„Müde Krieger“ und drei NeuzugängeErste Niederlage für Ratingen

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Im letzten Heimspiel der Hauptrunde der 1. Liga West unterlagen die Ratinger Ice Aliens dem Neusser EV mit 3:4 (0:2, 2:0, 1:1, 0:1) nach Penaltyschießen.

Es war eine der „üblichen Partien“ gegen die Linksrheinischen, denn die Ratinger taten sich gegen die Gäste wieder einmal unnötig schwer. Nach einem 0:2-Rückstand im ersten Drittel, resultierend aus zwei individuellen Fehlern der Außerirdischen, raffte sich das durch Virusinfektionen gebeutelte und müde wirkende Team von Coach Alexander Jacobs doch noch mit schweren Beinen auf und führte bis 57 Sekunden vor Ende des letzten Drittels knapp mit einem Tor Vorsprung.

Die Neusser bewiesen jedoch Moral und erzielten, nachdem sie ihren Keeper Ken Passmann zu Gunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis nahmen, noch den Ausgleichstreffer zum 3:3 und konnten nach insgesamt zehn Penaltys am Ende zwei Punkte aus Ratingen entführen.

Neben dem nach wie vor verletzten Dustin Schumacher fehlten dem Aliens-Team an diesem Abend die Verteidiger Jan Philipp Priebsch, Lucas Becker (beide Spielsperre) sowie die Stürmer Joel Stegelmann, Jacques Becker und Kevin Wilson. Dafür durfte Stadionsprecher Achim Pohlmann jedoch, während die Mannschaft auflief, drei Neuzugänge bei den Ratinger Ice Aliens ankündigen. Mit dem Krefelder DNL-Spieler Philipp Hoth sowie Oberliga-Verteidiger Dominik Scharfenort aus Herne erhielt die Ratinger Defensive wertvolle Verstärkung. Die Sturmreihen wurden mit dem 23-jährigen Stepan Kuchynka aus der dritten tschechischen Liga weiter ausgebaut. Alexander Jacobs war mit seinen neuen Spielern zufrieden, auch wenn die Mannschaftsleistung der Ice Aliens insgesamt kaum in die Nähe der sonstigen „Normalverfassung“ kam. Bei einem nach 15 Siegen in Folge eher „blassen Auftritt“ stachen beim Stammpersonal an diesem Abend lediglich Schlussmann Christoph Oster sowie Doppeltorschütze Pascal Behlau deutlich heraus. Letztendlich verändert sich durch diesen Punktverlust an der Tabellensituation in der 1. Liga West nichts, denn die Ratinger Ice Aliens stehen nach wie vor mit einem Abstand von zehn Punkten zu den auf dem zweiten Rang liegenden Dortmunder Eisadlern an der Tabellenspitze.

Entsprechend lautete auch der lakonische Kommentar des Ratinger Trainers, nachdem er seinem Kollegen Andrej Fuchs zu einem verdienten Sieg gratuliert hatte: „Lieber jetzt eine Niederlage, als später in der Endrunde. Heute haben wir gesehen, dass gegen kein Team der Liga weniger als 100 Prozent Leistung ausreichen, das dürfte jetzt auch jedem meiner Spieler klar sein.“