Luchse beißen sich an Eisadlern die Zähne ausEC Lauterbach

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Bereits vor der Abreise ereilten den Trainer die Absagen weiterer Leistungsträger. Stürmer Nils Feustel war für dieses Spiel ohnehin noch gesperrt, Florian Böhm verletzte sich im Abschlusstraining an der Schulter, Torjäger Benni Schulz und Verteidiger Luca Obernesser mussten beide kurzfristig wegen einer Grippe absagen. Am Ende stand eine 2:7-Niederlage.

Diese Umstände machten die bevorstehende Aufgabe für den verbliebenen Kader der Luchse nicht unbedingt leichter. Dennoch war das Team um Kapitän Niels Hilgenberg hochmotiviert, um dem großen Favoriten Paroli zu bieten und den Eisadlern einen heißen Fight zu liefern.

Den Gastgebern merkte man an, dass der Stachel der Pokalniederlage gegen die Luchse aus der Vorsaison noch tief saß. Von Beginn an legten die Eisadler vor rund 450 Zuschauern los wie die Feuerwehr. Allen voran der pfeilschnelle Außenstürmer Gose bereitete der Abwehr der Luchse des öfteren Probleme. Den ersten Treffer des Spiels erzielte der Topscorer der Eisadler, Malte Bergstermann, bereits in der vierten Spielminute. Dortmund drängte weiter und versuchte, schon frühzeitig alles klar zu machen. In der neunten Spielminute mussten die Luchse bereits den zweiten Gegentreffer des Abends hinnehmen. Proyer brachte die Eisadler mit 2:0 in Führung. Die Luchse versuchten, weiterhin das Konzept des Trainers umzusetzen, und erspielten sich ihrerseits beste Einschussmöglichkeiten. Zweimal vergab Jens Feuerfeil frei vor dem Tor stehend. Verteidiger Marko Filip traf bei seinem Schuss nur das Gestänge des Tores. Somit ging es mit einem knappen 2:0 für die Gastgeber in die erste Drittelpause.

Die Männer um Coach Roger Nicholas hatten sich für das zweite Drittel einiges vorgenommen. Doch bereits nach wenigen Sekunden im Mitteldrittel bekamen die Angriffsbemühungen der Luchse einen herben Dämpfer. Innerhalb von 60 Sekunden erhöhten die Eisadler durch zwei individuelle Fehler in der Lauterbacher Hintermannschaft vorentscheidend auf 4:0. Als dann der Dortmunder Berger in der 25. Spielminute das 5:0 nachlegte, schien das Spiel bereits entschieden. Doch die Luchse kämpften sich zurück ins Spiel, machten Druck auf das Tor der Eisadler und wurden für ihren Kampfgeist und Willen belohnt. In der 32. Spielminute war Dortmunds Torhüter May das erste Mal geschlagen. In Überzahl verkürzte Marko Filip auf 1:5 aus Sicht der Luchse. Nur drei Minuten später zappelte der Puck erneut im Netz der Eisadler. Von Jens Feuerfeil mustergültig bedient war es erneut Marko Filip, der sein Team jubeln ließ. Weitere Tore sollten im zweiten Drittel nicht mehr fallen. Die Hoffnung der mitgereisten Luchse-Fans ruhten somit auf dem letzten Drittel.

Der Wille der Spieler, das Duell gegen die Eisadler noch zu drehen, war deutlich erkennbar. Ebenso aber auch der Kräfteverschleiß der ersten beiden Drittel. Dortmund agierte mit der Führung im Rücken sehr clever und abgebrüht, ließ kaum weitere Chancen zu. Die Luchse bissen sich an der starken Dortmunder Abwehr die Zähne aus. Mit zunehmender Spielzeit schwanden bei den Lauterbachern die Kräfte und Dortmund wusste die daraus resultierenden Unkonzentriertheiten zu nutzen. Christian Gose besorgte mit seinen Treffern zwei und drei den 7:2-Endstand für die Eisadler.

Tore: 1:0 (4.) Bergestermann; 2:0 (9.) Proyer; 3:0 (21.) Gose; 4:0 (22.) Rinke; 5:0 (25.) Berger; 5:1 (32.) Filip; 5:2 (35.) Filip; 6:2 (47.) Gose; 7:2 (59.) Gose.