Kobras beißen sich zum SiegDinslakener Kobras

Kobras beißen sich zum SiegKobras beißen sich zum Sieg
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Doch der Sieg musste hart erkämpft werden. Denn insbesondere in Anfangsdrittel hatten die Kobras mit den Raptors so ihre liebe Müh' und Not. Denn diese stellten unter Beweis, dass der Achtungserfolg bei der „nur“ 4:8-Niederlage gegen Spitzenreiter Dortmund kein Zufallsprodukt war.

Sie ließen die Kobras kommen und schalteten ihrerseits bei Puckbesitz blitzschnell auf Angriff und brachten die Verteidigungsreihen der Dinslakener in die ein oder andere kniffelige Situation. So hätte es nach 4 Spielminuten durchaus das erste Mal hinter Felix Zerbe einschlagen können, doch Felix war in dieser Situation mit dem Pfosten im Bunde. Überhaupt konnte sich der Dinslakener Keeper über Beschäftigungslosigkeit im ersten Drittel nicht beklagen. Immer wieder tauchten Tim Neuber & Co. freistehend vor seinem Gehäuse auf und er musste Kopf und Kragen riskieren, damit die Niederrheiner nicht in Rückstand gerieten.

Doch in der elften Spielminute war auch er geschlagen und musste einen Treffer durch Marvin Wintgen hinnehmen. Die Kobras ihrerseits offenbarten im Sturm erneut das alte Problem: freistehend vor dem Tor wird häufig noch einmal quer gelegt, um einen vermeintlich noch besser postierten Mitspieler zu bedienen. In einigen Situationen wäre es sicher erfolgreicher gewesen, mal sein Herz in beide Hände zu nehmen und etwas eher den Abschluss zu suchen.

Ab dem Mittelabschnitt gingen die Dinslakener dann  aggressiver zu Werke und legten noch eine Schippe drauf. Die Uhr zeigte 4:33, als Pierre Klein mit dem ersten Kobra-Treffer des Abends sein Team zurück ins Spiel brachte. Langsam aber sicher bekamen die Gäste nun auch die brandgefährlichen Konter der Raptors in den Griff und erarbeiteten sich ein optisches Übergewicht.

Fünf Minuten später erzielte dann Dominick Spazier, der von Timothy Tanke und vor allem Benedikt Hüsken mustergültig freigespielt worden war, das schönste Tor des Tages zur verdienten 2:1-Führung. Zwar mussten die mitgereisten Dinslakener Fans auch weiterhin fürchten, dass einer der Konter von den Hausherren erfolgreich abgeschlossen werden würde, doch von nun an verlagerte sich das Spiel immer mehr in das Drittel der Solinger. Jedoch waren weitere Angriffsbemühungen beider Teams in diesem Abschnitt nicht von Erfolg gekrönt.

Der Schlussabschnitt war geprägt von vielen Strafzeiten. Dies lag aber in erster Linie nicht daran, dass das Spiel an Härte zugenommen hatte, sondern eher an der doch etwas kleinlichen Regelauslegungen des Unparteiischen. Insbesondere die Dinslakener taten sich mit dem geänderten Stil des Referees schwer und fingen sich allein in den letzten 20 Minuten fünf Zwei-Minuten-Strafen ein.

In einer dieser Unterzahlsituationen konnte Pierre Klein den Hausherren an der gegnerischen blauen Linie den Puck abjagen und spitzelte dem ansonsten gut aufgelegten Tizian Winkelsträter im Kasten des EC Bergisch Land die schwarze Hartgummischeibe „durch die Hosenträger“. Das 3:1 in der 43. Minute kann man wohl als Vorentscheidung betrachten.  Als Kapitän Haßelberg in der 53. Minute das 4:1 für seine Farben erzielte, schien der Drops eigentlich schon gelutscht. Doch im Eishockey gibt es ja kaum etwas, was es nicht gibt. Und als die Dinslakener sich dann zum Ende der Begegnung etwas zurücknahmen, konnte Sascha Fuchs die Partie durch sein Tor zum 2:4 noch einmal spannend gestalten. Denn von nun an fuhren die Raptors wütende Angriffe auf das Gehäuse von Felix Zerbe, doch diesmal leisteten alle Dinslakener auf dem Eis gute Defensivarbeit. Als dann der Trainer der Hausherren 75 Sekunden vor Ende der Partie seinen Goalie zugunsten eines sechsten Feldspielers opferte, was es dem Mann vorbehalten, das Empty-Net-Goal zu erzielen, der auch den Torreigen für die Kobras eröffnet hatte: Pierre Klein.

Dieser Erfolg war nicht nur wichtig, sondern auch hart erkämpft. Doch gegen Teams aus der zweiten Tabellenhälfte müssen die Kobras auch weiterhin erfolgreich sein, will man sich nicht plötzlich aus dem Rennen um die Meisterschaft verabschieden müssen.


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