Mit 23 Jahren ein alter HaseRichard Steffen bleibt bei den Ratinger Ice Aliens

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Der in Würzburg geborene Schlussmann, der zurzeit in Wuppertal sein Masterstudium in Marketing und Management vorantreibt, hatte in der letzten Saison die Position des Backups für seine beiden sehr erfahrenen Torwartkollegen Dennis Kohl sowie Christoph Oster inne. Insofern war die Anzahl der Meisterschaftsspiele für den jungen Goalie mehr als überschaubar, obwohl er ein zuverlässiger Schlussmann mit guten Reflexen ist, der im Fall der Fälle mit ruhiger Gelassenheit die heranrauschenden Pucks wegfängt.

Nichtsdestotrotz war und ist der Keeper ein wichtiger Teil des außerirdischen Kaders sowie eine aufmunternde und antreibende „Kraft“ innerhalb seiner Mannschaft. Nach einer Schwächeperiode der Ice Aliens gegen Ende der Meisterschaftsrunde sowie dem Fußbruch von Keeper Christoph Oster wurde Richard Steffen regelmäßig auf die Spielerbank beordert, wo er und seine Aliens-Pudelmütze zusätzlich zum Glücksbringer seines Teams wurden.

Zunächst nur aufgrund der lausigen Kälte im „Kühlschrank Lauterbach“ von einer jungen Dame, die ab und an die Bankbetreuung übernimmt und ansonsten für den Facebook-Auftritt der Ratinger Ice Aliens verantwortlich zeichnet, ausgeliehen, fand die besagte Pudelmütze bis zum Saisonende nicht mehr den Weg zu ihrer Eigentümerin zurück.

Eishockeyspieler sind eindeutig abergläubisch bzw. haben manchmal einen kleinen Spleen – aber, mit dem Zeitpunkt als Träger und Mütze hinter der Bande standen, marschierte das Ratinger Team tatsächlich wieder stramm und unbeirrt auf das Finale der 1. Liga West zu. Wer darauf geachtet hat, konnte „die Mütze“ auch in Hamm, im letzten Play-off-Spiel um den Meistertitel, sehen – das Ergebnis dürfte allseits bekannt sein.

Trainer und Vereinsverantwortliche sind jedenfalls sehr froh, dass sich der Goalie erneut für eine Spielzeit in seiner Heimatstadt Ratingen entschieden hat. Coach Alexander Jacobs schätzt seinen dritten Schlussmann, mit dem er immer eine zuverlässige und sichere Alternative für den Platz zwischen den Pfosten hat Abgesehen davon belebt Konkurrenz das Geschäft, denn zweifelsohne darf man davon ausgehen, dass der junge, ehrgeizige Backup durchaus noch die erste Torhüterposition im Visier hat. Steht Richard Steffen auf dem Eis, scheint es für ihn nichts Schlimmeres zu geben, als eine schwarze Scheibe, die ihren Weg über die rote Torlinie findet – dann sieht man es förmlich unter seiner Torwartmaske kochen.


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