Kobras schaffen die SensationSieg nach 0:2-Rückstand

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„Oh wie ist das schön“ konnte man noch lange nach Spielende in der Schlangengrube hören, denn die Dinslakener Kobras hatten eine kleine Sensation vollbracht. Mit der besten Leistung der Saison verpassten sie den Ratinger Ice Aliens eine 3:6-Niederlage und bescherten ihnen das erste Null-Punkte-Wochenende seit langem.

Im ersten Drittel sah es noch nicht nach einer Sensation aus. Die Kobras erwischten einen Start auf Augenhöhe mit den Ice Aliens, auch wenn die erste Kobra schon nach 36 Sekunden auf der Strafbank platznehmen musste. Doch die zwei Strafminuten überstanden die Kobras schadlos und es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Chancen gab es dabei auf beiden Seiten, doch während Christoph Oster im Ratinger Tor zunächst Endstation für die Kobras war, holten die Ratinger in diesem Drittel einen Zwei-Tore-Vorsprung heraus. Dabei hatten die Aliens obendrein das nötige Glück, was man als Spitzenreiter hat, als Dustin Schuhmacher im Liegen den entscheidenden Pass zum 2:0 durch Pascal Behlau gab. Mit diesem Vorsprung ging es das erste Mal in die Kabinen und die meisten Fans in der Halle hatten sich eigentlich schon mit der drohenden Niederlage abgefunden.

Doch die Männer um Kapitän Sven Linda gehörten nicht dazu. Wie die Feuerwehr legten sie los und beackerten das Ratinger Tor. Belohnt wurden sie in der 31. Minute, als Alex Brinkmann eine Vorlage von Kamil Vavra mustergültig im Ratinger Tor unterbrachte. Zwar konnten die Ratinger nur drei Minuten später den alten Abstand wieder herstellen, doch Sebastian Haßelberg hielt die Kobras mit seinem Tor in der 35. Minute zum 2:3 weiter im Spiel.

Das letzte Drittel gehörte dann den Hausherren. Mit dem schnellen Ausgleich in der 41. Minute durch Kamil Vavra war das Spiel nun wieder offen. In der 45. Minute ereignete sich eine unschöne Szene im Ratinger Drittel. Ratingens Matthias Hornig wurde zu Fall gebracht und brachte seinen Unmut darüber mit einem Stockschlag zum Ausdruck. Dabei traf seine Kelle Kobra-Stürmer Alex Brinkmann so unglücklich, dass das Spiel für beide gelaufen war. Während Brinkmann noch während des Spiels in eine Zahnklinik gebracht wurde, wurde Hornig mit einer Fünf-Minuten-Strafe samt Spieldauer belegt. Diese Überzahl nutzten die Kobras zur erstmaligen Führung, als Pierre Klein Ratingens Christoph Oster keine Chance ließ. Doch es kam noch besser, denn in der 51. Minute hatten auch die Kobras mal das Glück des Tüchtigen, als der verunglückte Schlagschuss von Tim Cornelißen als Bogenlampe im Ratinger Tor einschlug. Das I-Tüpfelchen setzte das Tschechen-Duo Vavra und Nekvinda in der 52. Minute, die es sich nicht nehmen ließen, mit einer schönen Kombination zum 6:3 durch Jan Nekvinda einzunetzen und die Ratinger Niederlage perfekt zu machen. Die Ice Aliens versuchten zwar noch einmal, wenigstens ran zu kommen, doch Lukas Schaffrath im Dinslakener Tor ließ keine weiteren Gegentreffer mehr zu. Interimscoach Tony Thiel sagte: „Ich bin stolz auf dieses Team. Die Jungs haben sich beeindruckend ins Spiel gekämpft. „

Am kommenden Wochenende geht es für die Kobras in Lauterbach und zu Hause gegen Neuss weiter. Wenn es am Freitag in den Luchsbau geht, setzen die Kobras auch wieder einen Bus ein. Fans, die sich für die Tour anmelden wollen, können dies auf der Facebookseite der Kobras oder beim Vorstand tun. Abfahrt ist um 14.30 Uhr an der Schlangengrube und der Fahrpreis beträgt 15 Euro

Tore: 0:1 (08.48) Behlau (Kuchynka, Schuhmacher), 0:2 (16.23) Behlau (Schuhmacher, Becker), 1:2 (30.35) Brinkmann (Vavra), 1:3 (33.39) Behlau (Schuhmacher, Kuchynka), 2:3 (34.45) Haßelberg (Pleger, Schmitz), 3:3 (41.11) Vavra (Nekvinda, Linse), 4:3 (46.04) Klein (Pleger, Linda), 5:3 (51.06) Cornelißen (Haßelberg, Vavra), 6:3 (52.07) Nekvinda (Vavra, Linda). Strafen: Dinslaken 16 + 10 (Linda), Ratingen 10 + 5 + Spieldauer (Hornig). Zuschauer: 195.

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