Kobras gewinnen Penalty-Krimi gegen Soest4:3-Erfolg für Dinslaken

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Es war das Spiel der Defensivverbände. Beide Verteidigungsreihen und vor allem Torhüter machten an diesem Abend einen sehr guten Job und verwehrten den gegnerischen Stürmern ein ums andere Mal den Torjubel. Nicht, dass die jeweiligen Stürmer keinen guten Tag gehabt hätten, doch am Ende waren sie häufig nur der zweite Sieger. So erlebten die Zuschauer zwar ein spannendes und schnelles, aber torloses Eröffnungsdrittel.

Nach gut der Hälfte der Spielzeit erlöste dann Dominick Spazier die Anspannung der Dinslakener Fangemeinde mit seinem Führungstreffer zum 1:0. Petr Macaj und Tom Goldmann hatten den quirligen Linksaußen perfekt während einer Überzahlsituation in Szene gesetzt. Doch die Freude der Giftschlangen währte nicht lange. Nur zwei Minuten später erzielten die Westfalen den Ausgleich. Jetzt nahm auch das Körperspiel noch weiter zu. In einer Situation entluden sich dann die Gemüter einiger weniger Spieler in einer handfesten Auseinandersetzung. Dinslakens Tom Goldmann ging aus dem Tumult mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe hervor und durfte frühzeitig unter die Dusche. Beide Strafbänke füllten sich, doch ein Tor sollte während dieser Phase nicht fallen. Zwar ging das Spiel im weiteren Verlauf rasant von Slot zu Slot, letztlich blieb es aber beim 1:1 bis zur zweiten Pause.

Das Schlussdrittel hatte es dann in sich. Für den gesperrten Tom Goldmann rückte nun Dennis Schott in die Reihe mit Dominick Spazier und Philipp Heffler. Es war sein erstes Meisterschaftsspiel nach achtWochen Verletzungspause. Man merkt ihm zwar den Trainingsrückstand noch etwas an, doch seinen Torriecher hat er nicht verloren. Denn als in der 48. Minute der Puck eine Zehntelsekunde frei vor dem gegnerischen Gehäuse lag, schaltete er von allen am Gewühl beteiligten Spielern am schnellsten und schob die schwarze Hartgummischeibe durch die Beine von Goalie Tobias Arndt über die Torlinie. Doch erneut hatten die Gäste eine Antwort parat und glichen in der 52. Spielminute aus.

Dreieinhalb Minuten vor der Schlusssirene begann dann die Geschichte des Daniel Pleger. Der Stürmer, der von Coach Adam Grygiel gestern als Verteidiger eingesetzt worden war und seine Aufgabe bis dahin mit Bravour gelöst hatte, leistete sich im eigenen Verteidigungsdrittel einen Fehlpass, der prompt die erstmalige Führung der Gäste nach sich zog. Man merkte dem Unglücksraben seine Verärgerung über diesen Fauxpas an.

Adam Grygiel opferte kurz vor Schluss Felix Zerbe für einen sechsten Feldspieler. Und es war Daniel Pleger, der mit dem dritten Kobra-Treffer sein Team wieder ins Penaltyschießen brachte. Doch es sollte noch besser für den 33-jährigen kommen. Denn er war der einzige Schütze im Penaltyschießen, der mit seinem Handgelenkschuss in den rechten oberen Winkel den gegnerischen Torhüter überwinden und somit das „Game Winning Goal“ erzielen konnte.

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