Minikader der Dinslakener Kobras unterliegt Leuven mit 2:4Halbfinale im NRW-Pokal steht an

(Foto: Dinslakener Kobras) (Picasa)(Foto: Dinslakener Kobras) (Picasa)
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Nicht nur, dass der Kader aufgrund der langen Verletztenliste schon von vornherein sehr klein gewesen wäre, im Vorfeld dieses Spieles wusste man ja, dass auch der gesperrte Leon Taraschewski und der beruflich verhinderte Benni Hüsken nicht auflaufen würden. Und es kam noch schlimer: Kurz vor Abfahrt nach Belgien musste sich Topscorer Martin Beneš krankheitsbedingt für die Partie abmelden. Damit bestand das Team der Kobras nur noch aus elf Feldspielern plus zwei Torhütern und im Mannschaftsbus traten deutlich mehr Fans als Spieler die Reise nach Leuven an.

Doch die verbliebenen Dinslakener Akteure ließen nicht die Köpfe hängen und verkauften sich gegen die mit voller Kapelle angetretenen Chiefs (20 Feldspieler plus zwei Torhüter) lange Zeit hervorragend. Am Ende fehlte die Kraft, um dafür sorgen zu können, dass dabei mehr herausgesprungen wäre.

Die Chiefs starteten in die Partie wie die Feuerwehr und setzten das von Lucas Eckardt ausgezeichnet gehütete Gehäuse zunächst mächtig unter Druck. Doch die Gäste waren zunächst defensiv sehr gut aufgestellt und ließen nur wenige zwingende Chancen zu. Sollte der Puck dennoch den Weg durch die Verteidigungsreihe der Giftschlangen gefunden haben, sorgte immer wieder Lucas Eckardt mit gutem Stellungsspiel dafür, dass es die schwarze Hartgummischeibe nicht den Weg über die Torlinie fand.

Es kam im weiteren Verlauf des Eröffnungsdrittels noch besser für Petr Macaj & Co. Als ein Kobras-Akteur die Strafbank drückte, erkämpfte sich Tommy Kuntu-Blankson im Verteidigungsdrittel die Scheibe und schickte mit einem präzisen Pass Jesse Parker auf die Reise. Der schnelle Kanadier ließ sich nicht zweimal bitten, narrte den Goalie der Hausherren und schob die Scheibe in der neunten Spielminute zur 1:0-Führung für die Kobras ein.

Die Hausherren zeigten sich davon schwer beeindruckt und mit zunehmender Dauer des ersten Drittels bekamen die Giftschlangen Oberwasser. Jetzt waren sie nicht mehr nur auf Konter angewiesen, um sich Torchancen zu erarbeiten, auch konnte man sich nun mit spielerischen Mitteln häufig in des Gegners Drittel festsetzen und immer wieder gute Einschussmöglichkeiten kreieren. Eine dieser Möglichkeiten führte dann auch zum 2:0 für die Niederrheiner. Erneut war es Jesse Parker, der per Drehschuss Leuvens Goalie überwinden konnte. Beim Stand von 0:2 ertönte die Sirene zum ersten Mal.

In der Drittelpause hat der Coach der Chiefs wohl die richtigen Worte gefunden, denn nach der Rückkehr auf das Eis übernahmen wieder die Hausherren das Kommando. Bis zur Hälfte der Partie schafften es die Dinslakener aber nicht nur, dagegen zu halten, sondern erarbeiteten sich selbst zwei, drei sehr gute Tormöglichkeiten und wer weiß, wie das Spiel verlaufen wäre, wenn daraus das 3:0 entstanden wäre. Aber eine vielbeinige Chiefs-Abwehr und etwas fehlendes Scheibenglück verhinderten eben dieses Ereignis. Und als Leuven – Akteur Rino Dhondt den 1:2-Anschlusstreffer in der 33. Spielminute erzielte, verschaffte er damit seiner Mannschaft weiteren Rückenwind. Diese wurden im Anschluss noch dominanter, sodass der 2:2-Ausgleich vier Minuten später durch William Kangasniemi nur die logische Folge war. Beim Spielstand von 2:2 ging es zum zweiten Mal in die Kabine.

Das Schlussdrittel ist schnell erzählt. Die Hausherren hatten nun immer mehr das Heft in der Hand und die Kobras mussten nun dem kleinen Kader, mit dem sie nun schon seit Wochen leben müssen, Tribut zollen und kassierten trotz aufopferungsvoller Gegenwehr die Treffer drei und vier in der 45. und 50. Spielminute.

Beim Halbfinale im NRW-Pokal am Dienstag in Ratingen darf man zumindest auf die Rückkehr von Benni Hüsken und Leon Taraschewski hoffen. Spielbeginn ist dann um 20 Uhr in der Eissporthalle am Sandbach.

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