Kobras haben Glück des TüchtigenZwei Punkte für Dinslaken gegen Lauterbach

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Dabei hatten die Männer um Kapitän Haßelberg das Glück auf ihrer Seite im gestrigen Krimi. Es war von Beginn an ein schnelles und intensives Spiel, das ständig hin und her wogte. Beide Teams hatten ihre Möglichkeiten, wobei Lauterbach zunächst die klareren hatte. Wie in der elften Minute, als die Latte für den glänzend aufgelegten Lukas Schaffrath im Dinslakener Tor rettete. Besser machten es die Kobras in der 18. Minute, als Michal Plichta von Timothy Tanke und Stefan Dreyer in Szene gesetzt wurde. Dieser ließ Steve Themm im Luchse-Tor keine Chance und netzte zum 1:0 für die Kobras ein.

Im zweiten Drittel knüpften beide Teams nahtlos an das bisher gezeigte an. Allerdings wurde der Spielfluss durch einige Strafzeiten, vor allem auf Dinslakener Seite, unterbrochen. Torszenen gab es dennoch reichlich, wie in der 32. Minute, als sich Michal Plichta bei doppelter Unterzahl den Puck schnappte und auf und davon machte. Sein Solo konnte von Jake Fardoe nur mit unfairen Mitteln gestoppt werden. Den fälligen Penalty konnte Plichta nicht im Lauterbacher Tor unterbringen, so dass es bei der knappen Dinslakener Führung blieb. Allerdings nicht mehr lang, denn nur eine Minute später war es Fardoe, der bei Lauterbacher Überzahl mit einem verdeckten Schuss von der blauen Linie zum Ausgleich traf. Doch die Kobras waren an diesem Abend das Last-Minute-Team. Wieder gelang den Giftschlangen zwei Minuten vor der Pause die Führung. Diesmal war es Kapitän Sebastian Haßelberg, der im Nachstochern den Puck über die gegnerische Torlinie brachte und zum 2:1 traf, was bis zur Pause bestand hatte.

Im letzten Drittel legten die Luchse noch mal alles in die Waagschale, um doch noch die drei Punkte aus der Schlangengrube zu entführen. Auch die Kobras wollten eine Vorentscheidung, doch das Jubeln blieb zunächst den Luchsen vorbehalten, die an diesem Abend ein starkes Powerplay aufzogen. So ist es nicht verwunderlich, dass der Ausgleich der Luchse in der 47. Minute in Überzahl fiel. Nur zwei Minuten später hatten die Raubkatzen sogar die Führung auf dem Schläger, als ein Lauterbacher Stürmer nur durch ein Foul von Petr Macaj gebremst werden konnte und einen Penalty zugesprochen bekam. Doch auch er scheiterte an Lukas Schaffrath. Auf der anderen Seite war es Steve Themm, der die Dinslakener Stürmer reihenweise verzweifeln ließ. So rannen die Minuten dahin und alles schien auf ein Penaltyschießen hinauszulaufen, als Lauterbachs Stürmer Jens Feuerfeil in die Dinslakener Seele und zur 3:2-Führung für Lauterbach traf. Wieder war es ein Überzahlspiel, das den Luchsen den Erfolg bescherte. Nun waren die Kobras gefordert, noch mal alles zu tun, um wenigstens doch noch das Penaltyschießen herbeizuführen. Und das taten sie auch. Coach Sikorski nahm in der Schlussphase Lukas Schaffrath zugunsten eines sechsten Feldspielers aus dem Tor um noch mehr Druck auf das Lauterbacher Tor auszuüben. Und diese MAßnahme gab ihm recht, denn 40 Sekunden vor Schluss traf Michal Plichta zum zweiten Mal an diesem Abend und sorgte für den Ausgleich und Standing Ovations auf den Rängen. Kurz darauf hatten die Kobras sogar noch den Siegtreffer auf der Kelle, doch Lauterbachs Keeper hielt den Punkt für sein Team fest.

So musste das Penaltyschießen über den Extrapunkt entscheiden. Nachdem in der ersten Runde beide Teams je einmal getroffen hatten, fiel die Entscheidung in der vierten Penaltyrunde. Lauterbachs Schütze hatte seinen Penalty vergeben und nun war es an Kevin Wilson, die Entscheidung für die Kobras herbeizuführen. Eiskalt verlud er Steve Themm im Luchse-Tor und sicherte den Giftschlangen zwei Punkte. Coach Sikorski zeigte sich nach dem Spiel zufrieden mit seinem Team: „Wir wussten, dass es schwer wird gegen Lauterbach, egal, ob sie mit 18 oder nur 13 Leuten anreisen. Meine Mannschaft hat heute das nötige Glück auf ihrer Seite gehabt und sich die zwei Punkte gesichert.“

Nächste Woche geht es für die mit den Spielen gegen Grefrath und in Ratingen weiter. Zwei Aufgaben mit unterschiedlichen Voraussetzungen für die Kobras. Am Freitag gelten die Giftschlangen als Favorit gegen Grefrath und reisen am Sonntag selbst als Außenseiter an den Ratinger Sandbach. Man darf gespannt sein, wie viele Punkte für das Team um Kapitän Haßelberg dabei herausspringen.

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