Krystian Sikorski ist der neue Trainer er Dinslakener KobrasTraumeinstand für „den Neuen“

Lesedauer: ca. 3 Minuten

Das Spiel stand unter schlechten Vorzeichen. Denn von der personell eigentlich gut bestückten Verteidigung konnten an diesem Abend mit Nikolai Tsvetkov und Petr Macaj nur 2 etatmäßige Defender den Weg mit an die Grenze zwischen Hessen und Rheinland-Pfalz antreten. Wer nicht beruflich verhindert war, musste krankheitsbedingt passen. Coach Sikorski entschied sich, Erfahrung pur nach hinten zu beordern und so bildete Daniel Pleger ein Verteidigungspärchen mit Kapitän Sebastian Haßelberg. Dies voreg: Die beiden machten auch als Torverhinderer einen guten Job und konnten gerade in brenzligen Spielsituationen den Puck einfach aus der eigenen Zone herausdreschen oder ihn für ein paar Sekunden halten, um wertvolle Zeit für die Kobras von der Uhr zu nehmen.

Die Begegnung war gerade elf Sekunden alt, da kam der nächste Schock für die Giftschlangen, denn Nikolai Tsvetkov bekam einen hohen Stock seines Gegenspielers ab und verließ mit schmerzverzerrtem Gesicht das Eis. Einige Minuten lang mussten die Gäste mit nur drei Verteidigern operieren, doch glücklicherweise konnte Tsvetkov nach einer Behandlungspause wieder ins Geschehen eingreifen.

Im Eröffnungsdrittel zeigten die Hausherren, warum sie die letzten sechs Partien allesamt als Sieger beenden konnten, womit sie sich an die Tabellenspitze katapultiert hatten. Eine Angriffswelle folgte der nächsten und die Kobras sahen sich überwiegend ins eigene Drittel zurückgedrängt. Dies lag auch an der Tatsache, dass sich die Giftschlangen noch nicht an die enge Regelauslegung des Unparteiischen gewöhnt hatten. Allein im ersten Abschnitt mussten vier Dinslakener Akteure in die Kühlbox. So etwas weiß eine erfahrene Truppe, wie die Rockets, eiskalt zu nutzen. Andrej Teljukin ließ seine Farben mit einem sehenswerten Schlagschuss von der blauen Linie in den linken oberen Winkel erstmalig jubeln. Ansonsten muss man der Kobra – Defensive gute Arbeit attestieren. Insbesondere Felix Zerbe im Tor sorgte mit ein wenig Glück und sehr viel Geschick dafür, dass die Gäste im Spiel blieben und nicht schon nach Drittel eins eine deutliche Führung für die Hausherren auf der Anzeigetafel aufleuchtete. Allerdings fiel die Führung zu einem aus Kobra-Sicht psychologisch ungünstigen Zeitpunkt, denn nur zweieinhalb Minuten vor der ersten Sirene musste Felix Zerbe das erste Mal hinter sich greifen.

Doch die Sikorski-Truppe zeigte sich unbeeindruckt und kam zu Beginn von Abschnitt zwei zu ihren nächsten Möglichkeiten. Eine davon nutzte Dennis Schott nach 94 Sekunden des Mitteldrittels zum 1:1-Ausgleich. Dominick Spazier und Nikolai Tsvetkov hatten ihm aufgelegt. Jetzt bekamen die Kobras eine breite Brust sie rissen das Spiel immer mehr an sich. Auch ein weiteres Überzahl-Tor der EGDL durch Matt Fischer steckten sie problemlos weg, denn nur 22 Sekunden später sorgte ein an diesem Abend gut aufgelegter Tom Goldmann für den erneuten Gleichstand. Jetzt ließen sich die Giftschlangen nicht mehr die Butter vom Brot nehmen. Als Michal Plichta dann bei doppelter Überzahl die erstmalige Führung für die Gäste erzielte, war die Begegnung endgültig zugunsten der Kobras gekippt. Von nun an bestimmten sie nahezu für den Rest der Zeit das Spielgeschehen.  In Spielminute 53 fiel dann die endgültige Entscheidung, als Tom Goldmann das Zuspiel von Kevin Wilson und Alex Brinkmann zum vierten Kobra-Treffer veredeln konnte und somit einen Doppelpack geschnürt hatte. Zwar versuchten die Rockets zum Ende hin noch einmal alles und berannten das Gehäuse der Gäste, doch richtig zwingend waren ihre Bemühungen nur selten. Und sollte es doch einmal brenzlig geworden sein, war spätestens bei Felix Zerbe Endstation.

Einen Wermutstropfen mussten die Kobras dann aber doch verkraften: Michal Plichta verletzte sich nach einem fairen Check seines Gegenspielers an der Bande so schwer, dass er nicht mehr weitermachen konnte. Er wurde von der medizinischen Abteilung der Rockets erstversorgt und muss heute zu weiteren Untersuchungen in ein Dinslakener Krankenhaus. Natürlich wünschen ihm die Kobras und sicherlich auch die Fans alles Gute und eine schnelle Genesung.

Jetzt die Hockeyweb-App laden!