Neusser EV erwartet spannende DuelleLetztes Heimspiel im Inter-Regio-Cup

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Mit nur 30 Kilometern Distanz steht den Neussern am Freitag die kürzeste Anreise zu einem Auswärtsspiel bevor. Die Ratinger Ice Aliens sind ab 20 Uhr Gastgeber im dritten Derby der Saison, dem nur eine Woche später das vierte folgen wird – dann freilich im Südpark. Die beiden bisherigen Aufeinandertreffen verliefen nur teilweise nach dem Geschmack der Quirinusstädter. Einem verdienten, aber zu hoch ausgefallenen Ratinger 6:2-Sieg im NRW-Pokal folgte in der Meisterschaft eine Punkteteilung. Dabei gaben die NEV-Cracks in der Schlussphase einen möglichen Sieg aus der Hand und mussten sich letztendlich mit einem Zähler zufrieden geben (5:6 n.V.). Aktuell stehen die Ice Aliens mit zehn Punkten auf Platz sechs der Tabelle, haben allerdings auch zwei Spiele weniger absolviert als der Fünfte aus Dinslaken, der – einen Ratinger Sieg am Freitag vorausgesetzt – durchaus in Schlagdistanz wäre. Eben diese Dinslakener konnte man zuletzt im NRW-Pokal mit 5:1 besiegen, so dass die Mannschaft von Trainer Andrej Fuchs im Finale gegen die Hammer Eisbären um den Titel kämpfen wird.

Sehr groß war die Vorfreude auf den neu geschaffenen Inter-Regio-Cup in Neuss. Mit zwei Siegen aus drei Spielen fällt auch die sportliche Bilanz äußerst erfreulich aus. Am kommenden Sonntag (20 Uhr) steht nun bereits das letzte Heimspiel in diesem Wettbewerb an, bei dem – wie in den beiden Spielen zuvor – ein belgisches Team im Südpark gastiert, die Bulldogs de Liège. Der größte Erfolg gelang unseren Gästen 2014 mit dem Gewinn der belgischen Meisterschaft, was zuvor 40 Jahre lang keinem Team aus der Wallonie mehr gelungen war. Aktuell belegt das Team von Trainer Paul Vincent in der BeNe League, der gemeinsamen höchsten Spielklasse Belgiens und der Niederlande, den fünften von elf Plätzen. Im Inter-Regio-Cup wartet man jedoch noch auf ein Erfolgserlebnis, bei den bisherigen drei Spielen konnte man noch nicht punkten. Davon sollte man sich auf Neusser Seite nicht blenden lassen, denn neben drei kanadischen und zwei niederländischen Kontingentspielern stehen im Kader der Bulldogs gleich sieben aktuelle belgische Nationalspieler. Dementsprechend groß ist das Interesse in Lüttich am Eishockey, die Heimspiele im Inter-Regio-Cup besuchten zwischen 500 und 800 Zuschauer.

Zwei Spiele, zwei Siege – die eigens für den europäischen Wettbewerb angefertigten Trikots entfalteten bisher eine wundersame Wirkung. Beim Versuch, die „weiße Weste“ zu bewahren, kann Torhüter Ken Passmann nach auskurierter Verletzung wieder mitwirken, gleiches gilt für den wieder genesenen Stürmer Torben Beeg. Fragezeichen stehen hingegen noch hinter zwei weiteren Offensivkräften, dem erkrankten Mika Horrix und dem angeschlagenen David Bineschpayouh. „Wir werden wieder mit drei Reihen antreten können und dann schauen, was machbar ist“, blickt Trainer Daniel Benske auf die kommende Aufgabe. „ Der Spielverlauf in Dinslaken war bitter, mit der  Leistung war ich aber unter dem Strich zufrieden, auch damit, dass die Mannschaft nach vier Gegentoren in Folge Moral bewiesen hat und selbst viermal hintereinander traf. Wir lassen uns von der Niederlage nicht aus dem Konzept bringen.“ Geht es nach dem Neusser Trainer, dann wird sich seine Mannschaft am kommenden Wochenende wieder selbst belohnen.

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