Kobras verlieren auch gegen Neuss3:5-Niederlage für Dinslaken

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Was am Freitag mit der Niederlage in Lauterbach begann, setzte sich am Sonntag gegen den Neusser EV fort. Mit 3:5 (1:4, 0:0, 1:1) verloren die Dinslakener Kobras ihr Heimspiel und müssen sich vorerst mit dem letzten Platz der Endrundentabelle zufrieden geben.

Dabei waren die Vorzeichen auch diesmal nicht ideal. Zwar rückten der wieder genesene Kapitän Sven Linda sowie Marvin Linse, Maxi Piekorz und Daniel Pleger wieder ins Team, auf der anderen Seite mussten neben dem gesperrten Sebastian Haßelberg und schon erkrankten Timothy Tanke mit Thomas Bläsche, Tim Cornelißen und Daniel Grabner weitere Spieler kurzfristig passen. So war Coach Schmitz, wie schon so oft in der Saison, ein weiteres Mal gezwungen, die Reihen umzustellen und mit zwei Reihen zu spielen. Im Tor der Kobras gab es dafür an diesem Abend eine Premiere, denn Jule Flötgen gab ihren Meisterschaftseinstand. Allerdings hatte sie sich diesen Abend bestimmt anders vorgestellt. Schon nach 30 Sekunden musste sie das erste Mal hinter sich greifen, als gleich der erste Neusser Angriff saß. Somit war der Plan, möglichst lange an diesem Abend ohne Gegentor zu bleiben, zunichte. Doch die Kobras ließen sich von dem Rückstand nicht einschüchtern und es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch zwischen den beiden Teams. Stück für Stück gewannen die Kobras die Oberhand und konnten in der elften Minute den Ausgleich durch Dominick Spazier erzielen, der mustergültig von Benedikt Hüsken und Alexander Brinkmann in Szene gesetzt wurde. Bis zur 17. Minute gestaltete sich das Spiel dem Ergebnis entsprechend ausgeglichen, als ein kollektiver Blackout der Dinslakener Vorderleute dem Neusser EV binnen zwei Minuten einen Vorsprung von drei Toren bescherte. Mit diesem 1:4 ging es in die Pause und die Kobras mussten ein weiteres Mal einen Drei-Tore-Rückstand nach dem ersten Drittel aufholen.

Nach dem verschlafenen ersten Drittel machten die Kobras nun mehr Druck auf das Neusser Tor. Man merkte ihnen den Willen an, diesen Rückstand unbedingt drehen zu wollen. Doch ein ums andere Mal scheiterte der Dinslakener Sturm an dem glänzend aufgelegten Ken Paßmann im Neusser Gehäuse. Aber auch Jule Flötgen, die bei den vier Gegentoren machtlos war, hielt in diesem Drittel ihren Kasten sauber. So blieb es beim 1:4-Rückstand bis zur Pause und die Kobras hatten noch 20 Minuten um alles zum Guten zu wenden. Ein Kuriosum ereignete sich in der 32. Minute, als von der Neusser Bank eine Trinkflasche auf das Eis flog. Und das in einer eher harmlosen Spielszene, die sich vor der Neusser Bank abspielte. Die Konsequenz war eine zweiminütige Bankstrafe für den NEV und ein Spieldauerstrafe für den Übeltäter auf Neusser Seite in einer zwar hart, aber in weiten Teilen fair geführten Begegnung mit einem ausgeglichenen Strafenverhältnis.

Im letzten Drittel setzten die Kobras noch mal alles auf eine Karte und wurden in der 44. Minute belohnt, als Kamil Vavra auf Zuspiel von Pierre Klein den 2:4-Anschlusstreffer besorgte. Die Kobras wollten nun mehr und forcierten nochmals ihre Offensivbemühungen, verzweifelten aber an Ken Paßmann, der seine Neusser im Spiel hielt. Mitten im Dinslakener Offensivdrang sorgte der NEV mit einem Break durch David Bineschpayouh für die Vorentscheidung in der 53. Minute und zog auf 2:5 davon. Zwar konnten die Kobras 50 Sekunden vor Schluss noch mal auf 3:5 durch Benedikt Hüsken ran kommen, doch das Tor fiel zu spät. Zwar setzte Coach Schmitz noch mal alles auf eine Karte und nahm Jule Flötgen für einen sechsten Spieler aus dem Tor, doch gebracht hat es nichts mehr. Thomas Schmitz nach dem Spiel: „Wir haben mal wieder das erste Drittel verschlafen, sind dann besser ins Spiel gekommen. Allerdings hatte Ken Paßmann im Neusser Tor heute unsere Stürmer verzweifeln lassen.“

Am kommenden Wochenende müssen die Kobras nun punkten, um den Anschluss an die Play-off-Plätze nicht zu verlieren. Mit den beiden Spielen gegen die Hammer Eisbären wartet dabei keine leichte Aufgabe auf die Kobras. Vor allem, wenn sich das Lazarett bis dahin nicht noch lichten sollte.

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