Kobras schließen Wochenende mit sechs Punkten abDaniel Pleger überflügelt Warner Weinberg

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Nach dem eher schwächeren Spiel gegen das Tabellenschlusslicht Wiehl konnten die Dinslakener Kobras mit dem 7:4 (3:0, 3:1, 1:3)-Sieg über den Neusser EV das Wochenende perfekt machen. Für Kobras-Urgestein Daniel Pleger war es dabei eine ganz besondere Partie: Seine zwei Tore sowie ein Assist brachten sein Team nicht nur auf die Siegerstraße sondern waren auch für ihn persönlich ein großartiger Meilenstein. In der ewigen Statistik des Dinslakener Eishockeys waren es die Punkte 491 bis 493 für ihn, womit er DEC-Legende Warner Weinberg (490 Punkte) nun überflügelt hat. Diejenigen, die das Dinslakener Eishockey bereits in den 80er und 90er Jahren verfolgt haben, wissen um den Stellenwert, den dieser Meilenstein mit sich bringt. Schließlich war Weinberg jahrelang die prägende Figur in der Eishalle am Stadtbad. Dass der Kanadier dem aktuellen Kobras-Torjäger zudem in den 90er Jahren das Eishockeyspielen beigebracht hat, gibt der Geschichte einen netten Hauch von Sport-Romantik. Der Schüler hat also seinen Lehrer überflügelt. 

Der Neusser EV reiste mit einem schweren Spiel vom Vortag gegen Bad Nauheim nach Dinslaken an und wirkte in den Anfangsminuten entsprechend müde. Die Kobras wareb hingegen hellwach und gingen folgerichtig durch den neuen Rekordhalter Daniel Pleger in Führung (5. Minute). Sebastian Schmitz und Jan Nekvinda erhöhten für ihr Team im Laufe des Drittels sogar auf 3:0. Die Defensive ließ derweil wenige Torchancen zu. Wenn es doch brenzlig wurde, war auf einen starken Rückhalt in Person von Lukas Schaffrath im Tor der Kobras Verlass.

In einer von beiden Seiten sehr fair geführten Partie, kamen die Gäste zum zweiten Drittel deutlich verändert auf das Eis. Die Zuschauer sahen in der Folge eine sehr ausgeglichen Partie, die von den Hausherren dennoch sehr solide kontrolliert wurde. Die Kobras erspielten sich weiterhin gute Chancen, welche schließlich von Daniel Pleger und Dominick Spazier in Zählbares umgemünzt wurden. Bis zur 30. Spielminute führten die Kobras mit 5:0. Der Neusser Anschlusstreffer durch Alexander Richter ließ bei den Gästen kurz Hoffnung aufkeimen, Timothy Tanke konnte aber kurz vor Drittelende den alten Abstand wiederherstellen. Als Kapitän Sven Linda schließlich in der 48. Minute das 7:1 zur erzielte, schien der Sack endgültig zu zu sein. Neuss erzielte zwar noch drei Treffer, wurde den Dinslakenern aber nicht mehr gefährlich. Zu geschickt wusste das Team mit der Führung umzugehen.

Der Abend hätte aus Sicht der Kobras rundum gelungen sein können, wäre da nicht die Schrecksekunde kurz vor Spielende gewesen. Kobras-Topscorer Kamil Vavra verletzte sich in einem mit Holger Schrills geführten Zweikampf schwer und wurde noch am Abend mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ins Krankenhaus eingeliefert. Dem Neusser Kapitän Schrills trifft bei der Verletzung allerdings keine Schuld, letztlich war es eine Verkettung unglücklicher Umstände. Die Genesungswünsche seines Gegners dürfen wir an Kamil Vavra daher an dieser Stelle weiterleiten.

Mit insgesamt 19 Punkten haben die Kobras sich nun eine komfortable Tabellensituation geschaffen, bevor am kommenden Wochenende die zwei schweren Auswärtsspiele gegen Bad Nauheim und Lauterbach anstehen.

Tore: 1:0 (4:27) Pleger (Haßelberg, Spazier), 2:0 (10:03) Schmitz (Linda, Spazier), 3:0 (14:47) Nekvinda (Linda, Vavra), 4:0 (27:22) Pleger (Cornelißen, Haßelberg), 5:0 (30:52) Spazier (Linda, Pleger), 5:1 (33:09) Richter (Schrills, Köhler), 6:1 (38:03) Tanke (Schmitz, Klein), 7:1 (47:13) Linda (Vavra, Klein), 7:2 (47:30) Solder (Bineschpayouh, Dietrich), 7:3 (50:49) Bleyer (Schrills, Richter), 7:4 (59:17) Schrills (Bleyer, Richter). Strafen: Dinslaken 4 + 10 (Spazier), Neuss 10. Zuschauer: 245.