Neusser EV bestreitet zwei HeimspieleZweimal anfeuern, einmal zahlen

NEV-Torhüter Markus Endres hatte großen Anteil am 2:1-Hinspielsieg in Troisdorf. (Foto: Neusser EV)NEV-Torhüter Markus Endres hatte großen Anteil am 2:1-Hinspielsieg in Troisdorf. (Foto: Neusser EV)
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Mit dem EC Bergisch Land begrüßt der NEV am Freitag (20 Uhr) einen alten Bekannten in der Neusser Eissporthalle. Seit Jahrzehnten duellieren sich Teams aus Neuss und Solingen, quer durch alle Ligen. Langjährige Fans können von zahlreichen denkwürdigen „Schlachten“ berichten, die Aufeinandertreffen waren häufig Höhepunkte der jeweiligen Saison. Umso erfreulicher ist es, dass es in diesem Jahr zu einer Wiederauflage des Derbys kommt. Die Raptors verfügen über einige erfahrene Leistungsträger wie Henrik Isselhorst, Tim Neuber sowie die Wintgen-Brüder Steffen und Marvin. Dazu wurden dem Verein über die Integrationshilfe der Stadt mit Torhüter Arnold Gerzen und Stürmer Waldemar Ginder zwei junge kasachisch-stämmige Spieler vermittelt, die ebenfalls auf Anhieb überzeugen konnten. Das erste Duell zwischen beiden Teams entschied der NEV mit 5:3 für sich, für die Solinger geht es aktuell jedoch um mehr als um Meisterschaftspunkte: Bei der Lebenshilfe als Hallen-Eigentümerin gibt es Überlegungen, die mehr als 40 Jahre alte Eissporthalle zugunsten einer modernen Behindertenwerkstatt abzureißen. Für den Kampf um den Erhalt ihrer  Spielstätte bekommen die Raptors bundesweite Unterstützung, auch der NEV drückt den Solinger Eissportlern feste die Daumen.

Wie bereits vor einer Woche berichtet, verzichtet der NEV beim Derby auf die Eintrittspreise, als kleines Dankeschön für die Treue während der Pandemie-Zeit. Alte und mögliche neue Eishockeyfans sind wie immer willkommen. Wie bei allen Heimspielen gilt die 3G-Regel, gegen Vorlage entsprechender Nachweise, sowie Maskenpflicht auf allen Plätzen.

Zwei Tage nach dem Derby steht bereits das nächste Heimspiel auf dem Programm; am Sonntag (20 Uhr) gastiert der EHC Troisdorf im Südpark. Die „Dynamite“ erwiesen sich schon beim Punktspielauftakt als sehr unangenehmer Gegner, nach hartem Kampf sicherte sich der NEV beim 2:1-Sieg die volle Punktzahl. Auch insgesamt präsentieren sich die Troisdorfer als hartnäckiger Kontrahent, nur bei der 1:9-Niederlage gegen Ratingen unterlag man mit mehr als zwei Toren Unterschied. Dies gibt mehr Aufschluss über die Leistungsfähigkeit unserer Gäste als die Tatsache, dass diese – ebenso wie der EC Bergisch Land – von den ersten fünf Spielen bislang „nur“ eine Partie für sich entscheiden konnten. Die kampfstarke Mannschaft wird angeführt von den Routiniers Mario Wonde, Lucas Hubert und Neuzugang Kai Arkuszewski.

Auch beim sonntäglichen Gegner ist die Eissporthalle übrigens ein Thema, anders als in Solingen geht es dem Verein jedoch um eine mögliche Erweiterung, insbesondere durch eine zweite Eisfläche.

Die erste Hälfte der NRW-Qualifikationsrunde ist absolviert, nach drei Siegen aus fünf Spielen liegt der NEV auf dem begehrten Rang drei, der zur Teilnahme an der Regionalliga-Hauptrunde berechtigen würde. „Wir liegen mit neun Punkten genau im Plan“, blickt Trainer Sebastian Geisler auf das bisherige Abschneiden zurück und gibt auch gleich die Richtung vor: „Für das kommende Wochenende haben wir uns erneut zwei Siege zum Ziel gesetzt.“ Verzichten muss Geisler voraussichtlich auf Leon Offer, der bei einem Verkehrsunfall leicht verletzt wurde. Auch der Einsatz von Dominick Thum und den ebenfalls erkrankten Hornig-Brüdern Matthias und Marius ist noch offen.

Jetzt die Hockeyweb-App laden!