Kobras entführen Punkt aus dem LuchsbauZehn Tore im ersten Drittel

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Die Dinslakener Kobras haben auch im Rückspiel bei den Lauterbacher Luchsen eine starke Leistung abgeliefert und konnten verdientermaßen einen Punkt mit nach Hause nehmen. Am Ende stand eine 7:8 (4:4, 1:0, 1:2, 0:1)-Niederlage nach Penaltyschießen.

Dabei hatten die Kobras einen denkbar schlechten Start erwischt: Nach nur sechs Spielminuten führten die Hausherren bereits mit 3:0 und es schien sich ein verheerender Abend für die Truppe von Thomas Schmitz anzubahnen. Scheinbar war man durch die durch einen Autobahnstau verursachte verspätete Ankunft und den dadurch um eine Stunde verschobenen Spielbeginn noch nicht auf Betriebstemperatur, doch das sollte sich im weiteren Verlauf der Begegnung ändern. Denn jetzt waren auch die Dinslakener im Spiel angekommen.

Begünstigt durch ein paar Strafzeiten der Gastgeber konnten sie durch Treffer von Daniel Pleger, Sven Linda und Petr Macaj nicht nur egalisieren, sie zogen sogar durch weitere Treffer von Alex Brinkmann, dabei assistiert von Sven Linda und Jan Nekvinda, sowie einem weiteren Treffer von Timothy Tanke auf 5:3 davon. Die Vogelsberger, angetrieben von einer großen Zuschauermenge, die durch eine Freikartenaktion der Luchse in Scharen in die Eishalle geströmt waren, berappelten sich jetzt und nahmen ihrerseits das Heft in die Hand. So gelangen ihnen noch zwei weitere Treffer zum Pausenstand von 5:5. Dabei soll nicht unerwähnt bleiben, dass beide Torhüter keinen leichten Job an diesem Abend hatten. Starker Nebel ließ immer erst sehr spät erahnen, wo die schwarze Hartgummischeibe einschlagen würde.

Im Mittelabschnitt wurde dann das Eishockey wieder realistischer. Statt der zehn Tore im Eröffnungsabschnitt überquerte der Puck in den zweiten zwanzig Minuten nur einmal die Torlinie – und zwar die der Luchse. Offiziell wurde erneut Petr Macaj als Torschütze im Spielberichtsbogen eingetragen, alle Beteiligten sagten jedoch aus, dass Jan Nekvinda zuletzt den Puck berührt hatte. Ansonsten neutralisierten sich beide Teams auf hohem spielerischen Niveau.

Daran änderte sich auch im Schlussdrittel nichts. Beide Mannschaften erarbeiteten sich einige Chancen, nur diesmal trafen die Hausherren einmal mehr. Im Gegenteil: Kurz vor Ultimo konnten die Kobras nochmals ihre Comeback-Qualitäten unter Beweis stellen, als knapp zwei Minuten vor Ende Alex Brinkmann auf Vorlage von Jan Nekvinda den 7:7-Ausgleich erzielte. Dies bedeutete gleichzeitig das Erreichen eines Punktes und durch das Penaltyschießen musste ein finaler Sieger ermittelt werden. Hatten die Kobras ihre letzten beiden Penaltyschießen gewonnen, so war das Quäntchen Glück diesmal auf Seiten des Gegners. Jakob Fardoe ließ den Luchsbau mit seinem Siegestreffer erbeben.

Die Kobras hingegen gingen trotz einer starken Leistung mit hängenden Köpfen in die Kabine. Denn sie wussten, dass sie mit etwas mehr Fortune zumindest noch einen weiteren Zähler mit nach Dinslaken hätten nehmen können.

Kapitän Sven Linda ließ sich nach dem Spiel wie folgt zitieren: „Die Zuschauer haben mal wieder attraktives Eishockey präsentiert bekommen. Wie jedes Mal, wenn diese beiden Teams aufeinander treffen. Was wir als Mannschaft aus diesem Spiel herausziehen können, ist, dass wir gezeigt haben, dass wir nicht aufstecken, eine gute Moral haben und auch einen 0:3-Rückstand aufholen können. Und auch die Nerven haben, kurz vor Schluss noch einmal zurück zu kommen. Gleichzeitig haben wir mit dieser Leistung unseren Stellenwert in der Liga einmal mehr festgemacht.“

Nun heißt es, diese Leistung bis ins nächste Wochenende zu konservieren. Denn mit Köln und Ratingen trifft man erneut auf zwei schwere Gegner in der Schlangengrube.

Tore: 1:0 (0:47) Benjamin Schulz (Pierre Wex, Jens Feuerfeil), 2:0 (5:27) Jakob Fardoe (Jens Feuerfeil, Benjamin Schulz), 3:0 (5:54) Benjamin Schulz (Jakob Fardoe, Emanuel Grund), 3:1 (8:32) Daniel Pleger (Timothy Tanke), 3:2 (11:52) Sven Linda (Jan Nekvinda, Tim Cornelißen), 3:3 (12:24) Petr Macaj (Daniel Pleger, Timothy Tanke), 3:4 (13:41) Alexander Brinkmann, 3:5 (14:34) Timothy Tanke (Sebastian Schmitz, Daniel Pleger), 4:5 (15:44) Emanuel Grund (Pierre Wex, Jakob Fardoe), 5:5 (17:58) Benjamin Schulz (Pierre Wex, Jens Feuerfeil), 5:6 (26:45) Petr Macaj, 6:6 (49:09) Benjamin Schulz (Emanuel Grund), 7:6 (52:43) Benjamin Schulz (Jakob Fardoe, Pierre Wex), 7:7 (58:03) Alexander Brinkmann, 8:7 (60:00) Jakob Fardoe (entscheidender Penalty). Strafen: Lauterbach 10, Dinslaken 10.

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