„Minimalprinzip“, aber drei Punkte mitgenommenRatingen gewinnt in Neuss

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Diese Erwartung wurde auch nicht enttäuscht, denn die Hausherren legten sich von der ersten Spielminute an mächtig ins Zeug. Erst nach vier Minuten tauchte erstmals ein Alien in Form von Pascal Behlau gefährlich vor dem Kasten von NEV-Schlussmann Ken Passmann auf, danach übernahmen die Neusser aber wieder das Zepter. Lediglich in der achten Minute trug Maurice Musga noch einen schnellen Konter ins Angriffsdrittel, was eine gute Torchance für Ratingen eröffnete, ansonsten beherrschte Neuss das Geschehen, ohne jedoch Ratingens Goalie Christoph Oster bezwingen zu können. In der zehnten Spielminute ereilte das Heimteam eine kleine „Kühlbox-Pause“ und die Strafe folgte auf dem Fuße - durch einen „bahnbrechenden“ Schlagschuss Dustin Schumachers, der nach einer gelungenen Passfolge mit der „großen Kelle“ von der blauen Linie ausholte und zum 1:0 für die Gäste vom Sandbach in die Maschen traf. Neuss setzte anschließend sofort nach und verstärkte seine Angriffe, um diesen Treffer, welcher den Spielverlauf konterkarierte, wieder auszugleichen. Auf der Spieluhr stand die 14. Spielminute, als Stürmer Štěpán Kuchynka mangels einer Anspielstation aus der neutralen Zone vor das Neusser Tor spurtete und den Puck über der Fanghand des Neusser Torwarts zum 2:0 für die Aliens unterbrachte. Offiziell wurde dieser Treffer vom Schiedsrichter allerdings Dustin Schumacher zugesprochen – Ratingens „kleiner“, flinker Tscheche hatte auch in der letzten Saison schon das Pech, dass er eine leicht zu verwechselnde Rückennummer trug, was sich mit der Nummer 72 offenbar nicht geändert hat. 36 Sekunden später folgte durch einen sauber herausgespielten Konter sogleich der dritte Streich, den wiederum Dustin Schumacher freistehend im „sperrangelweit offen“ Tor des Gegners zum 3:0 versenkte. 

Den Rest der Begegnung kann man getrost unter K(r)ampfspiel verbuchen. Ratingen tat nicht mehr als nötig, Neuss war bemüht, die Distanz zu verkürzen, hatte aber gegen eine meist souveräne Aiensverteidigung „irgendwie“ nicht das nötige Scheibenglück. Die Neusser Angriffe scheiterten insbesondere häufig an „Putzteufel“ Christoph Oster, der alles, was auf sein Tor zukam, sicher „wegwischte“. Unschöner Höhepunkt des zweiten Drittels war eine durch ein unnötig-unglückliches Foul an Ratingens Angreifer Milan Vanek verursachte Knieverletzung, die für den Top-Scorer eine längere Zwangspause bedeuten könnte.

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