Kobras wurden die Punkte abgeluchst5:7 gegen Lauterbach

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In einer spannenden Begegnung unterlagen die Dinslakener Kobras den Luchsen aus Lauterbach mit 5:7 (3:2, 1:2, 1:3).

Nach vier siegreichen Partien in Folge für die Dinslakener war dies ein Abend, an dem ihre Mühen nicht belohnt wurden. Die Kobras starteten wie die Feuerwehr und konnten sich bereits nach 55 Sekunden erstmalig auf die Anzeigetafel bringen. Alex Brinkmann, der an der blauen Linie lauerte, griff einen Pass von Sebastian Haßelberg auf lief allein auf das gegnerische Gehäuse zu und ließ Tim Stenger, dem Lauterbacher Goalie, mit einem Schuss ins Kreuzeck nicht den Hauch einer Chance. Nach gut vier Minuten folgte der zweite Kobrabiss. Die Männer von Trainer Thomas Schmitz nutzen die erste Überzahlsituation in Person von Jan Nekvinda zum umjubelten 2:0.

Doch wer jetzt glaubte, dass dies den Luchsen den Zahn ziehen würde, sah sich getäuscht. Denn auch die Gäste nutzten ihrerseits die erste numerische Überlegenheit auf dem Eis in der neunten Minute zum 1:2-Anschlusstreffer. Jetzt waren auch die Luchse in der Partie angekommen. Dieser Treffer gab ihnen mehr Selbstsicherheit und fortan entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, wie es landläufig so schön heißt. Dabei zeigten die Gäste im Laufe der Begegnung die etwas reifere Spielanlage. Dies machten die Hausherren jedoch durch Einsatz und Leidenschaft wett. Beide Teams sorgten immer wieder für Gefahr vor dem gegnerischen Gehäuse, die Erfolgreicheren waren dabei zunächst die Gäste. Denn in der elften Minute mussten die Kobras den 2:2-Ausgleich hinnehmen. Doch knapp vier Minuten vor dem ersten Pausentee brachte Joey Menzel die Kobras noch einmal in Führung.

Ein Doppelschlag der Luchse zwischen der 26. und 29. Minute brachte die Gäste dann auf die Siegerstraße. Beim 3:4 aus Sicht der Hausherren reagierte Trainer Schmitz, um dem Spiel eine erneute Wende zu geben. Er wechselte Torhüter Lukas Schaffrath gegen Felix Zerbe aus. Denn nicht alle Treffer, die der Dinslakener Keeper hinnehmen musste, schienen unhaltbar. Und Felix Zerbe, ein Spiel zuvor in Wiehl selber noch ausgewechselt, nahm das Vertrauen seines Trainers dankend an. Er stand sofort im Brennpunkt des Geschehens und konnte einige gute Schüsse der Luchse entschärfen. Und die Taktik des Eishockeylehrers schien aufzugehen, denn vier Minuten vor der zweiten Drittelpause konnten die Kobras durch Jan Nekvinda, den Rückstand erneut egalisieren. Kamil Vavra und Sven Linda hatten den Tschechen bei diesem Tor mustergültig in Szene gesetzt.

Im letzten Abschnitt wollten die Kobras das letzte Drittel von Wiehl noch einmal wiederholen. Ein erneuter Kraftakt sollte das Blatt pro Dinslaken wenden. Doch die Luchse spielten abgeklärt und hatten vor dem eigenen Tor auch das Glück des Tüchtigen. Mehrfach hatten die Kobra-Fans schon den Torschrei auf den Lippen, doch irgendein Stock oder Körperteil der Hessen versperrte dem Puck immer wieder den Weg hinter die Torlinie. Der ein oder anderen Kobra merkte man nun doch an, dass die Spiele mit Mini-Kader in den letzten Wochen nicht spurlos an ihnen vorübergegangen sind. Glücklicherweise kommen bald wieder einzelne Spieler dazu, so dass die Kobras nicht dauerhaft mit zwei Reihen spielen müssen.

Letztlich brachten dann zwei Strafzeiten gegen die Kobras die Gäste auf die Siegerstraße. Diese zogen gekonnt ihre Überzahlformationen auf und ließen den Niederrheinern keine Abwehrmöglichkeit.

Zwar konnten die Dinslakener das 5:4 der Gäste durch einen sehenswerten  Alleingang von Pierre Klein nochmals egalisieren, doch als Pierre Wex gut fünf Minuten vor Ende der Begegnung die Lauterbacher Überzahl zur 6:5-Führung nutzte, lief den Hausherren die Zeit weg.

Kurz vor Ende des Spiels musste Trainer Schmitz dann seinen Goalie einem sechsten Feldspieler opfern, doch der Schuss ging nach hinten los. Emanuel Grund besiegelte vier Sekunden vor dem Ende mit seinem Empty-Net-Goal die erste Niederlage der Kobras nach vier Siegen.

Tore: 1:0 (0:55) Alexander Brinkmann (Sebastian Haßelberg, Sven Linda), 2:0 (4:06) Jan Nekvinda (Kamil Vavra), 2:1 (8:37) Michael Mroz (Jakob Fardoe), 2:2 (10:05) Benjamin Schulz (Marko Filip), 3:2 (16:06) Joey Menzel (Pierre Klein), 3:3 (25:24) Jens Feuerfeil ( Marko Filip), 3:4 (28:33) Julian Grund (Pierre Wex), 4:4 (35:48) Jan Nekvinda (Kamil Vavra, Sven Linda), 4:5 (42:55) Marko Filip (Benjamin Schulz, Julian Grund), 5:5 (45:22) Pierre Klein (Timothy Tanke), 5:6 (54:18) Pierre Wex (Julian Grund, Jens Feuerfeil), 5:7 (59:56) Emanuel Grund (Benjamin Schulz). Strafen: Dinslaken 8, Lauterbach 8.  

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