Kobras empfangen den Meister und reisen zum TabellenführerAnspruchsvolles Programm

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Die Eishockeysaison hat gerade erst angefangen und schon spielen die Kobras zum dritten Mal gegen die Ratinger Ice Aliens. 

Langweilig? Keineswegs, denn zum einen ist die Zeit der Vorbereitung vorbei und es geht um echte Meisterschaftspunkte, zum anderen sind die Spiele der Giftschlangen gegen das Team vom Sandbach immer etwas Besonderes. Erstens kommt mit der Truppe von Trainer Alexander Jakobs der Meister in die Schlangengrube, zweitens sind die Spiele der beiden Protagonisten immer von knallharter Spannung und Dramatik geprägt und drittens sind beim nächsten Mal die Kobras mit einem Sieg an der Reihe. Auf diese Gesetzmäßigkeit hofft man zumindest am Niederrhein. In den beiden Vorbereitungsspielen gab es bislang ein 4:4 in Ratingen, zuhause fingen sich die Dinslakener erst kurz vor Schluss den entscheidenden 2:3-Gegentreffer ein. Man sieht, es ist häufig eine enge Kiste, wenn diese beiden Teams aufeinandertreffen. Und zumindest für die Dinslakener ist es ein Hauch von Lokalderby, ist doch Ratingen die Stadt, die in der Liga Dinslaken am Nächsten liegt. Außerdem spielen einige Ex-Kobras heute in den Reihen des Meisters, aber auch ehemalige Aliens haben inzwischen die Schlangenhaut übergezogen. So muss keiner der beiden Übungsleiter irgendwelche Psychotricks auspacken, um seine Schützlinge zu motivieren. Die sind während dieses Spiels sowieso bei „120 Prozent“. Verzichten muss Coach Grygiel an diesem Spieltag auf seine Langzeitverletzten Tom Giesen und Dennis Schott, die auch am Sonntag in Neuwied noch nicht einsatzfähig sein werden. Auch Pierre Klein wird an beiden Spielen nicht teilnehmen können. Dennoch ist der Kader der Dinslakener groß genug, dem Favoriten die Stirn zu bieten. Los geht es am 7. Oktober um 20 Uhr.

Zwei Tage später geht es für die Giftschlangen nach Rheinland-Pfalz zu den Bären aus Neuwied.
Die sind aber nicht zu verwechseln mit den Neuwieder Bären der Vorsaison, die in der Oberliga beheimatet waren. Finanzielle Gründe zwangen den Vorstand, sich aus dieser Liga zu verabschieden, doch Eishockey hat in Neuwied einen hohen Stellenwert. Deshalb fackelte man nicht lange, fragte beim neuen Landesverband EHV nach, ob man in der Regionalliga willkommen sei und stampfte in Nullkommanichts ein neues Team mit dem Namen „Die Bären 2016“ aus dem Boden.
Dank vieler treu gebliebener Sponsoren konnte man einige Oberligaspieler auch für das Regionalligateam begeistern, holte sich einen vielversprechenden Nachwuchstorwart aus den Reihen der Kölner Haie und rundete die Mannschaft mit einem amerikanischen Verteidiger und einem kanadischen Stürmer ab. Letzterer heißt Rylee Orr und führt derzeit die Liga mit drei Toren und drei Vorlagen an und wird die besondere Fürsorge der Kobra-Defensive benötigen. Allerdings werden sich die Giftschlangen nicht nur der Neuwieder Mannschaft, sondern auch den zahlreichen und lautstarken Bären-Fans erwehren müssen, wollen sie als Sieger das Eis verlassen. Bei diesem Vorhaben muss an diesem Tag auf drei weitere Akteure verzichtet werden: Neben Thomas Bläsche ist es auch Benedikt Hüsken und Nikolai Tsvetkov nicht möglich, die Fahrt nach Neuwied anzutreten. Deshalb ist es wichtig, dass der Rest der Mannschaft von möglichst vielen eigenen Fans begleitet und unterstützt wird.
Dazu bieten die Verantwortlichen den Fans wieder an, mit dem Mannschaftsbus mitzureisen. Diese sollten sich auf einen Reisekostenbeitrag von 15 Euro und einem Abfahrtszeitpunkt von 14.45 Uhr ab Eissporthalle Dinslaken einstellen. Und es gilt natürlich wieder das Prinzip: Mitfahrgelegenheit nur, solange der Platz reicht. Das Spiel beginnt um 19 Uhr.

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