Kobras weiter auf dem VormarschDinslakener Kobras

Kobras weiter auf dem VormarschKobras weiter auf dem Vormarsch
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Die mitgereisten Kobra-Fans waren nach dem Spiel völlig aus dem Häuschen und forderten ihr Team vor der Umkleidekabine noch einmal auf, sich zu zeigen. Als sich die Spieler dann endlich „erbarmten“, vollzogen sie mit den Fans im Kabinengang noch eine zünftige Humba. Dies war der Ausklang eines rundum gelungenen Eishockeyspieles, so man Anhänger der Dinslakener Kobras war.

Bei den Niederrheinern stand nach überstandener Verletzung erstmals wieder Dennis Rudolph über die gesamte Distanz zwischen den Pfosten und er strahlte während des Spiels Ruhe und Selbstsicherheit aus, was sich auch positiv auf seine Vorderleute übertrug. Dies war auch von Nöten, denn in der Anfangsphase drückten die Bördeindianer mächtig auf das Tor der Gäste und erarbeiteten sich einige hochkarätige Chancen. Doch immer wieder konnte ein Dinslakener Feldspieler den Torschuss blockieren und sollte ihm dies nicht gelungen sein, war spätestens bei „Rudi“, wie Dennis Rudolph von seinen Mannschaftskollegen gerufen wird, Endstation.

Die Bördeindianer gingen sehr körperbetont in die Begegnung und da der Hauptschiedsrichter im Eröffnungsdrittel eine enge Regelauslegung bevorzugte, fanden sich häufig Spieler aus Soest auf der Strafbank wieder.  Unmittelbar nach zehn Spielsekunden des ersten Powerplays brachten sich die Rot-Weißen erstmalig auf die Anzeigetafel. Stefan Bronischewski zog von der blauen Linie ab, Joey Menzel verhinderte nicht nur die freie Sicht des Torhüters sondern hielt auch mustergültig seinen Schläger in den Schuss, so dass dieser unhaltbar in den oberen rechten Torwinkel abgefälscht wurde. Dieser Treffer gab den Kobras das nötige Selbstvertrauen und da die Soester sich durch weitere Strafzeiten selbst schwächten, brachten sie das Kombinationsspiel der Dinslakener so richtig ins Rollen. Zwar blieb der Rest des ersten Drittels torlos, doch die Gäste hatten nun das Kommando übernommen.

Dies wurde zu Beginn des Mittelabschnitts überdeutlich. Zwischen der 24. und 28. Spielminute schraubten Kevin Krolak und seine Mannschaftskameraden das Ergebnis auf 4:0 hoch. Und man konnte sich als Zuschauer überhaupt nicht entscheiden, welcher der schönste Treffer des Abends war.  War es das 2:0 von Mikelis Freimanis, der sich unwiderstehlich Richtung Tor der Hausherren durchtankte, dabei zwei Verteidiger abschüttelte, um den Puck dann in den linken oberen Winkel zu jagen ?  Oder war es die Traumkombination zwischen Joey Menzel, Sebastian Haßelberg und Jan-Anton Baron, bei der Letztgenannter die schwarze Hartgummischeibe über die Torlinie zum 3:0 drückte oder der Alleingang von Kapitän Haßelberg, der seine Gegenspieler wie Slalomstangen umfuhr und auch Torhüter Rotheuler das Nachsehen gab? Den letzten Kobratreffer, der gleichzeitig das Ergebnis des Mitteldrittels sicherstellte, erzielte Timothy Tanke in  einer Überzahlsituation, als er einen Schlagschuss von Marvin Linse erfolgreich ins Tor abfälschen konnte. Die Vorentscheidung war gefallen.

Im Schlussabschnitt verwalteten die Gäste ihren Vorsprung und Trainer Tsvetkov gab auch seiner vierten Formation Eiszeit und Spielpraxis.  Der Ehrentreffer der Bördeindianer war aus Kobra-Sicht nichts weiter als ein Schönheitsfehler und konnte die gute Laune bei keinem, der es mit den Dinslakenern hielt, verderben.  Ausgenommen natürlich Torhüter Rudolph, der sich gerne ein weiteres Shutout auf die Fahnen geschrieben hätte, doch spätestens bei der Kabinenhumba war auch bei ihm der Ärger verflogen.

Die Kobras, die immer besser in Fahrt kommen, haben sich vom letzten Tabellenplatz nun ins Mittelfeld vorgekämpft und finden sich aktuell auf Platz fünf wieder. Platz vier, der zur Teilnahme an der Oberligaaufstiegsrunde berechtigt, hat zurzeit punktgleich die Zweitvertretung der Frankfurter Löwen inne. Doch die Dinslakener haben bis dato ein Spiel weniger absolviert. Zwar sind noch einige Begegnungen zu bestreiten, doch es könnte am 1. Dezember zu einem echten Showdown kommen, wenn sich die Frankfurter in Dinslaken vorstellen. Für Spannung ist also bei den nächsten Kobra-Spielen auf alle Fälle gesorgt.

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