Knappe Niederlage der Dinslakener Kobras gegen HammBesser war nicht gut genug

(Foto: Dinslakener Kobras) (Picasa)(Foto: Dinslakener Kobras) (Picasa)
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Dass die favorisierten Gäste nach einem verpatzten Saisonstart inzwischen die Kurve gekriegt haben, war allen Beteiligten sehr schnell klar. Von Beginn an setzten sie sich im Dinslakener Verteidigungsdrittel fest und zeigten sich gerade in den ersten 20 Minuten dominant. Daher überraschend fiel das 1:0 für die Hausherren durch Martin Beneš in der 20. Spielminute, zumal als Shorthander. Erwähnenswert noch, dass sich Moritz Hofschen nach einem Check von hinten gegen Thomas Lichnovsky vom Unparteiischen vorzeitig unter die Dusche geschickt wurde und die Kobras die daraus folgende Fünf-Minuten-Strafe ohne Gegentor überstanden, allerdings auch begünstigt durch die Tatsache, dass ein Akteur der Eisbären zeitgleich eine Zwei-Minuten-Strafe absitzen musste.

Nach der ersten Pause ein ähnliches Bild: Spielerisch und läuferisch überlegene Eisbären wurden wieder bei einfacher Überzahl von den Kobras ausgekontert. Stefan Dreyer brachte das 2:0 in der 22. Spielminute auf die Anzeigetafel. Doch dann war es erst einmal vorbei mit der Giftschlangen – Herrlichkeit. Denn obwohl die Kobras die Unterzahl – Treffer erzielten, brachten die Kobras die Gäste durch Strafzeiten nun immer besser in ihren Rhythmus. Und das sollte sich im weiteren Spielverlauf rächen. Ab der 25. Spielminute nahm das Spiel auch auf der Anzeigetafel eine Wendung. Den Anfang machte Tim Pietzko mit dem 1:2-Anschlusstreffer, Michal Spacek erzielte nur eine Minute später per Schlagschuss von der blauen Linie den verdienten Ausgleich. Genau zehn Spielminuten später hatte man bei voller Mannschaftsstärke den tschechischen Kontingentspieler Milan Svarc, der mit dem Puck seelenruhig durch das Verteidigungsdrittel der Kobras spazieren durfte, wohl völlig vergessen. Dieser ließ dann auch nichts anbrennen und brachte die Westfalen erstmalig in Führung.

Als im Schlussabschnitt, genauer in der 50. Spielminute, einmal mehr ein Spieler der Kobras die Strafbank drückte, brachte Oliver Kraft erstmals seine Farben mit zwei Toren in Führung und sorgte für eine Vorentscheidung. Milan Vanek nahm bereits bei 54:46 seinen Goalie für einen sechsten Feldspieler aus dem Kasten und wurde zunächst für seinen Mut belohnt, denn Jesse Parker erzielte bei dieser Konstellation den 3:4-Anschlusstreffer, doch im weiteren Verlauf dieser Maßnahme besorgte Michal Spacek in der 60. Spielminute per Empty-Net-Treffer den 3:5-Endstand.

Thomas Esser, der sportliche Leiter der Kobras, kommentierte die Leistung seiner Mannschaft wie folgt: „Im letzten Jahr um diese Zeit hatten wir ebenfalls einen solchen Durchhänger. Dass wir deutlich besser spielen können, ist uns allen klar. Ich möchte jedoch noch nicht von einer Krise sprechen. Klar ist aber, dass wir unser Potential derzeit nicht abrufen können. Deshalb werden wir in der kommenden Woche intensive Ursachenforschung betreiben und dann die hoffentlich richtigen Entscheidungen treffen.“

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