Kobras siegen 6:4 gegen die PenguinsViel Arbeit gegen Wiehl

Lesedauer: ca. 2 Minuten

„Leichte Gegner gibt es in dieser Liga nicht mehr.“ Dieses Zitat von Trainer Thomas Schmitz am Anfang der Saison bewahrheitete sich auch beim 6:4 (1:2, 5:1, 0:1)-Erfolg der Dinslakener Kobras gegen die Wiehl Penguins.

Die Zeiten, in denen man die Teams aus den unteren Tabellenregionen mal eben mit einer hohen Niederlage nach Hause schickte, scheinen vorbei. Die Kobras taten sich lange Zeit schwer. Die Gäste wussten defensiv eng zu stehen und waren von Beginn auf Konter eingestellt. Viele Chancen konnten sie sich dennoch nicht erarbeiten, alle Wiehler Tore fielen zudem sehr überraschend und außerdem aus zerfahrenen Spielsituationen. Von Beginn an war Dinslaken daher die spielbestimmende Mannschaft und ging folgerichtig durch ein Tor von Jan Nekvinda in Führung. Doch die Penguins nutzten nur 15 Sekunden nach der Führung eine Unachtsamkeit der Dinslakener Abwehr aus und erzielten den Ausgleich. Das wollten die Männer um Kapitän Sven Linda nicht so leicht hinnehmen und erhöhten den Druck auf das Wiehler Tor. Gestoppt wurde der Dinslakener Offensivdrang durch die einzige Strafzeit in diesem Drittel, die Marvin Linse wegen Stockschlags absitzen musste. Dieses Powerplay nutzten die Wiehler zur Führung und stellten damit das Spielgeschehen vorläufig auf den Kopf. Zwar hatten die Kobras bis zur Pause eine Reihe guter Möglichkeiten, doch ein weiteres Tor fiel nicht mehr. So ging es mit dem 1:2-Rückstand in die Pause.

In der Kabine muss Trainer Thomas Schmitz die richtigen Worte gefunden haben, denn nun klappte es bei den Kobras mit dem Toreschießen. In der 21. Minute traf Jan Nekvinda zum 2:2-Ausgleich. In der 24. Minute trafen die Kobras in Überzahl erneut und gingen durch ein Tor von Daniel Pleger mit 3:2 in Führung. Das bis dahin faire Spiel wurde nun ruppiger und es gab einige Strafzeiten auf beiden Seiten. Das tat dem Spielfluss zwar nicht gut, hielt die Kobras aber nicht vom Toreschießen ab. Zwar konnten die Penguins in der 30. Minute noch zum 3:3 ausgleichen. Doch danach waren es nur noch die Kobras, die in diesem Drittel die Tore erzielten. Postwendend nach dem Wiehler Ausgleichstor schoss Jan Nekvinda die erneute Führung der Kobras heraus, die dann durch  Tore von Kamil Vavra und Sebastian Haßelberg bis zur Pause sogar auf 6:3 ausgebaut wurde. 

Im letzten Spielabschnitt sahen die rund 200 Zuschauer eine zerfahrene Partie mit vielen Strafzeiten auf beiden Seiten in der nur noch der Wiehler Anschlusstreffer zum 6:4 in der 41. Minute fiel. Viele Nickeligkeiten auf beiden Seiten sorgten immer wieder für handfeste Diskussionen und mündeten in einer für die Zuschauer sehenswerten Auseinandersetzung zwischen Sebastian Haßelberg und Stefan Kaltenborn, die durch den Unparteiischen mit einer 2+2+10-Minutenstrafe für beide beendet wurde.

Nach dem Spiel war Thomas Schmitz nicht zufrieden mit dem Spiel seiner Kobras: „Wir haben heute zu umständlich vor dem Tor gespielt und durch individuelle Fehler den Gegner zum Toreschießen eingeladen. Das müssen wir unbedingt abstellen.“

Schon Sonntag geht es in der „Schlangengrube“ gegen Neuss weiter, ehe es am kommenden Wochenende mit den Spielen gegen Bad Nauheim und Lauterbach zwei Mal nach Hessen geht.

Tore: 1:0 (3:15) Nekvinda (Vavra, Linda), 1:1 (3:36) Lehmann (Finkenrath, Cammann), 1:2 (8:55) Cremer (Vermeersch, Cammann), 2:2 (20:52) Nekvinda (Brinkmann, Vavra), 3:2 (23:55) Pleger (Cornelißen, Brinkmann), 3:3 (30:51) Deutzmann (Kuntz), 4:3 (31:27) Nekvinda (Vavra, Brinkmann), 5:3 (32:37) Vavra (Linda, Nekvinda), 6:3 (38:23) Haßelberg (Linda, Klein), 6:4 (41:08) Camman (Kaltenborn, Lehmann). Strafen: Dinslaken 26 + 10 (Haßelberg), Wiehl 22 + 10 (Kaltenborn). Zuschauer: 205.