Mühsam, aber erfolgreichEHC Neuwied

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Trotz der Ausfälle von Andre Bruch, Rene Sting, Stefan Kaltenborn (allesamt verletzt) und Alexander Rodens (krank) lösten die Deichstädter am Ende auch die Aufgabe in der Kölnarena 2 souverän. Rund 150 mitgereiste Bärenfans sorgten auch in Köln für eine Heimspiel-Atmosphäre.

„Diese Entscheidung ärgert mich maßlos“, war EHC-Trainer Arno Lörsch dennoch nicht vollends glücklich mit dem, was da auf Kölner Eis passierte. Beim Spielstand von 4:1 für den EHC und noch 1:49 Minuten zu spielen fuhr Bärenverteidiger Andreas Wichterich einen sauberen (und nicht mit einer Strafe belegten) Check gegen den Kölner Fabian Mels. Der ist es durch seine regelmäßige Teilnahme am „Red Bull Crashed Ice“ möglicherweise gewohnt mehr im Rampenlicht zu stehen als ihm das sportlich in dieser Partie gelang. „Er hat Wichterich quasi überfallen und wie ein Wahnsinniger auf ihn eingeprügelt“, beschreibt Lörsch die Situation nach dem Check. Der EHC-Verteidiger wehrte sich am Boden liegend kaum, zog nicht einmal seine Handschuhe aus, wurde aber dennoch, wie Mels, mit einer Spieldauerstrafe belegt und fehlt Neuwied damit im Heimspiel gegen Frankfurt. „Die Schiedsrichter haben sehr gut gepfiffen, in dieser Situation aber hätte ich mir mehr Fingerspitzengefühl gewünscht.“

Die sportlichen Akzente setzte an diesem Abend ohnehin fast ausschließlich der EHC. „Auch wenn wir uns super schwer getan haben“, sagte Lörsch. „Das waren von Anfang an zu viele Fehler. Unsere Passqualität war auch schlecht. Am Ende sollten wir es einfach abhaken und festhalten, dass der Samstag scheinbar nicht unser bester Auswärts-Spieltag ist.“ Schwach gespielt, dennoch klar überlegen: Patrick Morys hielt dies mit seinem Treffer zum 1:0 (15.) nach dem ersten Drittel auch auf der Anzeigentafel fest.

Die Torausbeute blieb auch im zweiten Abschnitt mager: Neuwied erspielte sich zahlreiche Chancen, aber lediglich ein Treffer von Brian Gibbons nach starker Vorarbeit von Andrew Love (26.) stand zu Buche. Auf der Gegenseite gelang Dunkel gar der Anschlusstreffer (29.). Erst im Schlussdrittel gestaltete sich auch das Ergebnis – angepasst an die Leistung auf dem Eis – deutlicher. Andrew Love (45.) und Jens Hergt (58.), der sein erstes Saisontor erzielte, trafen zum 4:1-Endstand. Beim vierten Treffer der Bären hatte Neuzugang Fabian Neumann, der 94er-Jahrgang und Bruder von EHC-Verteidiger Christian Neumann gehört ab sofort zum Kader, die Vorarbeit geleistet und sich damit für seinen starken Einsatz im dritten Drittel selbst belohnt.

„Köln konnte im Spielverlauf nie wirklich zulegen“, sagte Lörsch. „Wir haben uns gut auf das Spiel der Haie eingestellt und haben dann zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht.“

Die Bären starten auch in diesem Jahr wieder eine Weihnachtsaktion: Ab sofort können die Fans noch bis zum 1. Dezember am Fanstand Süßigkeiten oder Geld spenden für bedürftige Menschen. „Die Süßigkeiten spenden wir an die Tafel“, sagt Michaela Laux, Fanbeauftragte der Bären. „Mit den Geldspenden unterstützen wir den Charity-Baum des Modehauses Adler. An diesem Baum hängen viele kleine Wünsche, die mit Hilfe von Spenden in Erfüllung gehen können.“

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