Kobras bleiben vorerst am TabellenendeNiederlage gegen Neuss

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Zu viele Strafen auf Dinslakener Seite und ein starkes Neusser Powerplay waren die Hauptgründe für die Niederlage. Dabei starteten die an diesem Abend von Joey Menzel betreuten Kobras gut in das Spiel und machten von Beginn an Druck. Allein in den Anfangsminuten generierten die Kobras einige gute Möglichkeiten, nur die Durchschlagskraft fehlte noch gegen eine eng stehende Neusser Verteidigung, die einzig allein darauf bedacht war, das eigene Tor so lange wie möglich sauber zu halten. So dauerte es bis zur 13. Minute, ehe das erste Tor fiel. Zum Leidwesen der mitgereisten Dinslakener Fans auf der verkehrten Seite. Ein Powerplay bescherte dem Neusser EV die erste Führung an diesem Abend und wirkte wie ein Weckruf auf Neusser Seite. Doch auch die Kobras wollten den Ausgleich erzielen. So nahm das Spiel, was bis dahin fast nur in Richtung Neusser Tor verlief, an Fahrt auf und entwickelte sich zu einem offenen Schlagabtausch, der bis zur Pause torlos blieb. So ging es mit dem knappen Rückstand in die Kabinen.

Im zweiten Drittel blieb das Spiel offen. Zwar hatten die Kobras mehr Spielanteile, aber Neuss setzte immer wieder gefährliche Nadelstiche. Zunächst einmal waren die Dinslakener an der Reihe. In der 24. Minute konnten die Kobras ebenfalls ein Powerplay nutzen und glichen durch Kamil Vavra, der seine Sperre abgesessen hatte, zum 1:1 aus. Nur knapp zwei Minuten später waren es die Neusser, die ebenfalls ihr Überzahlspiel durchbrachten und erneut in Führung gingen, als Petr Macaj auf der Strafbank saß. In der 29. Minute nutzte der NEV ein Missverständnis in der Dinslakener Verteidigung und erhöhte sogar auf 3:1. Doch die Kobras blieben dran und die letzten Minuten des zweiten Drittels wurden dramatisch. Erst fällt der Anschlusstreffer für die Kobras in der 18. Minute, als Kamil Vavra Ken Passmann im Neusser Gehäuse keine Chance ließ. Nur eine Minute später stellte der NEV in Überzahl mit dem 4:2 den alten Abstand wieder her und als alle dachten, mit diesem Spielstand geht es in die Pause, schlug Timothy Tanke noch mal zu und verkürzte auf 4:3 für die Kobras.

In der Pause hieß es dann noch mal Kräfte sammeln und versuchen, das Spiel zu drehen. Entsprechend legten die Kobras los wie die Feuerwehr und schnürten die Neusser in den Anfangsminuten des letzten Abschnitts regelrecht ein. Doch wie schon in den vorangegangenen Spielen, war auch diesmal kaum ein Vorbeikommen an Ken Passmann, der seine Farben mit einigen Glanzparaden im Spiel hielt. Auch seine Vorderleute verteidigten geschickt ihr Drittel und machten den Kobras das Toreschießen ebenfalls schwer. Und dann ist da noch das starke Konterspiel des NEV. In der 52. Minute sorgte einer dieser Konter für die Vorentscheidung, als Holger Schrills Felix Zerbe im Dinslakener Tor keine Chance ließ und das 5:3 machte. In den Schlussminuten versuchten die Kobras noch mal alles, um wenigstens den Ausgleich zu erzielen, doch selbst die Herausnahme von Felix Zerbe zugunsten eines sechsten Spielers half nicht mehr. Der Schlusspunkt blieb der Heimmannschaft vorbehalten, die durch ein Empty-Net-Tor in den letzten  das Ergebnis auf 6:3 schraubte.

Trotzdem können die Kobras mit dem Wochenende zufrieden sein, da man am Freitag zu Hause endlich mal wieder gewonnen hat. Ein Sieg in Neuss wäre das I-Tüpfelchen gewesen und hätte den Platzierungstausch mit dem NEV bedeutet. So müssen die Kobras kommendes Wochenende gegen Dortmund und Ratingen einen erneuten Anlauf nehmen, um sich weiter nach oben zu arbeiten.

Tore: 1:0 (12:55) Köhler, 1:1 (23:54) Vavra (Brinkmann, Pleger), 2:1 (25:19) Schrills (Lahmer, Richter), 3:1 (28:18) Bineschpayouh (Dietrich, Lahmer), 3:2 (37:45) Vavra (Bronischewski), 4:2 (39:08) Dietrich (Bineschpayouh, Lingscheidt), 4:3 (39:49) Tanke, 5:3 (51:17) Schrills (Bleyer), 6:3 (59:10) Thum (Gebel). Strafen: Neuss 8, Dinslaken 14.