Kobras entzaubern SpitzenreiterDinslakener Kobras

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Dieses Spiel stimmte schon einmal so richtig auf die Playoffs ein, denn es war ein sehr kampfbetontes Spiel. Zwar brachten die Lauterbacher nur einen sehr kleinen Kader mit, doch alles was in Lauterbach Rang und Namen hat, stand gestern in Dinslaken auf dem Eis. Doch die Hausherren waren hochmotiviert und von Coach Tsvetkov glänzend eingestellt. Die Gäste versuchten über Körperlichkeit den Kobras den Schneid abzukaufen, doch Max Piotrowski & Co. hielten über die 60 Minuten dagegen.

Die Gäste hatten sich das Spiel sicherlich etwas anders vorgestellt, denn mit zunehmender Spielzeit schlichen sich Nickeligkeiten ein. Da das Schiedsrichtergespann eine großzügige Regelauslegung bevorzugte, drohte das Spiel in der ein oder anderen Situation zu kippen. Doch glücklicherweise hatten beide Teams ihre Nerven soweit im Zaum, dass nichts Schlimmeres passierte.

Die Dinslakener knüpften nahtlos da an, wo sie 24 Stunden zuvor in Wiehl aufgehört hatten. Sie gingen zielstrebig auf des Gegners Tor zu und wurden bereits in der 2. Minute durch Treffer Nummer eins von Julian Marten belohnt. Als knapp fünf Minuten später Daniel Pleger das zweite Erfolgserlebnis nachlegte, spürten die Zuschauer, dass an diesem Abend eine kleine Überraschung möglich war. Doch noch konnten die Luchse dagegenhalten und verkürzten kurz vor der ersten Drittelpause durch den Kanadier Jacob Fardoe auf 2:1.

Im Mittelabschnitt hatten die Dinslakener das Momentum auf ihrer Seite. Dabei kam ihnen zugute, dass sich die Gäste durch Strafzeiten selbst aus dem Spiel nahmen. Die Luchse erhielten in besagtem Drittel drei Strafzeiten und wurden von den Kobras dreimal mit einem Überzahltreffer zusätzlich bestraft. Das nennt man dann wohl effektives Powerplay. Die dazugehörigen Treffer erzielten Thomas Bläsche, Joey Menzel und Max Piotrowski. Den vierten Dinslakener Treffer erzielte bei numerischer Gleichheit Timothy Tanke zum zwischenzeitlichen 5:2. Zuvor hatten die Gäste durch Jan-Eric Reimer auf 3:2 verkürzen können.

Im Schlussabschnitt kamen die Gäste dann nochmal auf und als Benjamin Schulz in der 45. Minute auf 6:3 verkürzte, hätte es noch einmal eng für die Tsvetkov-Truppe werden können. Doch ein Doppelpack von Kapitän Haßelberg in der 53. Spielminute machte alle Hoffnungen des Teams von Trainer Roger Nicholas zunichte. Zwar konnte Lauterbach durch Pierre Kracht noch einmal auf 8:4 verkürzen, doch auch diesmal hatten die Kobras eine Antwort. Denn den Schlusspunkt setzte in der 60. Minute Jan-Anton Baron mit dem Tor zum 9:4 Endstand.

Damit ist die Zwischenrunde beendet und es folgt die spannendste aller Entscheidungsformen: Die Play-offs. In einem Hin- und Rückspiel wird das bessere Team ermittelt. Für den Verlierer ist die Saison bereits beendet. Der Gewinner trifft auf den Sieger einer Parallel-Partie, wieder im Play-off-Modus. Acht Teams sind an diesen Play-offs beteiligt.

Dabei reisen die Kobras am Freitag nach Solingen, wo die Begegnung um 20 Uhr beginnen wird, am Sonntag, 2. März, findet das Rückspiel in Dinslaken statt. Spielbeginn ist dann um 19 Uhr.

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