Kobras wollen neue Siegesserie startenSolingen kommt nach Dinslaken

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Am 1. November um 19 Uhr empfangen die DInslakener Kobras erstmalig in dieser Saison die Bergisch Land Raptors aus Solingen.

Die Solinger sind lange Weggefährten der Kobras und  – ähnlich wie die Wiehl Penguins – immer ein sehr unangenehmer Gegner. Extrem lauf- und einsatzbereit verlegen sie sich in der Regel darauf, den Spielaufbau des Gegners zu zerstören um dann überfallartig mit Kontern ihrerseits Nadelstiche zu setzen. Zudem ist ihr ausgezeichnetes Überzahlspiel hinlänglich bekannt.

Darauf, dass die Bergischen mit einem kleinen Kader nach Dinslaken kommen, braucht man seitens der Hausherren nicht zu hoffen. Sage und schreibe sieben Sturmreihen, vier  Verteidigungsreihen und drei Torleute kann man auf der Homepage der gefährlichen Dinos zusammenzählen. Die Saisonvorbereitung der Gäste wurde verbessert: Wohl erstmalig in der jüngeren Vergangenheit hat man ein Sommertraining auf sich genommen und damit schon früh in der Saison einen guten Fitnesszustand erreicht.

Ebenso wurde die Mannschaft durch diverse Neuverpflichtungen verstärkt: Von den Ratinger Ice Aliens kamen Stürmer Steffen Wintgen sowie Verteidiger Andre Aichele; und Philipp Slesinski von den kleinen Haien soll ebenfalls für mehr Stabilität in der Defensivabteilung sorgen. Auch einen Kontingentspieler haben sich die Bergischen in dieser Spielzeit geleistet: der 23-jährige US-Amerikaner Brett Lucas will in dieser Saison seine Torgefährlichkeit unter Beweis stellen.

Neue Besen kehren hinter der Bande: Hauptverantwortlich für die sportlichen Belange ist seit Saisonbeginn Jörg Mülstroh, der von Trainerlegende Uli Rudel assistiert wird. Tim Neuber, Torjäger der Raptors: „So wie es aktuell läuft, werde ich so lange spielen, wie es die alten Knochen mitmachen“, ist der 33-jährige Kapitän von den Dingen, die sich rund ums Solinger Eishockey tun, sichtlich angetan.

Dass sich der EC Bergisch Land derzeit in der unteren Hälfte der Tabelle befindet, spiegelt nicht das wahre Leistungsvermögen des Teams wider. Sie sind nicht mehr solchen Formschwankungen wie in den Vorjahren unterworfen. Und die bis dato erzielten Ergebnisse sind mehr als achtbar, unterlag man doch gegen die vermeintlich Großen aus Ratingen, Neuss und Lauterbach nur denkbar knapp.

Maximilian Peters kommt von der DEG

Die Verteidigung der Kobras bekommt Zuwachs. Aus der DNL-Mannschaft der Düsseldorfer EG wechselt Maximilian Peters nach Dinslaken. Bis auf einen kurzen Abstecher zu den Kölner Haien sowie den Jungadlern Mannheim verbrachte der 18-jährige den Großteil seiner Jugend an der Brehmstraße. Einen Großteil der vergangenen Saison verpasste er allerdings verletzungsbedingt. Mittlerweile ist der gebürtige Düsseldorfer wieder vollkommen genesen und arbeitete in den vergangenen zwei Wochen seinen Trainingsrückstand mit der Mannschaft auf. Für Thomas Schmitz ist die Neuverpflichtung ein Segen, nicht zuletzt aufgrund der derzeit dünnen Personaldecke. „Maximilian ist ein sehr gut ausgebildeter Verteidiger, der unsere Verteidigung weiter stabilisieren wird. Seine Verletzung am Handgelenk ist zwar ausgeheilt, aber ihm fehlt noch ein wenig Spielpraxis aus den letzten Monaten. Da er noch sehr jung ist, wird er dies jedoch schnell aufholen und die erhoffte Verstärkung sein“, zeigt sich der Trainer optimistisch. Mit 1,85 Meter Körpergröße und 93 Kilogramm Kampfgewicht bringt der Verteidiger zudem optimale physische Voraussetzungen mit. Die Entscheidung, nach Dinslaken zu wechseln, fiel aus mehreren Gründen, im Vordergrund standen für Peters aber die persönlichen Kontakte: „Ich kenne Lukas Schaffrath noch gut aus meiner Zeit in Düsseldorf, er wusste nur Gutes zu berichten. Auch zu Thomas Schmitz hatte ich bereits in Köln Kontakt, sodass mir die Entscheidung relativ leicht fiel. Nach meiner Verletzung war ich mir zunächst nicht sicher, wie es sportlich weitergeht, die Anfrage aus Dinslaken kam aber im richtigen Moment.“ Peters wird für die Kobras mit Trikotnummer 55 auflaufen.

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