Konstantin Firsanov bleibt den Rockets treuMarijus Maier stürmt für die EG Diez-Limburg

Konstantin Firsanov (links) spielt weiterhin für die EG Diez-Limburg. (Foto: EGDL/fischkoppMedien)Konstantin Firsanov (links) spielt weiterhin für die EG Diez-Limburg. (Foto: EGDL/fischkoppMedien)
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’Wir freuen uns sehr, dass Konstantin uns treu bleibt und Teil unseres neu zusammengestellten Teams wird“, sagt Vorstandsmitglied und Sponsor Lotz. ’Er hat in der vergangenen Saison gezeigt, wie immens wichtig er für uns sein kann. Als in der entscheidenden Saisonphase vielen Akteuren die Luft ausging, hat er noch einmal aufgedreht und zum Teil Spiele im Alleingang entschieden.“

So mancher ’Eishockey-Fachmann“ hatte die Rockets im vergangenen Sommer für diese Personalie belächelt: Konstantin Firsanov in die Regionalliga? Zum Aufsteiger nach Diez-Limburg? Kann das gutgehen? Es ging - und wie! Am Ende der Saison lächelte niemand mehr über diese Personalie - außer im Lager der EGDL. Firsanov, obwohl in dieser Saisonphase gesundheitlich angeschlagen, machte in sechs Meisterrundenspielen elf Tore und acht Vorlagen. Und auch in zwei Play-off-Spielen war er mit vier Punkten in zwei Spieler einer der auffälligsten Akteure. Insgesamt kam der gebürtige Russe auf 57 Punkte (26 Tore und 31 Assist) in 27 Spielen. So manchem Gegner raubte er dabei schier die Nerven und stellte sich stets in den Dienst der Mannschaft.

’Auch ich war relativ überrascht, als Konstantin Firsanov damals nach Diez-Limburg gewechselt ist“, sagt Neu-Rockets-Trainer Arno Lörsch. ’Man hat im Verlaufe der Saison gesehen, wie wertvoll er ist. Ab der Zwischenrunde war er einer der herausragenden Persönlichkeiten auf dem Eis. Er bringt einen extremen Erfahrungsschatz mit und setzt diesen gewinnbringend für das Team ein. Konstantin hat einen der besten Schüsse der Liga, bringt einen starken Körper mit, ist läuferisch exzellent ausgebildet und ist in dieser Kombination eine Klasse für sich. Er könnte von seiner Qualität her auch locker eine Kontingentstelle besetzen.“

Firsanov wird auch in der kommenden Saison ein wichtiges Puzzleteil in der Rockets-Offensive sein. ’Er wird eine Führungsrolle übernehmen - in seiner Sturmreihe und im gesamten Team“, sagt Lörsch, der seit Wochen in regem Kontakt mit seinen Spielern steht, so auch mit dem 35-jährigen Stürmer. ’Er ist außerordentlich kommunikativ und lustig. Wir haben gemeinsam die vergangene Saison aufgearbeitet und dann auch über meine Philosophie gesprochen. Wir sind da vollends auf einer Wellenlänge. Ich denke, er wird vielleicht sogar noch eine Schippe drauflegen können. Er wird bei mir auch seine Freiheiten bekommen. Ein Spieler von seiner Qualität ist eine Besonderheit für jeden Regionalligisten.“

Verlassen wird die Rockets hingegen Routinier Andrej Teljukin, der ein Angebot für einen Profivertrag in der Oberliga Nord angenommen hat. Die Rockets sind hier bereits auf der Suche nach einem personellen Ersatz.

Marijus Maier neu bei der EGDL

Marijus. Mit ’j“. Und Maier mit ’ai“. Der Neue im Sturm der Rockets könnte auf den ersten, laienhaften Blick holländische Wurzeln haben - so gerne, wie man im Nachbarland mit dem ’j“ im Namen spielt. Doch weit gefehlt. ’Meine Mutter stammt aus Litauen“, verrät der 20-Jährige. Der Lauterbacher Anzeiger nannte ihn und seinen Cousin Philipp im März ’die Shootingstars der Luchse Lauterbach“. Philipp stürmte aus dem Luchsbau in die Oberliga Nord, Marijus wird in der neuen Saison für die EG Diez-Limburg ackern. ’Ich habe schon im Frühjahr gesagt, dass ich Lauterbach verlassen werde“, sagt Maier. ’Ich habe ein Studium in Frankfurt begonnen und deshalb bei den Rockets angeklopft.“

Für Arno Lörsch war es wie ein Deja-vu-Erlebnis. Einer seiner ehemaligen Spieler orientiert sich beruflich neu und würde gerne wieder in seinem Team spielen. ’Ich habe ihm gesagt, er solle erst einmal alles andere regeln“, berichtet der Rockets-Trainer. ’Kürzlich rief er dann an und sagte: Arno, ich habe alles geregelt.“ Bei den Rockets mussten sie nicht lange überlegen, dem Stürmer ein Angebot zu unterbreiten nach dessen Wechsel-Interesse.

’Marijus ist trotz seines jungen Alters erfahren und abgeklärt“, sagt Lörsch. ’Er ist auf und abseits der Eisfläche selbstbewusst. Ein ganz ruhiger und sachlicher Spieler, der wie selbstverständlich in der vergangenen Saison als Center die Verantwortung für seine Sturmreihe übernommen hat, als es notwendig war. Er ist technisch sehr beschlagen und ein guter Schlittschuhläufer. Es macht einfach Spaß, ihm zuzuschauen.“

Das fanden sie in der vergangenen Saison auch schon in Diez-Limburg, als er gemeinsam mit seinem Cousin Philipp bei den Rockets vorspielte. ’Ich habe mich damals aber, auch wegen des erfahrenen Trainers Arno Lörsch, für Lauterbach entschieden“, sagt Marijus Maier, der fortan eine tolle Zeit in Lauterbach erlebte. ’Ich war überrascht vom Niveau und von meinen Mitspielern. Es hat eine Menge Spaß gemacht.“

Weil er nun aber zum Studium nach Frankfurt gezogen ist - hier hat er bei den Löwen auch seine komplette Eishockeyjugend verbracht - zieht es ihn nun zu den auch räumlich näherliegenden Rockets. ’Es ist einfach auch klasse, welche Namen hier schon im Kader stehen und wie sich die Mannschaft zusammensetzt. Ich freue mich wirklich darauf, mit diesen Jungs zu arbeiten und zu spielen. Viele kenne ich ja schon aus der Vergangenheit. Und natürlich war auch der Trainer ein Grund zu den Rockets zu wechseln.“

Der hat für Maier nicht nur einen, sondern gleich mehrere gute Pläne: ’Marius ist in der Mitte und auf Außen flexibel einsetzbar. Wir werden daher in der Vorbereitung austesten, welche Rolle in diesem neuen Team zu ihm passt. Mal wird er mit anderen jungen Spielern an seiner Seite stürmen, mal mit erfahrenen Spielern. In jedem Fall bringt er qualitative Tiefe in unseren Kader. Ich freue mich, dass er sich bei uns gemeldet hat. Er kann ohne Probleme die Lücke schließen, die Marcel Grüner hinterlassen hat.“

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