Geisler in den vergangenen Wochen, um sich auf die kommende Regionalliga-Saison vorzubereiten. Insgesamt zwölf Neuzugänge gilt es zu integrieren, und auch wenn viele davon in der Vergangenheit schon einmal das Neusser Trikot trugen, bedeutet das eine Menge Arbeit. Passende Reihen müssen zusammengestellt werden, darüber hinaus gilt es auch das Spielsystem des neuen Trainers zu verinnerlichen. Am kommenden Freitag (20 Uhr) findet im Südpark das letzte der Vorbereitungsspiele statt.

Eisadler blicken auf (fast) perfekte Saison zurück

Mit den Gästen aus Dortmund gastiert der aktuelle Landesliga-Meister in Neuss. Das Team von Trainer Waldemar Banaszak beendete die letztjährige Hauptrunde ohne Niederlage und kämpfte auch in der folgenden Aufstiegsrunde mit dem NEV um Platz eins, ehe diese aufgrund der Entwicklungen in Sachen COVID-19 abgebrochen wurde. Dennoch taten sich die Westfalen mit ihrer Entscheidung zugunsten der Regionalliga lange Zeit schwer, da zahlreiche Spieler aufgrund beruflicher Verpflichtungen nicht immer zur Verfügung stehen. Folgerichtig wurde der qualitativ gut besetzte Kader für die kommende Saison vergrößert, doch auch die Neuverpflichtungen sind weit mehr als nur Ergänzungen. Mit Josef Schäfer, Ben Busch und Ted Zeitler konnte ein junges Trio aus Ratingen verpflichtet werden, das zuvor die Nachwuchsschmiede des DEL-Nachbarn Iserlohn Roosters durchlaufen hatte. Dazu wechselten mit Thomas Ehlert, Robin Loecke und André Kuchnia drei Routiniers aus Hamm nach Dortmund, die ebenfalls jedem Regionalligisten gut zu Gesicht stünden. Da sämtliche Leistungsträger des letztjährigen Kaders gehalten werden konnten, dürfen unsere Gäste durchaus optimistisch in die Saison starten.

Viele Fragezeichen vor dem Wochenend

„Es ist gut, dass wir bei unserer Generalprobe auf einen starken Gegner treffen“, freut sich NEV-Coach Sebastian Geisler auf die anspruchsvolle Aufgabe. Vor drei Wochen standen sich beide Teams bereits in Dortmund gegenüber, da siegten die Bierstädter noch mit 6:4. Dennoch war der Neusser Trainer anschließend nicht unzufrieden, hielt seine stark ersatzgeschwächte Mannschaft das Spiel doch bis in die Schlussphase offen. Wie viele Spieler Geisler beim „Rückspiel“ einsetzen kann, wird sich kurzfristig klären. Fehlten in Dinslaken noch sieben Akteure, so konnten Jesse Healy und Berk Karota am Dienstag zumindest wieder mit der Mannschaft trainieren. Ebenfalls noch fraglich sind die angeschlagenen Jason Popek, Mika Horrix und Holger Schrills, während Thorben Beegs Einsatz unwahrscheinlich ist. „Wenn wir so auftreten, wie beim Heimspiel gegen Dinslaken, haben wir auch gegen Dortmund eine Chance“, bleibt Geisler unabhängig von den offenen Personalfragen optimistisch.

Infos zu Ticketing

Weiterhin können ausreichend Karten an der Abendkasse erworben werden, die Registrierung läuft wie gehabt mittels der Handy-App „e-guest“ oder Eintragung in ausliegende Listen.

Schlechte Nachrichten aus Bergisch Gladbach

Mit Bedauern nahm man in Neuss die Entscheidung der RealStars aus Bergisch Gladbach zur Kenntnis, deren Mannschaft eine Woche vor dem Start in die Meisterschaft vom Spielbetrieb zurückzuziehen. „Das ist für die gesamte Liga eine traurige Nachricht“ kommentiert Geisler die überraschende Entwicklung, die auch dafür sorgt, dass sich der Neusser Start in die Meisterschaft verzögert. Ursprünglich sollten die NEV-Cracks am 30.10. in Bergisch Gladbach antreten, nun beginnt die Punkterunde erst am 6.11. mit einem Heimspiel gegen die Dinslakener Kobras. „Das bringt uns aus dem ursprünglich geplanten Rhythmus“, sieht Geisler die zweiwöchige Spielpause kritisch, auch wenn ihm so eine weitere Woche bleibt, sein Team auf die zukünftigen Aufgaben vorzubereiten.


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