Nach Niederlage gegen Krefeld kommt es zum Finale gegen KönigsbornEHC Troisdorf

Nach Niederlage gegen Krefeld kommt es zum Finale gegen KönigsbornNach Niederlage gegen Krefeld kommt es zum Finale gegen Königsborn
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Dadurch haben die Dynamites die Chance verspielt, den Aufstieg aus eigener Kraft zu schaffen und müssen nun auf Ausrutscher der Konkurrenz hoffen. Die Ausgangslage in der NRW-Liga sieht wie folgt aus: Dortmund und Bergisch Land ziehen uneinholbar ihre Kreise an der Spitze und machen den Titel unter sich aus. Dahinter steht die Mannschaft von Gordon Lang trotz zuletzt zwei Niederlagen mit 27 Punkten und noch zwei ausstehenden Spielen (Königsborn und Herne) zunächst weiterhin auf Platz 3, der zum Aufstieg in die Regionalliga berechtigt. Krefeld rückte dank des Sieges in Troisdorf auf Platz 4 vor und kommt auf 25 Punkte, hat allerdings ein Spiel mehr als der EHC Troisdorf. Herford auf Tabellenplatz 5 spielt keine Rolle beim Kampf um den Aufstieg, da der HEV nicht aufsteigen darf. Der gefährlichste Gegner aus Troisdorfer Sicht lauert auf Platz 6: Zwar haben die Königsborner (21 Punkte) aktuell noch 6 Punkte Rückstand auf den EHC, dafür aber haben die Bulldogs derzeit nur 13 Spiele absolviert und könnten den EHC Troisdorf somit rein rechnerisch noch einholen. Somit hat das nächste Spiel für die Dynamites echten Endspiel-Charakter: Am kommenden Samstag geht es ausgerechnet nach Unna, wo der Gegner Königsborner JEC 1b heißt

Dass es für die Truppe von Gordon Lang nun zu disem Schicksalsspiel kommt, hat sich der EHC selbst zuzuschreiben. Schließlich hatte man es gegen den EHC Krefeld selbst in der Hand, sich in eine bessere Ausgangslage zu bringen. „Wenn du nur ein starkes Drittel spielst, kannst du ein solches Spiel nicht gewinnen“, haderte Coach Lang im Anschluss an die Partie mit seinen Jungs, die die ersten 40 Minuten im wahrsten Sinne des Wortes verpennt hatten. Nach drei Minuten bereits war Krefeld in Führung gegangen. Die erste Chance auf den Ausgleich vergab Troisdorf zunächst in Form eines verschossenen Penaltys. Schließlich erzielte Tobias Müller in der 17. Spielminute den Ausgleich, auf den die Gäste vom Niederrhein aber schon eine Minute später mit der erneuten Führung zum 2:1 antworteten. Der zweite Spielabschnitt begann zunächst vielversprechend für die Gastgeber, die rund drei Minuten nach Wiederanpfiff den 2:2-Ausgleich durch Tim Piontek bejubeln durften. Der Jubel währte allerdings nicht lange und schon im Gegenzug ging Krefeld erneut in Führung. Schließlich bauten die Gäste diese noch vor der zweiten Pause auf 4:2 aus.

Im letzten Drittel schienen die Troisdorfer Puckjäger nun endlich verstanden zu haben, was auf dem Spiel stand und gingen fortan engagierter zu Werke. Daraus resultierend verkürzte zunächst Dominik Klein in der 44. Spielminute auf 3:4 aus Sicht der Gastgeber. Rund vier Minuten später besorgte Mario Wonde mit seinem Treffer den 4:4-Ausgleich und es schien, als könne Troisdorf die Partie noch drehen. Allerdings war Fortuna an diesem Abend nicht gerade auf der Seite der Dynamites, die unter anderem gleich viermal an Pfosten oder Latte scheiterten. Gut 8 Minuten vor dem Ende kassierte dann Sven Walterscheid eine unnötige Strafe und musste in die Kühlbox. Die numerische Überlegenheit nutzten die Gäste eiskalt aus und erzielten zum Entsetzen der Troisdorfer Fans die 5:4-Führung. Der EHC warf nun alles nach vorne und Gordon Lang nahm rund 2 Minuten vor dem Ende den Torhüter zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis. Allerdings sollten die Offensivbemühungen nicht belohnt werden und Krefeld erzielte mit einem „Empty Net Goal“ 7 Sekunden vor Schluss das entscheidende 6:4.

„Im letzten Drittel hätten wir das Spiel fast gedreht und hatten am Ende sehr viel Pech“, ärgerte sich Gordon Lang über die vergebenen Chancen. Allerdings sah der Coach die Niederlage sehr selbstkritisch: „Wir haben das Spiel aber nicht im letzten Drittel verloren, sondern aufgrund unserer schwachen Leistung in den ersten beiden Dritteln.“ Viel Zeit zum analysieren bleibt ihm nicht, denn schon am Samstag um 18.30 Uhr kommt es nun zum großen Showdown in Königsborn: „Aufgrund der Tabellen-Konstellation ist das für uns ein echtes Endspiel. Es zählt nur ein Sieg“, nimmt Lang sein Team in die Pflicht. Der Druck liegt also ganz klar auf Seiten des EHC Troisdorf. Aber wie heißt es so schön: Unter Druck entstehen Diamanten.

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