Kobras holen zwei Punkte nach AufholjagdDinslaken besiegt Lauterbach nach Penaltyschießen

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Das war wieder nichts für schwache Nerven, was die Dinslakener Kobras und die Lauterbacher Luchse an diesem Abend boten. Mit 5:4 (0:2, 3:1, 1:0, 1:0) nach Penaltyschießen gewannen die Hausherren.

Beide Teams konnten nicht in Bestbesetzung spielen und mussten auf eine Reihe von Stammspielern verzichten. Während die Luchse nur mit 11+2 Spielern anreisten, konnten die Kobras den Ausfall von Vavra, Nekvinda, Macaj, Brinkmann und Tanke durch die beiden Rückkehrer Benedikt Hüsken und Daniel Grabner kompensieren. Außerdem kam noch mit Lars Schmitz, Kevin Krolak und Kevin Wabinski aus der 1b und Jugendspieler Maximilian Piekorz weitere Verstärkung zur Mannschaft dazu. Auch Tony Thiel machte seine Sache als Vertretung für Coach Thomas Schmitz gut und verhalf den Kobras zu zwei Punkten in einem Penaltykrimi, dem eine Dinslakener Aufholjagd voran ging, die das 5:4 nach Penaltyschießen als Ergebnis hatte.

Aufgrund der Ausfälle und der neu hinzugekommenen Spieler mussten sich die Reihen der Kobras zwar erst noch finden, konnten sich aber schon eine erste optische Überlegenheit in einer sonst ausgeglichenen Partie erspielen. Erst nach und nach nahmen die Lauterbacher das Heft in die Hand und erspielten sich die zwingenderen Chancen. Doch erst ein Powerplay brachte den ersten Treffer des Abends. Lauterbachs Julian Grund überwand Lukas Schaffrath im Dinslakener Tor und besorgte die Lauterbacher Führung. 30 Sekunden vor der Pause gerieten die Kobras erneut in Rückstand, als Emanuel Grund zum 0:2 für Lauterbach einnetzte. Diesen Rückstand mussten die Kobras erst mal in der Pause verdauen.

Die Kobras kamen im zweiten Drittel nun giftiger aus der Kabine und stemmten sich gegen den Rückstand. Doch die Luchse bauten ihre Führung zunächst auf 0:3 in der 23. Minute aus. An diesem Abend zeigten die Männer um Kapitän Sven Linda aber Comeback-Qualitäten. In der 31. Minute fiel der Dinslakener Anschlusstreffer quasi aus dem Nichts, als Daniel Pleger goldrichtig stand und nur noch den Abpraller von Sven Linda einnetzen musste. Von da an waren die Kobras wieder im Spiel, was ab diesem Zeitpunkt immer zerfahrener wurde. Viele Strafen auf beiden Seiten minderten den Spielfluss, sorgten aber dafür, das die Kobras nur zwei Minuten später auf 2:3 durch Pierre Klein ran kamen und sogar drei Sekunden vor der Pause noch den Ausgleich durch Daniel Pleger erzielten.

Somit fingen beide Teams im letzten Drittel quasi wieder bei Null an. Und beide Teams wollten die Entscheidung zu ihren Gunsten. Dabei sahen sich die Dinslakener wütenden Lauterbacher Angriffen ausgesetzt, die die Kobras mit cleveren Kontern beantworteten. So auch in der 49. Minute, als die Kobras eine Unterzahlsituation zu überstehen hatten. Tim Cornelißen und Sven Linda konnten im eigenen Drittel den Puck erobern und schickten Sebastian Haßelberg auf die Reise. Dieser bedankte sich mit seinem Tor zum 4:3 für die Kobras und ließ die Dinslakener Fans jubeln. Nur kurze Zeit später wäre fast die Vorentscheidung zu Gunsten der Kobras gefallen, als Dominick Spazier einen Schlagschuss runter pflückte und ins Lauterbacher Tor traf. Leider zählte der Treffer nicht wegen hohen Stocks. So blieben die Luchse im Spiel und drängten nun auf den Ausgleich. Der fiel dann auch in der 57. Minute, als Jens Feuerfeil das Dinslakener Abwehrbollwerk überwand und für die Luchse traf. Bei diesem 4:4 blieb es auch bis zum Schluss und das Penaltyschießen musste über Sieg und Niederlage entscheiden. Dieses mutierte dann zu einem Krimi, der den sonntäglichen Tatort in den Schatten stellte. Nachdem die ersten drei Penaltyrunden keine Entscheidung brachten, mussten fünf weitere Penaltyrunden her, bis der Sieger der Partie feststand. Ein Novum gab es dabei auf Dinslakener Seite, als Daniel Pleger gleich vier mal hintereinander zum Penalty anlief und drei davon verwandelte. Doch auch die Lauterbacher Schützen waren nicht schlechter, so das erst Sebastian Haßelberg mit dem 16. Penalty den Extrapunkt für die Kobras sicherte.

Nun geht es für die Kobras nächstes Wochenende letztmalig mit nur einem Spiel weiter, nachdem das ursprünglich für den 2. Januar geplante Spiel bei den Dortmunder Eisadlern auf den 17. Februar verlegt wurde. Am 3. Januar ist dann der Ligenprimus aus Ratingen zu Gast in der Schlangengrube. Gegen die Aliens haben sich die Kobras einiges vorgenommen. Sie wollen die erste Mannschaft sein, die den Ratingern eine Niederlage nach 60 Minuten beibringen. Kein leichtes Unterfangen, auch wenn bis dahin die Stammspieler wieder im Kader sein dürften. Auf den Ausgang darf man gespannt sein.

Tore: 0:1 (15:18) Grund, J. (Schulz, Hülskopf), 0:2 (19:29) Grund, E. (Schulz, Matysek), 0:3 (23:08) Schulz (Feuerfeil, Grund), 1:3 (30:56) Pleger (Linda, Haßelberg), 2:3 (32:22) Klein (Linda, Cornelißen), 3:3 (39:57) Pleger (Bläsche, Linda), 4:3 (48:33) Haßelberg (Linda, Cornelißen), 4:4 (56:25) Feuerfeil (Schulz, Schophuis), 5:4 (65:00) Haßelberg (entscheidender Penalty). Strafen: Dinslaken 18, Lauterbach 14. Zuschauer: 245.

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