Luchse stürmen den Wigwam der BördeindianerEC Lauterbach

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Gegen die heimstarkem Bördeindianer musste ECL-Coach Roger Nicholas gleich auf acht Stammspieler verzichten. Zudem konnten einige Spieler aus dem verbliebenen Kader auf Grund einer Grippeerkrankung unter der Woche nicht trainieren und gingen angeschlagen in das schwere Auswärtsspiel.

Angeführt vom starken Kapitän Niels Hilgenberg ließen die Luchse von Beginn an erkennen, weshalb sie die lange Reise an die Soester Börde angetreten haben. Zwar waren die Luchse zunächst defensiv noch etwas unkonzentriert, doch der Hexer im Tor der Luchse, Jan Obernesser, hielt seinen Kasten, gegen zum Teil wild anstürmende Bördeindianer sauber. Mit dieser Sicherheit im Rücken agierten seine Vorderleute im Angriffsspiel sehr couragiert und diszipliniert. Auf Zuspiel von Naumann und Böhm war es der slowakische Sturmtank Miro Hantak, der die Luchse in der fünften Spielminute mit einem platzierten Schuss ins den Winkel verdient in Führung brachte. Trotz zahlreicher Chancen schafften es die Luchse nicht, die Führung auszubauen.

Im zweiten Drittel knüpften die Luchse da an, wo sie im ersten Drittel aufgehört hatten. Aus einer sehr stabilen und sicheren Abwehr spielten sie Druckvoll nach vorne. Der Lohn für die Leistung war das längst überfällige 2:0 für die Luchse. Erneut war Miro Hantak der Vollstrecker, der eine schöne Passkombination mit Böhm und Feustel mustergültig abschloss. Eine kleine Unaufmerksamkeit der Lauterbacher Hintermannschaft brachte die Bördeindianer zurück ins Spiel. Durch einen schnell hervorgebrachten Konter, verkürzten die Gastgeber in der 30. Spielminute auf 1:2. Zu diesem Zeitpunkt musste Coach Roger Nicholas auf seinen erfahrenen Stürmer Florian Böhm verzichten. Er bekam eine zehnminütige Disziplinarstrafe wegen Reklamierens aufgebrummt. Die dadurch entstandene Lücke in der Reihe um Feustel und Hantak wurde mit Nachwuchsspieler Luca Rinke gefüllt, der in seinem ersten Spiel eine starke Leistung zeigte. Die Luchse ließen sich durch das Gegentor und den kurzzeitigen Ausfall von Florian Böhm aber nicht aus der Ruhe bringen. Miro Hantak mit einem Konter und der slowakische Verteidiger Marko Filip hatten die nächsten Treffer der Luchse auf dem Schläger, scheiterten aber am Goalie der Bördeindianer. Dennoch durfte im Mitteldrittel nochmal gejubelt werden. Kapitän Niels Hilgenberg, erhöhte mit einem Kunstschuss in der 36. Spielminute auf 3:1 für die Luchse.

Das letzte Drittel gehörte dann nur noch den Luchsen. Dem Gegner konditionell absolut überlegen, schraubten die Luchse in der 43. Spielminute das Ergebnis auf 5:1. Mario Kreuz und Nils Feustel brachten die Luchse mit zwei sehenswert heraus gespielten Toren innerhalb von 50 Sekunden endgültig auf die Siegerstraße. Mit seinem dritten Treffer an diesem Abend erhöhte der wie befreit aufspielende Miro Hantak auf Zuspiel von Kapitän Hilgenberg auf 6:1. Der Torhunger der Luchse war damit aber noch nicht gestillt. Der nach seiner Sperre ins Team zurück gekehrte Nils Feustel krönte seine gute Leistung mit seinem zweiten Treffer in diesem Spiel. Den Schlusspunkt des Spiels setzte dann Eigengewächs Luca Rinke. Er vollendete einen schönen Angriff über Florian Böhm und Miro Hantak und belohnte sich mit seinem ersten Treffer.

Einziger Wermutstropfen bei diesem souveränen Auftritt der Luchse ist die Verletzung von Top-Verteidiger Marko Filip. Er bekam kurz vor Ende einen Schuss auf den Fuß und konnte das Spiel nicht zu Ende spielen. Ob und wie lange er ausfällt, wird sich in den nächsten Tagen entscheiden.

Tore: 0:1 (5.) Hantak (Böhm, Naumann), 0:2 (22.) Hantak (Böhm, Feustel), 1:2 (31.) Hoffmann, 1:3 (35.) Hilgenberg (Hantak), 1:4 (43.) Kreuz (Feuerfeil, Filip), 1:5 (43.) Feustel (Böhm), 1:6 (45.) Hantak (Hilgenberg, Feuerfeil), 1:7 (55.) Feustel (Kreuz), 1:8 (56.) Rinke (Hantak, Böhm). Strafen: Soest 8+10, Lauterbach 8+10.