Neusser EV bekommt es mit den Hammer Eisbären zu tunNur ein Spiel, das es aber in sich hat

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Wo Hamm ist, ist oben. Dieses simple Motto galt in den vergangenen Jahren in der Regionalliga West, in der die Eisbären stets mit dem westfälischen Konkurrenten aus Herford um den Spitzenplatz bzw. Meistertitel kämpften. Auch in dieser Saison zählt das Team von Trainer Ralf Hoja zu den Favoriten, auch wenn die Liga in der Spitze noch einmal stärker und breiter geworden ist. Das merkten auch die Eisbären, die mit drei Niederlagen in die Meisterschaft starteten, inzwischen aber wieder zu gewohnter Stärke zurückgefunden haben. Wer den aktuellen Spitzenreiter in dessen eigener Halle mit 8:2 schlägt, und dabei nach dem ersten Drittel schon mit 7:0 führt, muss nicht mehr viel beweisen. Auch der NEV, der trotz seines siebten Tabellenplatzes auf Augenhöhe mit der sonstigen Konkurrenz mithalten kann, tat sich gegen den aktuellen Tabellendritten bisher schwer. Mit 5:10 bzw. 1:7 gingen die beiden letzten Vergleiche glatt verloren, in beiden Duellen zeigte der Gegner seine gewohnte Klasse. Der Stamm des Teams blieb in den letzten Jahren zusammen, darüber hinaus verfügt man stets über mindestens drei Reihen, die fast gleich stark besetzt sind. Momentan plagen die Eisbären jedoch Verletzungssorgen, denn Stürmer Ibrahim Weißleder fehlt ebenso aufgrund einer Verletzung, wie Verteidiger Michal Špaček. Da Letztgenannter mit einem Mittelhandbruch noch länger ausfällt, halten die Verantwortlichen die Augen nach einem möglichen Ersatz offen. Immerhin ist mit Kevin Orendorz ein Top-Stürmer der Liga nach zwischenzeitlichem Bänderanriss wieder an Bord.

Wenn am Sonntag um 18.30 Uhr der Puck zum Eröffnungsbully eingeworfen wird, steht dem NEV eine schwere Aufgabe bevor. Aufgrund von Verletzungen, Krankheiten und beruflichen Verpflichtungen war die Trainingsbeteiligung unter der Woche geringer als zuletzt. „Wir werden wahrscheinlich mit einem kleineren Kader die Reise nach Hamm antreten“, befürchtet Trainer Daniel Benske, dass ein größerer Teil der Spieler nicht rechtzeitig fit wird. Dazu zählt auch Holger Schrills, der in den vergangenen Wochen für sein Comeback schuftete, nun aber passen muss. Sport und Beruf lassen sich nur schwer vereinbaren, und so wird der langjährige Kapitän und Torjäger in dieser Saison voraussichtlich nicht mehr auf das Eis zurückkehren.

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